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Bio
Die Osnabrücker Singer/Songwriterin Tina von Garrel ist seit inzwischen einem Jahr solo unterwegs und spielt Gigs in ganz Deutschland. Ihre Wurzeln liegen im American-Rock der 80er und 90er Jahre, den sie immer wieder mit Country- und Folkelementen mischt. Dabei hört man Anklänge an ihre musikalischen Vorbilder Melissa Etheridge und Sarah Bettens ebenso heraus, wie ihren unverwechselbaren eigenen Stil.
Die Sängerin, die schon in zahlreichen Bands und Formationen gespielt hat, und auch im elektronischen Bereich mit ihrem Projekt Artistic Sound Erfolge zu verbuchen hat, spielt "live and alone" im Stile einer klassischen Singer/Songwriterin, weitab vom Mainstream, dabei aber immer wieder ohrwurmlastig.
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Interview
Wann und wie habt ihr angefangen gemeinsam zu musizieren?
Ich bin ja nur allein, also erübrigt sich die Frage eigentlich. Aber da sich mein Solo-Projekt auch über lange Zeit erst "entwickelt" hat, berichte ich einfach darüber.
Ich habe zwar immer schon solo Musik gemacht und habe auch einige wenige Auftritte gespielt, war aber ansonsten immer in Bands eingebunden und habe darum nie die Zeit gefunden, mich wirklich intensiv um ein Solo-Programm zu kümmern. Der Plan existierte aber schon seit einigen Jahren, so dass ich mich Mitte 2007 endlich entschloss eigene Songs zu schreiben.
Ab Mitte 2008 konnte ich dann endlich meine Pläne in die Tat umsetzen und spiele seitdem möglichst viele Auftritte solo und lasse seitdem Band-Projekte, mit denen Konzerte geplant sind, an zweiter Stelle laufen.
Was ist das Besondere / Eigene an eurer Musik?
Zwar sind Singer/Songwriterinnen zur Zeit in den Medien "in", aber in der lokalen Musikszene ist es immer noch so, dass es eher selten ist, dass Frauen allein mit der Gitarre auf der Bühne stehen.
Vor einigen Wochen habe ich z.B. auf einem Festival gespielt, bei dem ich unter lauter Rock- und Punk-Bands war und damit natürlich extrem herausstach. Damit erarbeitet man sich schnell den Ruf als "ungewöhnlich", weil das Publikum sich die Auftritte merkt, die irgendwie anders waren. Wenn dann plötzlich die Lautstärke weg ist, wird man als Zuschauer aufmerksam.
Das ist zum einen mein Nachteil, weil ich oft gegen komplette Formationen anspielen muss, zum anderen ist es aber auch ein Vorteil, weil man nicht zum "Einheitsbrei" gehört.
Welche Liveclubs könnt ihr aus Musikersicht empfehlen? Warum?
In diesem Jahr gefiel mir persönlich der Auftritt im "Kingston" in Bersenbrück am Besten. Eine nette Kneipe mit nettem Veranstalter, einem angenehmen Publikum und einer entspannten Live-Atmosphäre.
Den Laden kann ich nur jeder Band empfehlen!
Wo würdet ihr nie wieder auftreten? Warum?
Ich habe in diesem Jahr ja leider noch nicht so viele Auftritte gespielt und kann nur sagen, dass ich bisher überall sehr nett empfangen und in jedem dieser Läden wieder spielen würde. Mal schauen, was die Zukunft bringt, aber ich würde mich mehr freuen, auch im nächsten Jahr diese Frage noch nicht beantworten zu können.
Auf welchen Fan wärt ihr so richtig stolz? Warum?
Ich wäre natürlich wahnsinnig stolz darauf, wenn meine musikalischen Vorbilder meine Musik mögen würden. Das wäre denke ich für jeden Musiker das allergrößte Kompliment.
Was sind eure Lieblingsbands?
Meine Lieblingsbands und Lieblingsmusiker kommen hauptsächlich aus Amerika. Zwar höre ich jede Art von Musik, geprägt haben mich aber Musikerinnen wie Melissa Etheridge, Ani DiFranco, die Indigo Girls und Singer/Songwriterinnen im Allgemeinen. Zwar hört man es nur selten heraus, aber Bands wie The Butchies, Sleater-Kinney etc. haben einen großen Einfluß auf meine Musik gehabt.
