mittendrin beim durchstarten AULETTA live im Magnet in Berlin
Auletta Foto: Anne-Laure Fontaine-Kuhn, © regioactive.de
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Fotos: Anne-Laure Fontaine-Kuhn
Foto: regioactive.deEin ganz normaler Montagabend hätte es werden sollen. Und dann passierten Jusch, Alex, Martin und Dan, zusammen besser bekannt als Auletta. Die reinen Fakten mal nackt auf den Tisch gepackt, lassen sie sich wie folgt zusammenfassen: Sie singen auf Deutsch, sehen gut aus und haben Texte mit Inhalt. Nein, keine Tocotronic-Retortenband. Der Unterschied zwischen den Aufnahmen, wie sie auf ihrer Seite präsentiert werden und der Performance live on Stage ist groß und gleichzeitig nichtig. Aufgenommen könnte man sie sicherlich ein- und wegsortieren, je nach Laune in die Kategorie erwachsene Boyband oder eben Mädchenpop. Beides heißt, wir sprechen von einer Mindestqualität, einer eingängigen Singstimme und leicht nachvollziehbaren Texten. Hört man zum Beispiel Ein Engel kein König auf der Bühne live, sind zwar die Lyrics schlechter zu verstehen, aber sie beweisen dabei dennoch einen sehr eigenen und unnachahmlichen Stil. Sehr viel dröhnende Gitarre, brit-poppige Tendenzen und auch instrumententechnisch härtere Momente.
Was Auletta in einer Form bieten, die spätestens seit Abdriften mancher Hamburger Schüler ins allzu Seichte vermisst wurde: Kraftvollen deutschsprachigen Indie. Dabei gelingt ihnen etwas Eigenes, denn sie greifen sich jene Elemente alldessen, was sie selbst gut finden, und daraus formen sie ein neues großes Ganzes. Weswegen Aulettas Ansage "Schrei tanz" auch dringend nachgegangen werden sollte.
Dieser Bericht soll an dieser Stelle mit einem klaren Statement enden: Hingehen! Abfeiern!, wenn Auletta am Samstag, den 7. März, mit dem nächsten Auftritt im Magnet das diesmal Erlebte noch überbieten werden. (Update 4.3.: krankheitsbedingt müssen Auletta diesen Termin leider absagen)