nicht nur melancholische tristesse
Blackmarket live im Magnet in Berlin
Review/Bericht vom 04.03.2009 | Autor: Johanna Lange
Tags: Blackmarket The Subways
Review/Bericht vom 04.03.2009 | Autor: Johanna Lange
Tags: Blackmarket The Subways
Wie das Leben so spielt, bot der Montagabend im Berliner Magnet nicht nur das Konzert der großartigen, deutschen Band Auletta, sondern auch ein Rockkonzert von Blackmarket aus Arizona. Harmlos, aber dennoch solide, spielten sie für eine Handvoll Fans.
"Es ist Montag, und ihr seid alle hier bei uns. Danke dafür und prost!" – Klare Ansage des Sängers der amerikanischen Band Blackmarket. Vormals Vorband der bekannteren Band The Subways sind sie jetzt also selbstständig auf Tour und machen dabei auch in Berlin Halt. Leider erweisen sie sich dabei als etwas zu harmlos. Unbestritten großartig und den Gig tragend agiert jedoch durchweg der Schlagzeuger Langdon. Mit einer gnadenlosen Energie donnert er auf sein Instrument ein und zeichnet sich dabei als echtes Highlight aus. Was ebenfalls sehr schön anzuhören ist und im Gesamtkonzept stimmig wirkt, ist der Song White Lie. Melancholisch und live in herrliche Tristesse verpackt. Perfekt! Faszinierend: Der Sänger wirkt jung und schmächtig, doch er verfügt über eine eindringliche Dröhnstimme, die er zwar noch lange nicht ausreizt, die aber dennoch überdurchschnittlich gut ist.Blackmarket haben jede Menge Potential nach oben und nutzen hoffentlich soviel Zeit wie irgend möglich zum Performen. Das nächste Mal in Berlin bitte mit mehr Publikum, denn eine Handvoll Leute ist für diese Band noch lange nicht genug! Und wenn sie sich aus Arizona aufmachen, um Deutschland zu rocken, dann heißt es doch für uns alle: Trotz Regen und Ekelwetter: Arsch hoch und mehr Livemusik checken, mittanzen! Wärmt garantiert die Beine und das Herz!
Johanna Lange
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