aufgelegt 05:2008

Neue Alben von Robert Forster, Die Kleinen Götter, Prinze Low u.a.

CD-Review vom 20.04.2008
Autor: regioactive.de
Tags: aufgelegt   Second Aid   Beehoover   Friendly Rich   Robert Forster   Die Kleinen Götter   Prinze Low   L.S.D.  

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Fast zwei Jahre nach Grant McLennans tragischem Ableben kehrt Robert Forster mit einem umwerfenden Solo-Album zurück. Ebenso intensives kommt von Beehoover aus Stuttgart, während Die Kleinen Götter ihre klare Linie halten und einfach Spaß bringen. Sehr ernst ist es Prinze Low mit seinem beachtlichen ersten Album, während ein anderer Erstling gerade re-released wird: "Third Rail" von L.S.D. ist ein Stück HipHop-Geschichte. Friendly Rich knüpft irgendwie an Weill an, Second Aid leider an zuviele Bands derselben Schublade.

Robert Forster – The Evangelist | Tuition

Robert Forster
Robert Forster
© BB Island
Gleich der Opener auf Robert Forsters fünftem Solo-Album zieht in den Bann und setzt den Fokus: In If it rains singt Forster von "wir", von Veränderung und Zusammenhalt, während die Musik mit zwei Gitarren und Bassbegleitung einen typisch melancholischen Go-Betweens-Song illustriert. Es ist das Thema der Platte: Nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod von Grant McLennan, nach 25 Jahren gemeinsamer musikalischer Wegstrecke mit Trennung und Reunion, war sich Robert Forster nicht sicher, ob er überhaupt jemals wieder etwas aufnehmen würde. It ain't easy…, singt er über einen beschwingten Beat, und man glaubt ihm dies sofort. Dennoch gelingt es ihm mit The Evangelist zu einer überragenden Stärke zurückzufinden. Er knüpft an die letzten erfolgreichen Alben der Go-Betweens an – sowohl musikalisch als auch durch die Musiker, die ihn auf seinem Album begleiten: Wie Oceans Apart der Go-Betweens wurde auch The Evangelist von Mark Wallis und Dave Ruffy in London produziert.
Robert Forster - "The Evangelist"
Robert Forster - "The Evangelist"
© Tuition
Die Band besteht aus verbliebenen Go-Betweens-Mitgliedern und drei der zehn Songs stammen sogar noch aus der gemeinsamen Feder von Grant McLennan und Robert Forster. Das Album bewegt sich zwischen Wehmut, Melancholie, aber auch immer wieder einer gewissen Vergnügtheit. Diese Wechsel, die Forster mit Leichtigkeit glaubhaft vermitteln kann, und die Stärke jedes einzelnen Songs auf The Evangelist, machen dieses Album zu einem großartigen Meisterwerk, das bleiben wird. Die größten Highlights neben den bereits genannten Songs: Demon Days (aus der gemeinsamen Feder), Let Your Light In, Babe (das ebensogut auf Bright Yellow Bright Orange hätte sein können) und das mit Streichern arrangierte From Ghost Town (das zum Abschluß des Albums nochmal alle Emotionen zusammenführt).

Wertung: + + + + + (Markus Biedermann)  [Unten weiterlesen ...]


