Nur selten verlässt Songwriter William E. Whitmore seine Farm in Iowa, um in Europa Konzerte zu spielen. Doch diese werden dann oft zu etwas ganz Besonderem. So auch vor wenigen Tagen im Magnet Club in Berlin.

William Elliott WhitmoreWilliam Elliott Whitmore
Dort saß der einen Hut tragende William E. Whitmore – nur gelegentlich von einem Freund am Schlagzeug unterstützt – auf einem Hocker und sang lediglich mit Hilfe eines Banjo und einer Akustikgitarre über Politik, Verlust und das Leben. Sein raue Stimme fesselte alle sofort und nahm die Zuschauer in der folgenden Stunde auf eine musikalische Reise durch die reichhaltigen Landschaften Blues, Soul und Country mit. Mal erinnerte der Sound von William E. Whitmore dabei an gemütliche, wärmende Lagerfeuermusik, ein anderes Mal an einen wilden Cowboyritt.

William Elliott Whitmore - "Animals in the Dark"William Elliott Whitmore - "Animals in the Dark"
Er genoss seinen Auftritt und Aufenthalt in Deutschland scheinbar in vollen Zügen. Besonders das "Berliner Pilsner" hatte es ihm angetan. So lobte er in seinen zahlreichen Ansagen immer wieder dieses deutsche Bier, das doch um Längen besser schmecken würde, als jenes aus seinem Heimatland USA, besprach mit den Zuschauer das Vorhandensein verschiedener Biersorten und versuchte mit jeweils einer vollen und einer leeren Bierflasche Klänge zu erzeugen, oder er tanzte kurzzeitig mit dem Mikrofonständer herum.

Darüber hinaus begrüßte er per Handschlag auch immer wieder Zuschauer im Publikum persönlich. Und als er schließlich sein Banjo und seine Akustikgitarre wieder in seinen Koffer legte, da hatte man als Zuschauer ein atmosphärisch dichtes Konzert eines Künstlers erlebt, für den Freiheit alles bedeutet. So hat er nicht ohne Grund auf seinen Fingern das Wort "free" eintätowiert und zelebriert vor allem die Country-Musik. Der Musikstil, der für ihn das Lebensgefühl "Freiheit" wohl am besten verkörpert.

Daniel Voigt

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