Johannes Brahms: Variationen über ein Thema von Paganini op. 35
Anton Gerzenberg gehört zu den herausragenden Erscheinungen der jüngeren Klaviergeneration. In seiner DNA vereint sich eine hochkünstlerische Familientradition: Seine Mutter ist die Pianistin Lilya Zilberstein, im Jahr 2000 in der Reihe SWR Kultur Internationale Pianisten in Mainz zu Gast, sein Vater ist Trompeter, sein Bruder Pianist und Lyriker. Musikstars wie Martha Argerich gingen in der elterlichen Wohnung in Hamburg ein und aus. Beste Voraussetzungen also für die Selbstverständlichkeit, mit der sich Gerzenberg, dessen Repertoire von der Alten Musik bis zu avancierten zeitgenössischen Werken reicht, in vielfältigen Soloprogrammen und Kammermusikbesetzungen bewegt. Als Kind wollte er Vulkanologe werden; daraus wurde ein Klavierstudium bei Pierre-Laurent Aimard in Köln. Gerzenberg überzeugt durch feinsinnige Differenziertheit, emotionalen Tiefgang und gestalterische Risikofreude. Seine diabolischen Abgründe zeigt er in seinem Mainzer „Teufelsprogramm“.
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