hardcore-punk mit tradition Helmet live im SO36 in Berlin
Helmet, © Brendan Ray
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Als ursprünglicher Punk-Laden ist das Kreuzberger SO36 der ideale Schauplatz für den handgemachten, existentiellen und dabei innovativen Punk des New Yorkers Page Hamilton und seiner Band Helmet. Als Vorväter des Post-Hardcore beziehungsweise Punk-Genres bekannt, wundert es nicht, dass das Publikum geschätzt zu 90% aus Männern besteht. Extrem voll, aber nicht ausverkauft, ist es schwitzig, authentisch – und anfangs zu leise. Doch das Lautstärkeproblem wird schnell gelöst und die Zuhörer, zu Beginn überraschend statisch, beginnen zu den Songs – die sowohl aus dem ersten als auch dem letzten Album entnommen sind – zu springen, tanzen und sogar zu diven.
Page Hamilton, Dan Beeman, Jon Fuller und Kyle Stevenson bestätigen mal wieder, dass sie live noch genialer sind als auf CD und über die Jahre keineswegs an Energie oder Ideenreichtum eingebüßt haben, was aber eventuell auch daran liegen mag, dass von der Urbesetzung nur noch Page Hamilton übrig geblieben ist, der seinerseits in der Szene als Genie gefeiert wird. In Helmets Musik finden sich teilweise Elemente von Jazz, Metal, Indie und natürlich Punk, vor allem aber viel Authentizität und mitreißende Leidenschaft.
Nach Monochrome ist es mal wieder Zeit für ein neues Album, das die letzte Entwicklung von Helmet dokumentiert, die sich publikumsnah zeigen, auf deutsch Berlin begrüßen und einfach aus dem Herzen, den Beinen und dem Handgelenk die Bühne rocken und sämtliche Alt-Fans mitzunehmen wissen auf eine Zeitreise zurück zum guten, alten, regelwidrigen Punk.