Lal Karaalioğlu, Klavier Programm: Johannes Brahms: Sieben Fantasien op. 116 Dora Pejačević: Klaviersonate b-Moll op. 36 Fazıl Say: Black Earth Lieder-Auswahl von Richard Strauss und Franz Schubert Sie war ein Superstar: die komponierende Gräfin Dora Pejačević. In ihrer Heimat Kroatien wird sie heute noch gefeiert, in ihrer Wahlheimat München kennt man eine der wichtigsten Komponistinnen des beginnenden 20. Jahrhunderts dagegen kaum. Zeit für eine Wiederentdeckung, findet auch Lal Karaalioğlu. Die in Istanbul geborenen Pianistin beweist ein feines Gespür für klug gestaltete Programme. Darin spiegelt sich stets die Überzeugung wider, dass Musik eine Reflexion des menschlichen Daseins ist. So hat sie etwa für die TONALi Bühnenakademie ein multidisziplinäres Projekt entwickelt, das die Themen Heimat, Migration und Identität aufgreift und Musik mit visueller Kunst und Kalligrafie verbindet. Da überrascht es nicht, dass die in Berlin lebende Karaalioğlu neben Dora Pejačević und Werken arrivierter Komponisten wie Franz Schubert oder Johannes Brahms auch ein Stück ihres Landmanns Fazıl Say im Gepäck hat.
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