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Wie jedes Jahr sind die Fans und Publikum dazu aufgerufen Ihre drei Favoriten der sommerlichen Jazzkonzerte in den Bonner U-Bahnhöfen zu wählen. Über die Dauer der Veranstaltungen konnten die Bands via Publikumsabstimmung positiv bewertet werden. Die drei Bands mit den höchsten Zustimmungswerten spielen nun das große Finale im Pantheon Theater Bonn:
DANIEL MANRIQUE SMITH SOLO
BRAZILIAN WINDS
DAD’S PHONKEY FEAT. ACHIM FINK
jazztube.de
DAD'S PHONKEY FEAT. ACHIM FINK: Christian Padberg (vocals + loopmachine) und Achim Fink (trombone + electronics) improvisieren aus dem Nichts heraus. Dabei kann von der Soundmalerei bis zu Songartigem alles passieren: Ist es Jazz oder Weltmusik, Liedchen oder Klanggewitter, Arie oder Basic-Funk? Traumwandlerisch und unterhaltsam schaffen sie musikalische Landschaften, die dem Publikum vertraut zu sein scheinen und, die man doch noch nie gehört hat. Fink und Padberg proben nicht, sie reagieren aufeinander. Immer aus dem Gefühl, immer für den Moment. So wird ihre Performance zu Klanglabor, Konzerthalle, Meditationsraum, Jazzclub und Tanzboden werden. Oder alles zugleich.
Christian Padberg: Gesang, Loops
Achim Fink: Posaune
BRAZILIAN WiNDS: Das frische Quartett vereint brasilianische und lateinamerikanische Stile mit der amerikanischen Jazztradition zu einer eigenen Note, und balanciert gekonnt zwischen verschiedenen Latingrooves und nuancenreichen Improvisationen.
Cristian Faig (Flöte, Gesang, Percussion) studierte klassische Querflöte am Konservatorium Carlos Lopez Buchardo in Buenos Aires. Er lebte dann von 2005 – 2020 in Florianópolis/Brasilien, wo er mehrere Gruppen für brasilianische Musik, Tango, Flamenco, Salsa und klassische Orchester bildete.
Michael Heupel (Flöte) gehört zu den wenigen Jazzmusikern, die sich ausschließlich der Flöte als Hauptinstrument widmen. Die Idee ein Soloprogramm mit eigenen Kompositionen zu entwickeln, begann in der Zusammenarbeit mit Tänzern und wurde mit der Zeit zur Erforschung des Instrumentes ...Mehr anzeigen und seiner klanglichen Möglichkeiten auch und vor allem jenseits der klassischen Spielweise. Seine „Jazz-Wurzeln“ hat Heupel dabei nie verlassen, bezieht sich aber ebenso auf die Musik des 20.Jahrhunderts.
Uwe Arenz (Gitarre) studierte Jazz an der „Hogeschool voor de Kunsten Arnhem“. Seither ist er freischaffend als Musiker und Gitarrenlehrer tätig. Er wirkte in zahlreichen Bands und Projekten im Bereich Jazz, brasilianischer Musik und World Music mit.
Christian Kussmann (Bass) hat in Mannheim und Wien Jazz- und Popularmusik studiert und ist seitdem in verschiedenen Besetzungen mit musikalischen Schwerpunkten in World Music und Jazz aktiv.
Cristian Faig: Gesang, Flöte, Percussion
Michael Heupel: Flöte
Uwe Arenz: Gitarre
Christian Kussmann: E-Bass
DANIEL MANRIQUE SMITH SOLO: Mit seinem Solo-Projekt entwirft der Flötist Daniel eine vielschichtige Klangwelt, in der sich Jazz, lateinamerikanische Musik, freie Improvisation und elektronische Sounds organisch miteinander verbinden. Ausgehend von der akustischen Tradition der Querflöte entwickelt er ein zeitgenössisches Solo-Format, das die Grenzen zwischen Instrumentalist, Ensemble und Produzent auflöst.
Im Zentrum steht ein erweitertes Klangkonzept: Mithilfe von Effektgeräten und Loopstation entstehen live geschichtete Strukturen, die sich in Echtzeit verdichten, überlagern und transformieren. So baut Daniel seine eigenen Begleitungen auf der Bühne selbst – spontan, transparent und immer im Moment verankert. Die Musik bleibt dabei offen und beweglich, geprägt von Interaktion mit dem eigenen Material und einer starken improvisatorischen Handschrift.
Charakteristisch für das Projekt ist der Einsatz zahlreicher erweiterter Spieltechniken. Beatboxing mit der Flöte, Multiphonics und zirkuläre Atmung gehören ebenso zum klanglichen Vokabular wie fein nuancierte Artikulationen und geräuschhafte Elemente. Daraus entsteht ein breites Spektrum an Texturen – von rhythmisch-perkussiven Grooves bis hin zu dichten, schwebenden Klangflächen.
Daniel spielt in diesem Projekt auf C-, Alt- und Bassflöte und erweitert damit zusätzlich den klanglichen Horizont seines Instruments. Das Repertoire ist bewusst vielseitig angelegt: Bearbeitungen von Werken Astor Piazzollas stehen neben Stücken aus der lateinamerikanischen Folklore, Jazzstandards, brasilianischer Musik sowie eigenen Kompositionen und freien Improvisationen.
Das Ergebnis ist ein intensives Solo-Erlebnis, das gleichermaßen intim wie orchestrale Dimensionen erreichen kann – eine musikalische Erzählung, die Tradition und Innovation verbindet und die klanglichen Möglichkeiten der Flöte neu definiert.Weniger anzeigen