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Darf man in Zeiten wie diesen überhaupt noch einen schönen Abend haben? Oder müssen wir es am Ende sogar?
Jürgen Becker, der Welt- und Kölnversteher, begrüßte sein Publikum 28 Jahre in der legendären Kabarett-Sendung "Mitternachtsspitzen" mit den Worten: „So, da wollen wir uns mal einen schönen Abend machen!“ ... Allerdings stellt sich nun gleich eine schwerwiegende Frage: Darf man in Zeiten wie diesen, in einer Welt wie unserer, mit Despoten wie ebenjenen, überhaupt noch einen schönen Abend ...Mehr anzeigen haben? Oder muss es sogar? In seinem neuen Programm, das im Januar 2027 Premiere hat, geht er der Sache auf den Grund.
Denn was zunächst klingt wie rheinische Gemütlichkeit, führt bei den politischen Kabarettisten Becker direkt ins Zentrum der Gegenwart. Und mitten hinein in die große Frage, wie viel Geselligkeit eine Demokratie braucht, damit sie nicht nur funktioniert, sondern auch wirklich lebt. Mit Witz, Wissen und der ihm eigenen Lust an historischen Seitenstraßen erzählt Becker von der Aufklärung, von Wirtshäusern, freier Platzwahl und der revolutionären Kraft des Zusammensitzens. Denn wer miteinander trinkt, singt, redet und streitet, ist noch lange nicht verloren. Vielleicht sogar beginnt Demokratie nicht etwa im Parlament, sondern vielmehr am Tisch nebenan.
Natürlich geht das alles bei Jürgen Becker nicht ohne Musik. Die eingängigen Musikzitate und Melodien sorgen dafür, dass an diesem Abend niemand aus dem Takt kommt — und jede Pointe ihr ganz eigenes Hit-Potential entfaltet. Und so führt Becker, dieser kölsche Universalphilosoph, sein Publikum schließlich und endlich zur segensreichen Erkenntnis, dass auch in einer Welt wie dieser rein gar nichts gegen einen schönen Abend spricht. Außer vielleicht ... „dä rischtisch dicke Kopp“ am nächsten Morgen ...Weniger anzeigen