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Jozef Van Wissem ist Avantgarde-Komponist und Lautenspieler. Sein Instrument ist gleichzeitig altertümlich wie ungewöhnlich: die 24-saitige Laute. Sein minimalistisches Spiel des barocken Geräts gründet auf repetitiven Kompositionstechniken und zyklischen Melodien, Überlagerungen und Verfremdungen. Das Resultat wirkt merkwürdig aus der Zeit gefallen, zwischen den Genres pendelnd: nicht Barock und nicht Industrial, weder Neue Musik noch Improvisation. Und doch alles zusammen. Seine zeitlose Musik ist als hypnotisch, minimalistisch und eindringlich atmosphärisch beschrieben und verbindet Schönheit mit einer dunklen, meditativen Note. Seine Texte haben einen mythisch-christlichen Charakter und greifen Themen wie Liebe, Glaube und das Leben nach dem Tod auf, oft mit einem mantraartigen Charakter. Er schlägt eine Brücke zwischen klassischen Traditionen und modernen Klängen wie Drones, Elektronik, Feldaufnahmen und Gesang.
Er arbeitet regelmäßig mit dem Filmemacher und Musiker Jim Jarmusch zusammen, unter anderem am preisgekrönten Soundtrack zu „Only Lovers Left Alive“, für den Van Wissem 2013 den Soundtrack-Preis in Cannes gewann. Außerdem komponierte er die Musik für das Videospiel „Die Sims: Mittelalter“ (2011) und zahlreiche Filme.
Das neue Album „This Is My Blood“ (veröffentlicht im Mai 2026) wird von zwei filmisch-hypnotischen Stücken für Slide-Laute eingerahmt, die Erinnerungen an zeitgenössische, verlassene Landschaften aufrufen. Sie wurden improvisiert und für „Maquina“ komponiert, einen Film, den der Filmemacher Joaquim Pujol während eines psychedelischen Trips in der Wüste von Colorado gedreht hat. Sie erforschen die Dunkelheit der Gegenwart und setzen sich mit persönlichem Verlust auseinander.
The Quietus: "probably the most famous lutenist in the world”.
Yaelllavies Soloprojekt ist eine intime und zugleich innovative Erkundung von Transformation, Erneuerung und Selbstdarstellung. Verwurzelt in den seelenvollen Klängen der Kanun (Qanun) – eine Kastenzither ...Mehr anzeigen ohne Griffbrett mit antiken nahöstlichen Ursprüngen – verwebt ihre Musik reiche Makam-Tonleitern mit modernen Elementen, etwa Drumcomputern. Das Ergebnis ist eine kaleidoskopische Fusion aus Spiritual Jazz, Ambient, Dub, arabischen Melodien und Surf-Rock, die Klanglandschaften erschafft, die sowohl meditativ als auch berauschend sind.
„While the influence of Arabic music dominates, at times it also evokes the mantras of Terry Riley's early minimalist compositions. Furthermore, an almost pop sensibility emerges in the melodies of passages featuring a drum machine.” (vumetre magazine)Weniger anzeigen