Konzert mit Wolfgang Torkler und René Bornstein

Konzert mit Wolfgang Torkler und René Bornstein

Sep.
21
2019
Samstag, 21. September 2019, 20:00 Uhr
bis Samstag, 21. September 2019, 22:00 Uhr
Dresdner Piano - Salon Kirsten, An der Frauenkirche 12, 01067 Dresden

»Das Debüt«
Spürbar. Hypnotisch. Kontemplativ.
Traumhaft träumerische Musik.

WOLFGANG TORKLER Flügel
RENÉ BORNSTEIN Kontrabass

Ist das Jazz? - könnte man fragen.
Oder eher zeitgenössische Musik? Improvisationen? Oder vielleicht doch komponiert?

Da beginnen sie, die Probleme der Sprache, die nicht ausreicht, um Töne und Klänge so treffend mit Worten zu beschreiben, dass die Lesenden dieselben Assoziationen und Gefühle erfahren wie der Schreibende.
Vielleicht, weil Worte immer etwas definieren, benennen, einordnen, klar machen, aber eben auch abgrenzen, das Gesagte ausstellen wie ein Ding. Wie anders ist da Musik:

Musik will nichts definieren, nichts erklären, hinterfragen, bestimmen. Musik ist fließend, imaginierend, stimmig immer nur für den Moment, in dem sie erklingt. Musik erschafft ihre eigene Zeit, die den Gesetzen der Physik nicht unterworfen ist. Musik ist - glaubt man den Physikern - nur Schwingung, und versetzt uns doch beim Hören in ganz verschiedene Welten.

Sprache gehorcht und dient unserem Verstand.
Musik aber berührt uns in dem Bereich, den wir Seele nennen.

RENÉ BORNSTEIN
Öffnet man seine homepage sieht man als erstes ein Video: »Torkler | Bornstein beim Palaissommer 2018«.
Klickt man das an, bekommt man einen sofort spürbaren Eindruck von der sanften Macht der Musik dieses Duos und merkt, wie tief man ohne jede Gegenwehr (und ohne, dass man das irgendwie vorher geplant oder gewünscht hat) eintaucht in diesen Klang, in diese hypnotische Welt, versunken in dieses schwebend Leichte, das ebenso unmerklich wie unausweichlich von uns Besitz ergriffen hat.

Tief romantisch klingt ihre Musik, schwebend, fast skandinavisch, leicht wie ein Seidenstoff; spielerisch, aber nie verspielt, stringent, aber ohne Fesseln, magisch im Zusammenklang. Melancholisch? Ja, klar, was sonst. Aber ohne jede Trauer. Ohne jede Schwermut. Ohne jede Last.
Da ist nur Schönheit, pur, ehrlich, unverstellt.

Bornstein ist Bassist, Lehrer und Komponist. Während seines Studiums an der Hochschule für Musik in Dresden lernte er u.a. bei Tom Götze, Sigi Busch und Jäcki Reznicek.
Derweil spielt er mit seinen verschiedenen Bands und Kollaborationen, u.a. bei »TANN«, »Scrootch«, »Vince«, »Mother Pricess« u.a. über 100 nationale und internationale Konzerte im Jahr. Dort gibt es Auszeichnungen und Preise, der bekannteste: 2012 gewann Bornstein mit der Band »Scrootch« beim internationalen Jazzwettbewerb in Avignon | Frankreich den ersten Platz und den Publikumspreis.

René Bornsteins Musik wird gleichsam inspiriert von Klängen der Klassik und der Moderne, er kombiniert auch Elemente des Jazz und Rock, Swing und Bop. Indem er für alle seine unterschiedlichen Bands und Formationen die kompositorischen Grundlagen liefert tragen all diese Ensemble stets seine eigene, charakteristische musikalische Handschrift.

Im Duo mit Wolfgang Torkler verbinden sich zwei bedachtsame Feingeister aufs Allerfeinste. Zart. Phantasievoll. Elegisch.

WOLFGANG TORKLER
Wer seine Solo-Musik kennt, weiß, dass man sich hier im entschleunigten Modus wunderbar entspannt zurücklehnen kann. Konsequent verfolgt er seit fünf Solo- und einem Trio-Album den Weg der Reduktion, der Introspektion, der Konzentration aufs Wesentliche.
Seine Kunst entsteht aus der Stille wie ein Blume aus einem Samen.

Ursprünglich stammt er aus einem Pfarrhaus in Meck-Pomm. Mit 8 Jahren bekam er den ersten Klavierunterricht. Nach der Schule lernte er Elektriker, ging als Beleuchtungsmeister ans Theater in Stralsund, schrieb dort nebenher seine ersten Bühnenmusiken.
Doch die Liebe zum Klavier ließ ihn nicht mehr los, er ging nach Dresden und studierte an der hiesigen Hochschule für Musik Jazzklavier und Komposition.
Nach Diplom, Aufbaustudium und Meisterklasse ging er nach Boston | USA ans renommierte »Berklee College of Music«, studierte dort lateinamerikanische und Filmmusik.
Zurück in Deutschland begegnete er dem Schauspieler Rolf Hoppe, mit ihm entwickelte sich ab 1998 eine intensive Zusammenarbeit.

Zusammen mit René Bornstein am Kontrabass gelingt Wolfgang Torkler eine wunderbar fließende Musik der Sehnsucht und der Weite, der Schönheit und und des Abendlichts.
Beide lieben sie den Klang, lassen ihm alle Zeit zum Blühen und bringen so eine zärtliche Bedachtsamkeit in unsere oft so gehetzte Welt.

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