Die aus Finnland stammende Sängerin Tuija Komi bereichert den klassischen Jazz-Gesang um Themen, Texte und Töne des Nordens. Sie wagt sich an Pop-Hymnen von Abba und Simply Red, scheut bei „It’s Too Late“ nicht den Vergleich mit Carole King oder bei „Feeling Good“ mit Nina Simone und macht auch bei Balladen wie „Gabriella’s Song“ aus dem schwedischen Film-Hit „Wie im Himmel“ eine blendende Figur. Aber das größte gelungene Wagnis, ihr Alleinstellungsmerkmal, bleibt die Erweiterung des Jazz-Idioms durch die finnische Musik. Mit enormer stimmlicher Ausdruckskraft und nordischem Humor gelingt es Komi, ihr Publikum für sich zu gewinnen: Sie hat Soul, kann scatten wie der Teufel, liebt es zu improvisieren und reizt das ganze Spektrum der Stimme aus, bis hin zum Joiken, dem besonderen Gesang des Sami-Volkes aus Lappland.
Komi hat für ihr Programm die perfekten Begleiter. Peter Cudek am Bass und Martin Kolb am Schlagzeug sorgen für das rhythmische Fundament. Pianist Stephan Weiser schreibt auch die bezaubernden Arrangements.
Tuija Komi Quartett Tujia Komi, Gesang Peter Cudek, Kontrabass Stephan Weiser, Klavier Martin Kolb, Schlagzeug
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