Experimentalfilme gehören zu den frühesten und radikalsten Annäherungen des Kinos an die Stadt. Lange bevor urbane Räume zum selbstverständlichen Schauplatz fiktionaler Erzählungen wurden, erkundeten Filmemacher:innen ihre Dynamik mit den Mitteln von Montage, Rhythmus, Bewegung und Licht. Die Stadt erscheint dabei nicht als bloße Kulisse, sondern als Geflecht aus Straßen, Fassaden, Brücken, Verkehr und Menschen – als ein Organismus, dessen Energie sich erst im filmischen Blick entfaltet.
Im Rahmen unserer Reihe »Kino über der Stadt« zeigen wir eine Auswahl von Klassikern und wiederzuentdeckenden Perlen der Filmgeschichte, die das Verhältnis von Kino und urbanem Raum auf unterschiedlichste Weise ausloten. Von den frühen Stadtsinfonien »Regen« und »Aimless Walk« über die pulsierenden Bildkompositionen von Shirley Clarke und Marie Menken bis zu Marguerite Duras' »Les Mains Négatives« und Jem Cohens »A Tale of Two Cities« versammelt das Programm Filme, die die Stadt nicht nur zeigen, sondern in Bewegung versetzen.
A Tale of Two Cities Regie: Jem Cohen | Österreich 2007 | 1 min | 35mm | Ohne Dialog
Regen Regie: Joris Ivens | Niederlande 1929 | 16 min | 35mm | stumm
Go! Go! Go! Regie: Marie Menken | USA 1962 | 12 min | 16mm | Ohne Dialog
Bridges-Go-Round Regie: Shirley Clarke | USA 1958 | 4 min | 16mm | Ohne Dialog
The Wonder Ring Regie: Stan Brakhage | USA 1955 | 6 min | 16mm | Ohne Dialog
Adolf Winkelmann, Kassel, 9.12.1967, 11.54h Regie: Adolf Winkelmann | Deutschland 1968 | 8 min | 16mm | Ohne Dialog | mit Adolf Winkelmann
Les Mains négatives Regie: Marguerite Duras | Frankreich 1978 | 14 min | 35mm | Originalfassung mit deutschen Untertiteln | mit Marguerite Duras
Aimless Walk Regie: Alexander Hackenschmied | ČSR 1930 | 9 min | DCP | Originalfassung mit englischen Untertiteln
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