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Im Vorfeld der Gedenkveranstaltung zum 1. September lädt das Deutsche Polen-Institut zu einer musikalischen Auseinandersetzung mit Erinnerung, Krieg und Versöhnung ein.
Zur Aufführung gelangt das Quartett „Nigdy więcej wojny“ („Nie wieder Krieg“, 2020) des Komponisten Maciej Zakrzewski, interpretiert von dem Kammerorchester Orkiestra Kameralna Progress. Das Werk ist für Oboe, Violine, Viola und Violoncello komponiert und entfaltet sich in drei Sätzen, die sich formal an klassische Sonatenmodelle anlehnen. Zugleich ist es eine eindringliche musikalische Reflexion über die Geschichte der Stadt Danzig und die Erfahrungen von Gewalt und Erinnerung im 20. Jahrhundert.
Die Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Kreuzberg bietet mit ihrem besonderen Erinnerungsort einen passenden Rahmen für dieses Konzert. Dort befindet sich das Triptychon „Christus im Holocaust“ von Ismond Rosen (1924–1996), das der Gemeinde 1996 als Geschenk übergeben wurde. Es versteht sich als Zeichen der Versöhnung zwischen Jüdinnen und Juden sowie Christinnen und Christen und verpflichtet die Gemeinde zugleich, dem Antisemitismus und jeder Form von Menschenverachtung entschieden entgegenzutreten.
„Auf der Suche nach dem Frieden“
Das Programm ist ein musikalischer Gebetsruf nach Frieden – über religiöse, ethnische und weltanschauliche Grenzen hinweg. Von der Bitte um Erlösung in der das Konzert eröffnenden improvisierten Bearbeitung des Chorals „Być bliżej Ciebie chcę“(„Ich möchte Dir näher sein“) von S. Karg-Elert über den Boten des Friedens, der seine Melodien in Gustav Holsts legendärem Satz „Venus, the Bringer of Peace“ einfühlsam erklingen lässt, bis hin zum Choral „Hilf Herr, meines Lebens“ von Jan Janca zieht sich eine zentrale Botschaft durch das gesamte Programm: Frieden ist das größte Glück auf Erden.
Im das Konzert beschließenden Oboenquartett „Nigdy więcej wojny“ („Nie wieder Krieg“) erklingen Anklänge an die Hymne der Freien Stadt Danzig, deren Bürger der legendäre Organist und Komponist Jan Janca ...Mehr anzeigen (geb. 1933) war. Das Quartett zeichnet den Weg vom Krieg hin zum Traum eines ewigen Friedens nach – eines Traums, der durch Menschen guten Willens Wirklichkeit werden kann.
Programm:
S. Karg-Elert – Nearer My God to Thee
Gustav Holst – Venus, the Bringer of Peace
Jan Janca – Hilf Herr, meines Lebens
Maciej Zakrzewski – Da Pacem Domine (Improvisation)
Maciej Zakrzewski – Nie wieder Krieg
Für Danzig
Friede
Dreams
Musiker:innen:
Maciej Zakrzewski – Orgel
Kammerorchester Orkiestra Kameralna Progress, Besetzung:
Andrzej Wojciechowski – Klarinette
Jan Szczypiorski – Violine
Patryk Purzycki – Viola
Jakub Grzelachowski – VioloncelloWeniger anzeigen