Welche Alben betrachtet ihr als legendär?
Meine persönlichen Favoriten kann ich immer mit konkreten Lebensphasen und Erinnerungen verbinden. Sie haben also so gar nichts mit den musikhistorischen Meilensteinen zu tun. Meine Lieblingsalben haben nur einen persönlichen Wert und sind nicht mal immer qualitativ aussergewöhnlich wertvoll.
Das für mich prägenste Album ist immer noch "Brave and crazy" von Melissa Etheridge. Mein absoluter "All time favorite". Weiterhin liebe ich "To hell with love" von Suzanne Rhatigan und "The Texas Campfire Tapes" von Michelle Shocked, eine alte Bandaufnahme von einem spontanen Lagerfeuerkonzert von ihr, absolut super. Man hört sogar die Trucks und Grillen im Hintergrund.
Absolut legendär ist für mich auch das Album "New moon daughter" von Cassandra Wilson!!!
Nicht zu vergessen ist das erste Album von Ani DiFranco. Sie allein mit ihrer Gitarre spielt ein komplettes Album ein. Das hat mich total begeistert und mich zum ersten Mal auf die Idee gebracht, dass man ja auch allein "sein Ding" machen kann.
Welche Alben sehen nie das Innenleben eures CD-Players?
Gute Frage. Eigentlich gibt es bei mir kaum Grenzen, was die Musikrichtung angeht. Es gibt aber einige Sachen, die ich einfach niemals allein zuhause hören würde. Moderner Schlager geht meiner Meinung z.B. gar nicht, aber auch der deutsche "Gangsterrap" (???) a la Sido und Bushido würde niemals den Weg in meinen CD-Player finden.
Seid ihr ganz zufrieden mit eurem aktuellen Songmaterial? Arbeitet ihr an neuem? Was wird anders?
Ich arbeite zur Zeit fleißig an neuen Songs und merke, dass ich immer zufriedener mit meinem Material werde. Die alten Sachen rutschen damit dann in der Favoritenliste immer weiter nach hinten, auch wenn es einige der alten Songs gibt, die ich einfach unheimlich gern spiele.
Wie würde der Titel eurer Bandbiografie lauten?
Da würde ich spontan den Namen eines meiner neuen Songs wählen: "I'm doing it for satisfaction". Ich habe mich mal gefragt, warum ich eigentlich schon so lange Musik mache und habe festgestellt, dass es mir nicht um Bekanntheit oder Geld geht, sondern um die "Befriedigung". Jeder, der schon mal auf ner Bühne stand oder einfach nur regelmäßig zu Hause Musik macht, wird das verstehen. Es gibt kaum ein tolleres Gefühl.
Mit welchen Bands würdet ihr euch am ehesten in eine Schublade stecken lassen?
Ich würde mich wahrscheinlich am ehesten mit den amerikanischen Singer/Songwriterinnen in eine Schublade stecken lassen, die seit den 80ern die Acoustic- und Folk-Rock-Szene in Amerika geprägt haben. Und natürlich mit allen, die hier in Deutschland davon beeinflußt wurden.
Die Schublade, in die mich gern stecken würde, wäre die Singer/Songwriter-Tradition von Musikern wie Damien Rice, die sich einfach mit ihrer Gitarre auf den Weg gemacht haben und über die Straßenmusik begannen die Musikszene zu erobern. Für den Mut zu so einem Weg habe ich größten Respekt.
Mit welchen Bands würdet ihr euch auf keinen Fall vergleichen?
Ich glaube, da geht es gar nicht so um andere Bands oder Musiker. Was ich absolut nicht leiden kann, sind die Menschen, die einen nicht ernst nehmen und in die Schublade "nettes Mädchen mit Gitarre" stecken und einem dann noch wohlwollend auf die Schulter klopfen. Allerdings bin ich da ja selbst dabei, um das Gegenteil zu beweisen.
Wo und mit wem würdet ihr am liebsten einmal auftreten?
Mein Traum wäre es, einmal im Vorprogramm von Melissa Etheridge zu spielen. Sollte ich das mal schaffen, kann ich mir danach neue Ziele setzen.
Was war bislang euer größter Erfolg?