Die Kleinen Götter – Zuhause | mossBEACH

Die Kleinen Götter - "zuhause"
Die Kleinen Götter - "zuhause"
© mossBEACH music
Seit 11 Jahren gibt es sie nun schon und soviel vorneweg: Von Ermüdungserscheinungen ist bei den Kleinen Göttern keine Spur. Nach ersten Demos zwischen '97-'99, der ersten CD Antipunk 2002 und der erfolgreichen Platte Der Schatz der Riffpiraten, kommt nun mit Zuhause das jüngste Machwerk des Punkrock-Quartetts in alle Läden. Kaum zur Promo hier hochgeladen, stürmte der Track Auf Drei auch schon die DASDING-Netzparade und die regioactive.de-Charts. Man braucht nicht lange darüber nachzudenken, weshalb dem so ist: Es ist einer jener Songs auf Zuhause, die einfach funktioneren, wahrscheinlich sogar egal wo und wann sie gehört werden: Ob auf der heimischen Anlage zum Relaxen oder in der Alternative-Disco zum Abtanzen, es sind der treibende Beat, eingängige Melodien und eine saubere Produktion, die dieses Album sofort zugänglich machen. Die Kleinen Götter erfinden das Rad mit Zuhause ganz gewiss nicht neu, aber sie präsentieren sich als stilsichere Band, die in der Lage dazu ist, echte Hits zu schreiben: Neben Auf Drei sticht vor allem auch der Titel Manifest heraus. Wären alle Songs von diesem Format, hätten sich die Kleinen Götter hier eine Top-Wertung verdient. Leider offenbart die Zusammenstellung von 12 Tracks auch die einzige Schwäche der Band: Etwas mehr Abwechslung auf der in drei Wochen Produktionszeit mit dem Team Hahn&Hahn (Nena, Robocop Kraus) entstandenen Platte hätte nicht geschadet. Andererseits: Man bekommt exakt das, was man von den Göttern erwarten darf, und das ist mehr als gut und macht dazu einfach noch gehörigen Spaß.

Wertung: + + + (Markus Biedermann)

 

Beehoover – Heavy Zoo | Exile On Mainstream

Zooo
Beehoover - Heavy Zoo
© Exile On Mainstream
Wenn man sich zunächst einmal das Cover einer Platte anschaut, kann man vielleicht etwas über die Psychologie einer Band, über ihren Größenwahn oder die Verklärung erfahren, die sie betreibt – oder zumindest etwas über ihr Management. Stellt man dem dann die Musik gegenüber, die man hört, dann kann dabei etwas Passförmiges herauskommen. Vielleicht bleibt man auch achselzuckend sitzen oder langt sich an den Kopf. "Vom Erhabenen zum Lächerlichen ist es nur ein kleiner Schritt", meinte Napoleon mal sinngemäß, und man sieht das nirgends so regelmäßig bestätigt, wie im Fernsehen oder durch Rockbands. Hier muss ich nun lachen: Allerdings nicht aus dem Grunde, weil das Gesamt der Platte albern oder lächerlich wäre, sondern im Gegenteil, weil es Spaß macht, was ich sehe und höre. Auf dem Cover sieht man ein Wesen, das zuerst wie ein Feldhase erscheint, wären da nicht die Antennen, die er anstelle von Löffeln auf dem Kopf hat. Im Hintergrund ist hohes Gras zu sehen. Der Hase schaut ein wenig belämmert drein. Es scheint sich um eine Kohlezeichnung zu handeln, dunkle Töne, ein wenig sepia-geschwängert. Finstere Unruhe herrscht im Bild. Es hat etwas Beklemmendes an sich – wäre das nicht das Feldhäschen, das nun wie der Fehler im Bild wirkt, aber zugleich sein Zentrum bildet. Mit der Musik sieht es ganz ähnlich aus: Auch sie hat etwas Drückendes an sich, kommt tonnenschwer und zugleich aufgewühlt daher. Ihre innere Unruhe rührt von hektischen Arrangements her, von raschen Tempi- und Themenwechseln, ohne dass aber die zehn Stücke dadurch zerstückelt würden: Sie sind wie aus einem Guss. Auch sie hat ihren Fehler direkt im Herzen, denn die Platte quillt über vor entfesselter Spielfreude und Enthusiasmus, ganz im Gegensatz zu der doomigen Eintrübung, die ihren Grundton bildet. Überraschenderweise stecken dahinter nur zwei Kerle aus der schwäbischen Provinz. Diese Riffmaschine wird von einem Bass getragen, der nach zwanzig tiefer gestimmten Gitarren klingt, und einem Schlagzeug, das sich anhört, als ob es mindestens zwei wären. Der gedoppelte Gesang hat dieses energisch-hitzköpfige, eigentlich kindisch-trotzige, wie man es von den Melvins gut kennt. Ganz ähnlich wie bei diesen legt es sich auch bei Beehoover über die Musik und findet im Medium des Gesangs zugleich als Rhythmusmaschine Gebrauch. Auch hier gehen manchmal die Gesangsspuren um Nuancen auseinander, was eine gewisse Dissonanz einführt, die wiederum Spannung erzeugt. Der Gesang ist der Akku in dieser Trommelmaschine. Sicherlich sind die zehn Stücke zunächst nicht besonders abwechslungsreich. Man kann das aber im Falle von Beehoover auch anders herum sehen: Wozu große Klangexperimente wagen, wenn die deutlich hörbare Spielbegeisterung in derselben Form sich immer wieder entzündet? Es handelt sich bestimmt um keinen Meilenstein in der Musikgeschichte. Aber es gibt sicherlich zehntausend aktuelle Scheiben, die es weniger verdient hätten angehört zu werden. Im Zweifelsfall lieber Beehoover – und hier zum ersten Mal eine Höchstnote von mir.

