Enter Shikari werden zu Recht gehypt und als eine der vielversprechendsten Bands der neueren Zeit betitelt. Doch irgendwann bekommt jeder Höhenflug einen kleinen Dämpfer, denn nur so kann man sich das Konzert in Mannheim erklären.
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Rory Clelow (Enter Shikari)
Live in Berlin, Lido
15.01.2010 © prodigy-net.de |
Vielleicht lag es daran, dass es das letzte Konzert von
Enter Shikari war, aber in der Alten Feuerwache in Mannheim sprang einfach nicht der Funke von der Band zum Publikum über. Dabei haben die Engländer keinen schlechten Auftritt abgeliefert, allerdings auch keinen richtig guten. Sänger Rou, der normalerweise wie ein Derwisch über jeden Flecken Bühne fegt, hat nach der Hälfte des Sets schon fast keine Kraft mehr gehabt, und generell hat es an mehreren Fassaden gebröckelt. Die meiste Zeit über war der Gesang, sowohl von Rou als auch von Bassist Chris Patten, solide und gut, doch nach einiger Zeit kamen kleine Aussetzer hinzu, so dass die besten Parts in
Labyrinth oder
Juggernauts entweder vom Publikum übernommen oder einfach komplett ausgelassen wurden. [
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Enter Shikari (live im Beatpol, Dresden)
Foto: Herr Stern © www.prodigy-net.de |
Die Fans standen dem Spektakel sehr zwiegespalten gegenüber. Auf der einen Seite gab es die vordere Hälfte der Zuschauer, die jeden Atemzug der Band abgefeiert hat, und auf der anderen Seite die hintere Menge, die nur da stand und sich nicht von der Begeisterung der restlichen Fans anstecken lassen konnte. Verstehen kann man beide Reaktionen, denn es ist natürlich immer ein Erlebnis, seine Lieblingsbands und -songs live zu erleben. Allerdings kann es für den kritischeren Fan natürlich nur enttäuschend sein, wenn die Band dann einen mittelmäßigen Auftritt ablegt. Vor allem haben
Enter Shikari schon des Öfteren bewiesen, dass sie andere Live-Qualitäten vorweisen und jede Art von Zuschauer überzeugen können, als sie zum Beispiel Support-Shows für Billy Talent und Linkin Park gespielt haben. Es bleibt zu sagen, dass Enter Shikari zwar leider nicht in Bestform waren, aber man es ihnen dennoch nachsehen kann, da die Engländer bis an ihre Grenzen gegangen sind und dabei noch sehr symphatisch wirkten. Das entschädigt zwar keinen zahlenden Zuschauer an diesem Abend, abschrecken sollte es trotzdem keinen Fan, da Enter Shikari es defintiv besser können und das schon mehrmals bewiesen haben.
Dorothee Nickel
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Kommentar (1 Kommentare vorhanden)
Sven Obe
von Sven Oberreich am Sonntag, 31.01.2010
leider kann ich von der kölner ausgabe nicht viel besseres berichten. der gig sicher nicht der beste aber auch nicht von ganz schlechten eltern - überzeugte die ebbes über 500 besucher nur bedingt. fassungslose nichtanteilnahme - gesteigert bis zum vorzeitigen verlassen der venue - da war mal alles dabei. ob es nun vorrangig am eher mittelmäßigem gig lag oder an der eher sehr jungen klientel die sich hier versammelte - keine ahnung. fest steht, dass das kölner publikum mit dem gezeigten desinteresse den unumstrittenen höhepunkt - die aftershow mit excl. dj set - zum kippen brachte .... und derweil hätte das so schön sein können...
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