Also mein persönlicher größter Erfolg war wohl die Auszeichnung als "Bester Soloact" bei der "Goldenen Säge" 2008 in Osnabrück. "Die goldene Säge" ist ein Straßenmusikfestival in Osnabrück und ich war 2008 eher zufällig dabei. Dass ich dann noch einen Preis gewonnen habe, hat mich sehr dabei unterstützt, mein Solo-Programm in die Tat umzusetzen.
Wo und wann habt ihr euren besten Gig gespielt?
Gute Frage. Da sollte man vielleicht das Publikum fragen. Ich versuche, bei jedem Konzert mein Bestes zu geben und habe jedesmal Spaß dabei, sonst würde ich es denke ich nicht mehr machen. Darum ist es für mich sehr schwer zu beantworten, wo ich nun am Besten war. Ich glaube, wenn man einfach versucht, alles zu geben, kann jeder Gig gut werden.
Wo und wann ging alles total schief?
Man hat wohl immer einige Pannen bei Konzerten. Mir ist z.B. bei einem Konzert immer wieder gern kurzzeitig die Gitarre ausgefallen, so dass ich mehrmals interbrechen musste. Das ist dann zwr blöd, aber nunmal normal bei Live-Musik. Ansonsten ist bei meinen Solo-Gigs noch nicht all zu viel schief gelaufen. Von meinen Bandzeiten könnte ich da ganz andere Geschichten erzählen...
Wann würdet ihr sagen "Wir haben es geschafft?"
In dem Moment, in dem ich zumindest zum größten Teil von der Musik leben könnte.
Wie ist eure Meinung zu regioactive.de? Was müsste eurer Meinung nach die ideale Plattform im Netz bieten?
Ich bin ziemlich begeistert von Regioactive. Bisher habe ich mich hauptsächlich um meine myspace-Seite gekümmert und nebenbei meine offizielle Homepage erstellt, aber Regioactive bekommt auch für mich einen immer höheren Stellenwert.
Im Idealfall müsste eine Plattform den Austausch zwischen den Musikern fördern, so dass man sich einfach und übersichtlich gegenseitig über Austrittsmöglichkeiten und Vermarktungsstrategien im Netz oder in der jeweiligen Region informieren kann.
Auf welchen Internetplattformen seid ihr sonst noch vertreten? Welche nutzt ihr bevorzugt und warum?
Ich versuche jede Plattform zu nutzen, die ich im Internet entdecken kann, so dass ich mich laufend bei neuen Bandportalen anmelde.
Die wichtigste ist aber immer noch myspace, weil einfach dort die größte Community besteht.
Live/Resident History
04.-09. Sept 2009 IFA, Berlin
29. August 2009 Lagerhalle, Osnabrück
20. August 2009 Erdbeerblau, Osnabrück
14. August 2009 Magnus, Bielefeld
01. August 2009 Die goldenen Säge, Osnabrück
30. Juli 2009 Sommerkulturprogramm, Bramsche
26. Juli 2009 Zum grünen Walde, Bielefeld
26. Juni 2009 Haus der Jugend, Osnabrück
20. Juni 2009 KidTsch, Gehrde
13. Juni 2009 Steigenberger Hotel Remarque, OS
12. Juni 2009 Casa Caiombo, Quakenbrück
28. Mai 2009 Erdbeerblau, Osnabrück
20. Mai 2009 Hunteburger Open Air, Hunteburg
17. Mai 2009 Treffen des Frauenbranchenbuch, OS
16. Mai 2009 Maiwoche, Osnabrück
15. Mai 2009 Maiwoche, Osnabrück
13. Mai 2009 Maiwoche, Osnabrück
10. Mai 2009 Venner Folk Frühling, Venne
08. Mai 2009 Salon Jürgenz, Oldenburg
11. April 2009 Ostbunker, Osnabrück
25. Februar 2009 Mojo, Osnabrück
10. Februar 2009 Lutherhaus, Osnabrück
25. November 2008 Erdbeerblau, Osnabrück
15. November 2008 Ostbunker, Osnabrück
08. November 2008 Alte Post, Bramsche
24. Oktober 2008 Kingston, Bersenbrück
15. Oktober 2008 Cinestar, Osnabrück
18. Oktober 2008 Every Woman Radio, Cincinnati
(Airplay)
05. September 2008 Theaterwerkstatt, Quakenbrück
24. August 2008 Tatort, Osnabrück
02. August 2008 Haus der Jugend, Osnabrück
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