Info
Akryl releast am 16.10.2026 „Fichtenholz“ und sucht damit Antworten auf die schmerzha@e Frage, was von
Kindheit und Menschen bleibt, wenn Orte verschwinden, an denen sie staHgefunden haben – zudem ist es die
erste Single der neuen EP, die im Frühjahr 2027 erscheint.
Es geht um Trauer und Schmerzen aus der Vergangenheit und den Abschied von Coping-Mechanismen: Akryl
erzählt, wie eine Fichte im Garten ihrer Kinderzeit, in die sie Jahre der Kindheit hineingekratzt hat, gefällt ...Mehr anzeigen wurde.
Einfach so. Abgeschlagen und verbrannt, so dass nur Asche zurückblieb. Danach beginnt Akryls eigener Prozess
aber erst, denn ein Stumpf aus Einsamkeit bleibt in ihr zurück: „Über ihm die Zeit mit ihrer kalten Säge in der
Hand. Ich wusste nicht, wohin mit ihr und hab sie a=ackiert, fraß sie in mich hinein, Jahr für Jahr und Stein für
Stein.“
Es gibt weder Small Talk noch Masking, wenn Akryl die vierte Wand durchbricht und die Zuhörenden anspricht:
„Sag mir, ist es bald vorbei? Hol mich ab, hol mich ab, hol mich ab, hol mich raus.“ Der Track nähert sich einer
Linie, hinter der es eine emoPonale Triggerwarnung braucht: „Gib mir was, gegen Lebensmüdigkeit. Ich werde
alt, in meiner Dauereinsamkeit.“ Jede Zeile ein präzises ausgeleuchtetes, Bild, wie das vom Überrest der Fichte:
„Die Asche hab ich mir dann in den Mund gestreut, damit nicht nur der bi=re Nachgeschmack von Abschied bleibt.
Ich musste meine Kindheit erst sezieren, um zu verstehen, warum ich Einsamkeit verschleier und Verlust
romanPsier. Ich drück nen Abschiedskuss auf meine heile Welt, sie schmeckt nach Zucker, während sie vor mir
zerfällt.“
Das fundamentale Gefühl von Einsamkeit ist ein wiederkehrendes MoPv in Akryls Texten. Mit diesem Song
arbeitet sie ihre Struggles mit Depressionen und Abschied auf - Themen, die erstmal ziemlich düster
daherkommen. Akryl aber versteht es, Dunkelheit hell zu erzählen: „Fichtenholz“ ist ein unfassbar schöner,
trauriger, darker Popsong, der zwischen sehr zurückgenommen und subPl einerseits und ultradicht und
schonungslos andererseits pendelt. Und das auf eine schmerzhaU aufrichPge Weise: „Ich versuche aktuell, mich
mit ein paar meiner Verhaltensmuster auseinanderzusetzen, vor allem im Bereich Beziehung und FreundschaU,
die teilweise auf Verhalten und Elternbild in meiner Kindheit zurückzuführen sind.“
Dieser Prozess hat viel aufgewühlt und übersetzt sich in eine Alt-Indie-KomposiPon, die als Intro zu Akryls neuer
Soundwelt fungiert: Über elektronisch verfremdete Gitarren-Schnipsel folgt Akryls Vocoder-lancierter Gesang
den warmen Bassflächen und steigt darauf nach oben zum Ende der ersten Strophe. Dort macht sie eine
bewusste, fast zu lange Pause – danach ist es, als ob man die Augen aufschlägt und sich neben der Künstlerin im
Gras wiederfindet. Sie spielt auf der Gitarre vor, worüber sie nachdenkt, während Satzfetzen aus heranwehender
radio staPc, im Rauschen eines aufschwellenden Chores untergehen. Der Refrain kommt nach zwei Strophen -
einmal. Dann nichts mehr, der Song verklingt: „Hol mich raus.“ Mehr braucht es nicht, um Sog im Brustkorb zu
erzeugen.
Die zart verschlungenen Melodien des Songs – im Kern eine inPme AkusPkgitarrenballade – werden von modular-
synthePschen Soundscapes, Field-Recording-Fragmenten und einer sanUen elektronischen Kickdrum getragen.
Diese ProdukPonsart präsenPert auch den Signature-Sound der neuen Akryl-Stücke, denn der Klang der zweiten
EP wird von einer organisch flackernden Atmosphäre geprägt: „Ich möchte dieses flirrende Gefühl vermi=eln, das
man bekommt, wenn man etwas Intensives ganz nah miterlebt hat.“Weniger anzeigen