Klassikkonzert | Duo Pohadka | Lydia Hammerbacher und Johannes Krebs

Konzert
20:00 Uhr
Klassikkonzert | Duo Pohadka | Lydia Hammerbacher und Johannes Krebs

Info

Programm:
F. Schubert (1797-1828)
Arpeggione- Sonate in a-Moll D 821
Allegro moderato
Adagio
Allegretto
L. Auerbach (*1973)
24 Präludien für Violoncello und Klavier
****
J. Brahms (1833-1897)
Sonate Nr.2 F-Dur für Violoncello und Klavier, op. 99
Allegro vivace
Allegro affettuoso
Allegro passionato
Allegro molto
„Ja, was ist denn heutzutage Musik, was Harmonie, was Melodie, was Rhythmus, was Inhalt, was Form – wenn dieses Tohuwabohu in allem Ernste Musik sein will?“, schrieb der berühmte Komponist und Musikjournalist Hugo Wolf nach der Uraufführung der 2. Sonate für Violoncello und Klavier von Johannes Brahms. Was damaligen Ohren noch fremd und abstoßend erschien, zählt heute zu den großen und beliebtesten spätromantischen Werken der Kammermusikliteratur, nicht zuletzt wegen der für Brahms typischen kantablen und schwelgenden Melodielinien.
Auch die Komponistin Lera Auerbach bricht mit den Hörgewohnheiten, die das heutige Konzertpublikum mit 24 Präludien assoziiert. Wie schon Johann Sebastian Bach in seinem berühmten Klavierzyklus „Das Wohltemperierte Klavier“ verbindet Auerbach die 24 gängigen Tonarten in Dur und Moll zu einem Werk. „Doch Etwas Vertrautes zu betrachten, aber aus einer unerwarteten Perspektive, ist eine der besonderen Eigenschaften dieser Stücke - sie sind oft nicht das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen.“, so die Komponistin selbst. Sie „verwende verschiedene Musikstile, aber dieser Polystilismus … kein Ziel an sich [ist], sondern ein Versuch, unsere eigene kaleidoskopische Zeit voller Widersprüche zu erkunden, mit ihrem Wahnsinn, ihrer Einsamkeit, ihrer Brutalität und ihrer schmerzenden Nostalgie für verlorene Unschuld.“ Nachdenklich, liebevoll und fröhlich leiten Cello und Klavier den Abend ein mit der berühmten Arpeggione Sonate von Franz Schubert.
Die Pianistin Lydia Hammerbacher und der Cellist Johannes Krebs begegneten sich in ihrer gemeinsamen Zeit an der Hochschule für Künste in Bremen und musizieren seit über zehn Jahren ...Mehr anzeigen regelmäßig als Duo Pohádka.
Lydia Hammerbacher begann bereits früh mit dem Klavierspiel. Schon während der Schulzeit war sie Preisträgerin vieler Wettbewerbe, wie beispielsweise des Nürnberger Klavierwettbewerbs oder des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert. Anschließend hat die Pianistin bei Claudia Birkholz und Günther Herzfeld an der Hochschule für Künste Bremen studiert. Dort war sie ebenfalls als Korrepetitorin der Violinklasse von Professor Thomas Klug tätig.
Zehn Jahre war Lydia Hammerbacher Pianistin des Klaviertrios Manuk, mit dem sie im Jahr 2014 mit dem 1. Preis des Wettbewerbs „Riviera Etrusca 2014“ in Piombino in der Kategorie „Kammermusik“ ausgezeichnet wurde.
Die Nachwuchsarbeit ist ihr in vielerlei Hinsicht wichtig. Sie war Mitbegründerin und Leiterin des Jugendensembles Neue Musik in Bremen.
Johannes Krebs ist einer der meist beachtetsten und facettenreichsten Musiker seiner Generation. Nach Cello- und Kammermusikstudien in Hannover, Madrid, Basel und Köln bei Frans Helmerson, Friedrich-Jürgen Sellheim, Klaus Heitz und Reinhard Latzko und Meisterkursen u.a. bei Boris Pergamenschikow, Bernhard Greenhouse, Wolfgang Boettcher, Menahem Pressler, Yehudi Menuhi, gewann er zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben und ist als Solist mit Orchestern und als gefragter Kammermusiker weltweit in Konzertsälen und auf renommierten Festivals zu erleben.
Mit besonderer Leidenschaft widmet er sich auch dem Unterrichten. So betreute er von 2009 bis 2020 eine Celloklasse an der Hochschule für Künste Bremen. Seit 2019 ist Johannes Krebs Professor an der Kunstuniversität Graz. Seine Studierenden gewannen zahlreiche 1. Preise bei Wettbewerben weltweit. Regelmäßig gibt der Cellist Meisterkurse in Deutschland, Spanien, Polen, Italien, Südkorea u.v.m.
2015 übernahm er die künstlerische Leitung des international renommierten Kammermusikfestivals "Musikfest Goslar".
Johannes Krebs spielt auf einem prachtvollen Cello von Carlo Antonio Testore, Mailand 1746.
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