Da passt ausnahmsweise der Deckel auf den Topf: "Lauf um dein Leben" heißt der Film, zu dem die deutsche Rockband The Black Sheep einen Song beigesteuert hat, Roadrunner Records das Label, das sie unter Vertrag genommen hat. Die vier Musikerinnen veröffentlichen nun Ende März ihr Debüt: "Not Part Of The Deal".

The Black SheepThe Black Sheep
Was an den "schwarzen Schafen" zunächst auffällt, ist die ungwewöhnliche Namenkonstellation (bei der einzig Gitarristin Johanna aus dem Rahmen fällt): Charly, Aurora, Trish. Man würde wohl kaum vermuten, dass Sängerin Charly und Johanna Schwestern sind. So jung die Damen auch sind, jung ist ihre Band The Black Sheep aus Köln an sich nicht, denn sie existiert bereits seit 2005. In den letzten drei Jahren erspielte sie sich mit ihren englischen Rock-Songs ein Publikum und nahm an verschiedenen Contests teil – es hat sich gelohnt: so zogen sie die Aufmerksamkeit des Labels auf sich. Auch an einem regioactive.de-Contest war die Band bereits beteiligt: Aurora war ins Finale der Suche nach "der/die beste BassistIn" eingezogen.

The Black SheepThe Black Sheep und das Team von Roadrunner Records
The Black Sheep unterschrieben noch 2008 den Vertrag bei Roadrunner. Seitdem ging es Schlag auf Schlag. Die Songs wurden professionell aufgenommen, Videos gedreht (unter anderem für den Film "Lauf um dein Leben", schaut hier) – und ein Album ist für Ende März geplant: Not Part Of The Deal soll es heißen und melodiöse, radiotaugliche Rock-Songs mit einer Prise kantiger Gitarren-Riffs bieten. Nicht nur die vier Mädels bekommen wir zu hören – auf dem Track Unwritten Apology erhalten sie Verstärkung von Aydo Abay, dem ehemaligen Sänger von Blackmail.

"International konkurrenzfähige 'All Girl Bands' im Rock’n’Roll-Geschäft sind immer noch die Seltenheit und an einer Hand abzuzählen. Genau diese Tatsache in Verbindung mit großartigen Songs und ihren mitreißenden Live Shows macht den Reiz von The Black Sheep aus. Wir stellen uns der Herausforderung und gehen voller Zuversicht in dieses Abenteuer!", sagt Roadrunner-Geschäftsführer Henk Hakker. In einer Zeit, in der die Sängerinnen an die Front einer Band drängen (Wir sind Helden, Juli, Silbermond etc.), ist eine reine Frauenformation nichts Besonderes, aber auch nicht selbstverständlich.

The Black SheepCharly mit In-Extremo-Sänger Michael Rhein
© The Black Sheep
Dass sie ihren männlichen Kollegen an den Instrumenten das Wasser reichen können, haben The Black Sheep schon auf Tour gezeigt: Im letzten Jahr waren sie als Supportband von In Extremo unterwegs; Charly durfte in Köln sogar bei der Zugabe Auf's Leben im Duett mit Sänger Michael Rhein singen. Und das Beste: Diese Performance wurde auf die Live-DVD von In Extremo gepackt. "Es war nur etwas ungewohnt, mit so vielen Kameras auf der Bühne und dem dazugehörigen hellerem Licht. Abgesehen davon waren bei dieser Show die meisten Bekannten von uns dabei, sowie auch einige Fans aus Köln und vor allem fast die ganze Abteilung unserer Plattenfirma und unseres Managements. Das ist nochmal ein anderes Gefühl als einfach vor ein paar Tausend unbekannten Leuten zu spielen…", sagt Charly über diese Erfahrung.

Die eigene Tour von The Black Sheep, die Anfang dieses Jahres stattfinden sollte, um das Debütalbum zu präsentieren, muss jedoch kurzfristig abgesagt werden: Schlagzeugerin Trish hat sich am Knie verletzt. Im März jedoch sollen die Auftritte nachgeholt werden. Bis diese Leidensphase überwunden ist, haben The Black Sheep ein kleines Präsent für ihre Fans: Ein Konzert im WDR "Rockpalast", das am 23. Dezember 2008 aufgezeichnet worden ist, wird in der Nacht vom 15. auf den 16. März ausgestrahlt. Als Appetithappen kann man sich vorab einen akustischen Song, der als Zugabe gespielt wurde, online anschauen. Welches Lied es ist, müsst ihr selbst herausfinden: Hier geht's zum Rockpalast!

Dobromila Walasek

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