HEIMSUCHUNG – EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE Deutschland, Frankreich 2026, R: Volker Schlöndorff, Spiel, 118 min.
Am Ufer eines märkischen Sees entsteht Anfang der 1930er Jahre ein modernes Haus, geplant von einem Architekten (Lars Eidinger) und seiner Frau (Susanne Wolff), die dort ein neues Leben beginnen wollen. Doch mit den politischen Umbrüchen des Jahrhunderts wechseln die Bewohner und Besitzverhältnisse. Zu ihnen gehört ein jüdischer Tuchfabrikant (Ulrich Matthes), der das Grundstück durch die nationalsozialistische Verfolgung verliert. Nach dem Krieg wird das Haus in der DDR erneut zum Lebensmittelpunkt, unter anderem für eine aus der Emigration zurück gekehrte Schriftstellerin (Martina Gedeck) und ihre Familie. Volker Schlöndorffs Verfilmung von Jenny Erpenbecks Roman “Heimsuchung” bricht dessen komplexe Struktur zugunsten einer mehr linearen Erzählweise auf und bündelt die Handlung um wenige zentrale Figuren, deren Lebensgeschichten sich über mehrere Jahrzehnte miteinander verweben. Aus ihren persönlichen Schicksalen entfaltet sich ein Panorama deutscher Geschichte von der Weimarer Republik bis in die Zeit nach der Wiedervereinigung – erzählt aus der Perspektive eines Hauses, das alle Veränderungen überdauert.
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