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Mos Def (2013 live in Stuttgart) © Hannes Mezger

Viel Zeit ist vergangen, seit Mos Def 1999 sein Debütalbum mit dem Namen "Black on Both Sides" veröffentlichte. Seit 2012 nutzt er den Namen Yasiin Bey. Am 8. Juni bot sich im LKA-Longhorn in Stuttgart die Gelegenheit zu einer Bestandsaufnahme.

Bierflaschenklirren in der Abendsonne, das Flaschensammler aus Stuttgart nur so anzieht. Rund um das LKA Longhorn versammelt sich eine wilde Mischung an Leuten, auffallend viele Frauen. Alle scheinen zufrieden.

Das Gerücht, Mos Def werde pünktlich um 21 Uhr beginnen, treibt die Menge in die Halle. Doch er lässt noch eine Weile auf sich warten. Von der Bühne schallen neben Klassikern von Pete Rock und Notorious BIG sanfte R’n’B-Nummern herunter. Als Yasiin Bey dann endlich die Bühne betritt, fliegen die Hände in die Luft – lauter Applaus. In schwarzen Slippern, aber sonst ganz in weiß gekleidet, begrüßt er das Publikum. Die Erwartungen sind hoch.

Show ohne Konzept

Ein Abbild seines musikalischen Schaffens in eine Show zu packen, ist nicht leicht bei solch einer Bandbreite an Alben, Features und Projekten. Wobei dies wohl auch nicht Mos Defs Anspruch ist.

Der Boogie Man lächelt viel, dreht sich im Kreis und trällert Botschaften wie "Life is too real". Einige irritierte Blicke im Publikum bleiben nicht aus. Dann rappt er eine Nummer, singt wieder, dreht sich im Kreis, tanzt mit seinem Retro-Mikrofon. Erstes Augenrollen bei den Jungs mit den New Era-Kappen an der Seite. Mos Def bekommt davon nichts mit, er singt. Die Unterhaltungen im Publikum nehmen zu. Herr Bey bekommt auch hiervon nichts mit, er dreht sich im Kreis.

Dass man bei Mos Def keine reine HipHop-Show erwarten sollte, ist bekannt. Doch die Show lässt kein Konzept erkennen, kein Spannungsbogen zeichnet sich ab. Ob er eine Playlist hat? Eine Antwort hierauf ist nicht notwendig, denn gelesen hätte er sie sowieso nicht: das Im-Kreis-drehen scheint wichtiger.

Doch die Legende aus Bed Stuy liefert tatsächlich auch Überraschungen, zum Beispiel eine bisher unveröffentlichte Nummer auf einen Beat von Oh No. Diese Schmankerl sind aber rar gesät. Und bei George Michaels Careless Whisper wird es den meisten Gästen zu viel: Es gibt zwar keine Pfiffe, aber deutlich gelangweilte Enttäuschung in den Gesichtern. Das Ausbleiben der Zugabe-Rufe am Ende der Show scheint ihnen Kritik genug.

Yasiin Bey aka Mos Def, am 08.06.2013 in Stuttgart

Fotostrecke

Bericht, Fotos: Yasiin Bey aka Mos Def live im LKA-Longhorn in Stuttgart
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