"Es gib zwei gute Nachrichten. Die erste Nachricht ist, es wird regnen. Die zweite Nachricht ist, alle Bands sind da." Mit diesen Worten und unter lautem Gebrüll der Menge wurde das vielleicht beste Openair-Festival des Jahres eröffnet: Rock am Ring.
Festivalsommer in Deutschland Jeder der eine Karte ergattern konnte, darf sich glücklich schätzen, denn
Rock am Ring ist – wie immer – ausverkauft. Mehr als 80 Bands sollen vom 6. bis zum 8. Juni nicht den Asphalt, aber die Monitore und Boxen zum Glühen bringen. Los ging es am Freitag auf der Centerstage um 14.30 mit
From First to last, die sich ein letztlich überschaubares Grüppchen an Publikum erspielen konnten. Parallel eröffnete
Steriogram den ersten Tag auf der Alternastage. Mike Skinner von
The Streets zeigte sich bei seinem Auftritt am späteren Nachmittag gut gelaunt, vor allem aber barfuß und zeitweise oben ohne. Eine Unterstützung für das Publikum, den ein oder anderen Regenschauer und die zu niedrigen Temperaturen zu ignorieren und zusammen mit The Streets die Erde beben zu lassen.
Johnossi machte im Club Tent auf sich aufmerksam, indem sie mit einem soliden Auftritt zeigten, dass man mit nur zwei Mann auf der Bühne trotzdem ein ganzes Zelt rocken kann.
Der Höhepunkt des Abends war aber eindeutig der Auftritt von Rage Against The Machine auf der Centerstage. Die Band schaffte es, 80.000 Menschen gleichzeitig springen zu lassen und ihre Fäuste gegen "The Machine" zu erheben. Den Fans waren die Songtexte natürlich geläufig. Sie zündeten Schwedenfeuer und Flaggen an und tanzten darum herum, als wären es Opfergaben an die Band persönlich. Einige werden noch im Zelt Testify oder andere Songs im Ohr haben, während wiederum andere gar nicht erst ins Zelt gehen werden. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie warten alle voller Feierfreude auf den nächsten Tag, wenn es heißt: Tag Zwei für Rock am Ring.
Fotos von folgenden Gigs sind in dieser Galerie:
Animal Alpha, Tokyo Police Club, Bad Religion, Johnossi, Coheed & Cambria, Bullet For My Valentine, Rooney, Rage Against The Machine, Motörhead
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Stefanie Schweizer / Fotos: Jonathan Kloß