Jesper Lindell und seine Mitstreiter The Brunnsvik Sounds gelingt es perfekt, den Geist einzufangen, der weiland durch The Big Pink zog, als The Band dort den Grundstein für eine ganze Generation von Bandprojekten mit gleichberechtigt agierenden Individualisten legten.
In Lindells Fall kommen auch noch andere Inspirationsquellen in Betracht, so zum Beispiel der Memphis Soul, Southern Gospel Flair oder eine Prise transzendenter Spiritualität a la Van Morrison. Letzteres passt zwar nicht ins Bild des Americana-Freundes. Aber es passt zur Haltung, mit der Lindell und seine Musiker ihre Sache mit ohrenscheinlich spielerischer Leichtigkeit, aber emotionalem Engagement und der Routine einer eingespielten Live-Combo angehen. Der junge Musik-Nerd aus der schwedischen Provinz, in Insider-Kreisen schon seit einer ganzen Weile als scheues Musik-Genie gehandelt, präsentiert auf Tonträger und auf der Bühne ein ausgeschlafenes Potpourri von bluesigen und souligen Retro-Stücken.
„Ich bin mit dieser Musik aufgewachsen“, verrät er, „bei uns lief den ganzen Tag über Musik von Neil Young, Bob Dylan oder Van Morrison. Meine Mutter mochte dazu noch David Bowie und mein Vater liebte Wishbone Ash. Das Retro-Ding steckt also irgendwie in mir – und das zeigt sich auch in meiner eigenen Musik.“
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