"nicks gedanken waren an einem anderen ort"

Peter Hayes von Black Rebel Motorcycle Club im Gespräch

Interview vom 02.07.2008
Autor: Dorothee Nickel
Tags: Black Rebel Motorcycle Club   Peter Hayes  

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Nach dem Konzert in der Frankfurter Batschkapp am 21.6. trafen wir beinahe zufällig auf einen entspannten Peter Hayes von Black Rebel Motorcycle Club und führten ein spontanes Interview mit ihm. Er redete ausführlich über den kürzlichen Ausstieg des Schlagzeugers Nick Jago und wie es mit den verbliebenen BRMC-Mitgliedern weitergehen wird. Wäre dem Gespräch nicht der Lärmpegel einer vorbeifahrenden S-Bahn in die Quere gekommen, hätten wir bestimmt noch mehr erfahren können.

Peter Hayes
Peter Hayes von Black Rebel Motorcycle Club
© Universal Music
Ihr habt gestern auf dem Southside Festival gespielt? Wie war es?

Es war gut, großartig, es gibt absolut keinen Grund zur Beschwerde.

Spielt ihr generell lieber in Clubs oder Open Air?

Ich habe keine Vorlieben, beides ist so unterschiedlich.  [Unten weiterlesen ...]


Es wird viel über den Ausstieg von eurem Schlagzeuger Nick Jago geredet. Wie sieht die Lage aus, wird er in ferner Zukunft zurück kommen?

Das hängt völlig von ihm ab.

Er widmet sich Soloprojekten, richtig?

Ja, Nick arbeitet seit ungefähr einem Jahr daran, schon während wir getourt sind. Und das komplette letzte Jahr sagte er Robert und mir, wir sollten uns nach einem neuen Drummer umsehen. Wir haben lange mit ihm geredet und sagten ihm er könne doch beides machen, aber aus irgendeinem Grund fühlte er sich dazu nicht in der Lage. Er wollte lieber seine Zeit mit seinem Soloprojekt verbringen. Aber gleichzeitig musste er mit uns auf Tour gehen, um das herauszufinden. Deshalb sagten wir Nick, dass das keinen Zweck hat und er machen soll, was sein Herz ihm sagt. Leider fasste er es so auf, als ob er gefeuert wäre, was aber nicht stimmt. Er soll seinen Weg gehen und danach bitte wieder zurück kommen. Er soll seine Musik wieder in diese Band bringen.

Aber Leah ist eine großartige Schlagzeugerin und ein toller Ersatz. Wie habt ihr sie kennengelernt?

Ich kenne sie von ihrer Band, die Dead Combo, und sie spielte schon bei The Raveonettes. Sie ist wirklich großartig.

Sie sah sehr konzentriert aus während eurer Show.

Ja, das stimmt und das ist gut. Das soll kein Angriff gegen Nick sein, aber seine Gedanken waren an einem anderen Ort, während er gespielt hat. Er dachte nur daran, wieder runter von der Bühne zu kommen, um an neuen Songs zu arbeiten, die er noch nicht fertig gestellt hatte. Er ging immer geradewegs von der Bühne an seinen Computer und das während er noch Drummer bei uns war. Das war wirklich nicht fair. Er war trotzdem auf den Konzerten immer noch fantastisch, da gab es nie einen Grund zur Ärgernis. Es liegt ganz bei ihm. Wenn er anruft, sofern er denn will, ist es gut, wenn er sich in sein anderes Projekt verliebt, soll er das weiterhin machen.

Ihr habt ein paar neue Songs gespielt. Baby 81 ist noch nicht lange veröffentlicht, aber plant ihr schon das nächste Album?

Ja, Baby 81 ist ungefähr ein Jahr her. Im September haben wir einige Zeit frei, da werden wir mit dem Schreiben fertig werden. Aber sowas braucht Zeit.

Woher nimmst du deine Ideen?

Oh, Herzschmerz (lacht). Herzschmerz in jeder Hinsicht.

Ist denn eurer Leben auf Tour so schwierig?

Nein, das Leben auf Tour macht es in Bezug auf die Familie schwer, aber das geht auch vorüber. Es ist nicht schwer, zugegeben schon etwas ermüdend, aber es ist wunderbar.

Verstehst du dich gut mit deiner Familie?

Nein, eigentlich nicht. Aber ich versuche mein Bestes. 

Dann wünsche ich dir dafür alles Gute. Vielen Dank für deine Zeit und das Gespräch. 

Danke fürs Kommen und das Interview.

Dorothee Nickel

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