das publikum elektrisiert
GODS OF BLITZ live im Magnet Club in Berlin
Review/Bericht vom 24.04.2009 | Autor: Daniel Voigt
Tags: Gods Of Blitz
Review/Bericht vom 24.04.2009 | Autor: Daniel Voigt
Tags: Gods Of Blitz
Im Mai 2008 gab die Berliner Band Gods Of Blitz noch die Trennung von ihrem damaligen Frontmann und Bassisten Sebastian Barusta Gaebel bekannt. Am vergangenen Samstag präsentierte sich die Gruppe im Magnet Club in Berlin nun in einer neuen Besetzung. Nico Kozik ersetzt den Ex an Bass und Vocals, und Carsten Brocker ist als neuer Keyboarder dazugestoßen. Der personelle Wechsel an den Instrumenten hat die Band in ihrer statisch geladenen Harmonie glücklicherweise scheinbar kaum gestört.
Zumindest im Magnet Club zeigten sich Gods Of Blitz von diesem bandinternen Wechselspiel unbeeindruckt und bewiesen, dass sich auch an ihrer präsenten Bühnenausstrahlung im Vergleich zu früher nichts verändert hat. Denn weder an Coolness, noch am Spaß an ihrer Musik zwischen Punk, Rock und Rockn’Roll, haben Gods Of Blitz in irgendeiner Weise etwas verloren. Ganz im Gegenteil. Auch die Gabe, den Funken auf Konzerten auf das Publikum überspringen zu lassen, besitzt die Band – wie keine andere – immer noch. So muss der neue Sänger Nico Kozik an diesem Abend nichts weiter tun, als sowohl die alten Songs vom Debütalbum Stolen Horse, als auch die Songtexte zum neuen Album Reporting A Mirage souverän zu singen, um das Publikum mit dem Blitz-Sound zum Ausflippen zu bringen. Der Magnet Club verwandelt sich in kürzester Zeit zu einer wilden Hüpfburg aus Tanzenden und Pogern. Indem der Sänger sich kurz links auf den Lautsprecher stellt, tut er ein Übriges, um das Publikum anzuheizen und für gute Stimmung im Saal und auf der Bühne zu sorgen. Fast könnte man meinen, dass da wirklich ein Blitzschlag ausgelöst wurde, als die Band die Bühne betrat, der nun alle Zuschauer im Saal elektrisiert. Zumindest wird die Bühne links und rechts passenderweise von zwei wie Blitze ausschauenden Leuchtstäben geschmückt. Im Hintergrund blinken, in weißer, leuchtender Farbe, immer wieder die Buchstaben des Bandnamens auf. Der passt wirklich perfekt zur Gruppe, legt man die Ereignisse bei diesem Konzert zugrunde. Zumindest passt alles bis kurz nach 1 Uhr nachts, denn dann endet das Konzert schließlich mit einigen euphorisch gefeierten Zugaben.Es war ein Konzert, das den Saal in eine Hüpfburg verwandelte, das Publikum elektrisierte, und die einzelnen Zuschauer heftig unter Strom setzte. Exakt so, wie jeder Blitz bekanntermaßen unter Strom steht und beim Einschlag in die Erde alles elektrisiert. Bleibt nur die Frage: Was wäre eigentlich, wenn sie nun wirklich die "Gods Of Blitz" wären?
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