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In der Reihe "Künstler aus der Region" findet in Anwesenheit der Künstler, Stefan Sill und Eckard Schauß
am Sonntag, den 25. Oktober um 15:00 eine Vernissage statt.
Stefan Still verbindet in seinen Skulpturen eine kraftvolle, archaische Formsprache mit einer feinsinnigen, fast meditativen Ruhe. Seine Arbeiten oszillieren zwischen Abstraktion und Figuration und erzählen dabei auf subtile Weise von menschlichen Erfahrungen, Emotionen und Strukturen.
Besonders auffallend ist seine Fähigkeit, rohe Materialien wie Holz und Metall in organische, beinahe atmende Formen zu überführen.
Still nutzt bewusst die natürlichen Eigenschaften seiner Materialien – die Maserung, Risse, die Schwere des Metalls – als integrale Bestandteile seines künstlerischen Ausdrucks. Besonders Holz wird bei ihm nicht einfach bearbeitet, sondern „erzählt“ weiter. Man spürt, dass jede Skulptur einen eigenen Charakter entwickelt, der durch präzise Eingriffe verstärkt wird.
Die Oberflächenbehandlung ist reduziert und respektiert die natürliche Schönheit des Materials – eine sehr zeitlose, erdverbundene Herangehensweise.
Eckard Schauß versucht mit seinen Bildern das Runde und Eckige im Leben in abstrakter Symbolik unter einen Hut zu bringen. Feine, exakte farblich zurückhaltende kleinformatige Zeichnungen neben großflächig angelegten mit kräftigen Duktus farbintensiv aufgetragenen Malflächen, filigrane Abbildungen und fast grobe, mit wenigen Strichen fixierten Formen. Dinge und Menschensymbole haben eine feste äußere Form. Die eckigen, runden oder ovalen Konturen zeigen ein buntes Innenleben, ein Innenleben, das durch die Kombination aus Formen, Farben und Symbolen unendlich scheint.
Eckard Schauß hat zunächst begonnen, sich intensiver mit der Zeichnung zu beschäftigen. Fast geometrisch exakt entwarf er Bilder, konstruierte eigene Welten mit einem klaren linearen Ansatz, mit dem Bleistift, später dann mit Farbstiften, um so in erster Linie eine mildere Stimmung zu erreichen. Die Zeichengeräte ...Mehr anzeigen verschwanden, der Strich wurde ohne Hilfsmittel gesetzt, zunächst immer noch nur Geraden und Kurven, dann aber setzt ein Übergang zu organischen Formen ein. Man erkennt Konkreteres, Figuren lassen sich identifizieren, Ensembles werden sichtbar, Zusammenhänge lassen sich ablesen.
Die Komposition der Formen entsteht meist auf kleinen Handskizzen und wird im entsprechenden Format auf die Leinwand oder das Papier übertragen. Die Ausgestaltung und Farbgebung mit unterschiedlichen Maltechniken wie Öl, Bleistift, Buntstift, Tusche und Aquarell geschieht dann eher spontan. Als Chemiker im Ruhestand ist es ihm eine Herzensangelegenheit, die vergangenen Schaffensjahre in einem repräsentativen Querschnitt zeigen zu dürfen.Weniger anzeigen