Wertung: + + + + + (Alex Aßmann)

 

Prinze Low – Fenster zur Strooß | Flavamatic

Prinze Low - "Fenster zur Strooß"
Prinze Low - "Fenster zur Strooß"
© Flavamatic
Nach Veröffentlichung seines Mixtapes So wie ich bin, präsentiert der Mannheimer Rapper Prinze Low nun sein erstes Album mit dem Titel Fenster zur Strooß. Neben der offensichtlichen Anlehnung an das Album Fenster zum Hof der Stieber Twins, sticht zunächst der ghettoromantische Snapshot des Cover-Artworks besonders ins Auge. Musikalisch zerstört Lärm nach dem Intro bewusst das bisher melancholisch gebettete Klima – es wird deutlich pumpender. See me cry schlägt mit einem klassischen Soulsample aus dem Hause der Dramatics und dem Feature der Sängerin Laura Bellon hingegen wieder sanftere Töne an. Vielleicht fühlt sich an dieser Stelle noch jemand an Big L erinnert, der mit How will I make it bereits einen gewaltigen Maßstab auf selbiges Sample gesetzt hat. Prinze Low hat für sein Album mit den verschiedensten Produzenten zusammengearbeitet, unter anderem auch mit den Beatgees, die schon Culcha Candela, Rapsoul, Sabrina Setlur und Lady Bitch Ray mit ihrem Sound versorgt haben. Highlight von Fenster zur Strooß bildet der Titel Rap, bei dem der Prinze einen erstklassigen Beat von Scap serviert bekommt, der mit schnellem Geigen-Loop an beste Klangqualität aus Frankreich anknüpft und auf dem sich Low raptechnisch in Bestform präsentiert. Komplettiert wird das gute Stück durch die beiden Rapper Sinuhe aus Wu-Tal und Inferno79 aus dirty Dortmund. Danach folgt das von ersguterjunge Screwaholic produzierte Titelthema Fenster zur Strooß, bei dem auch Mr Mar ein Wörtchen mitredet. Wir pumpen ist ein eher seltsames Interlude, für Bei dir holt sich Low die Unterstützung der ebenfalls ambitionierten Rapper mnemonic und Donato. Knüppeldick wird es wenig später bei 2 Sonz, für das sich der Prinze Timbo King von der Royal Fam aus dem erweiterten Wu-Tang Kreis an Land ziehen konnte. Kevlaar7 greift dazu musikalisch tief in die Shaolin-Soul-Kiste und inszeniert den astreinen "Staten Island"-Flair. Vielfalt ist also reichlich geboten, illustre Gäste tummeln sich sowohl auf Seiten der Produzenten als auch auf der Gastrapper-Liste. Seine eigenen Raps hält Prinze Low rough und straßennah, dennoch fehlt den Reimen streckenweise der letzte Feinschliff. Trotzdem ein beachtliches Debütalbum, mit dem sich Prinze Low deutschlandweit auf die Rechnung setzt.

Wertung: + + + (Andreas Margara)

 

Second Aid – Second Aid| El Diablo Records

Second Aid
Second Aid - Second Aid
© El Diablo Records
Nichts ist festgefahrener als Musik, die in einer Schublade feststeckt. Selbst wenn ein Genre anfangs sehr spannend ist, versprüht spätestens die zehnte Band, die genau wie ihre Vorgänger klingt, einfach nur noch elende Langeweile. Waren dann aber ungefähr 300 Bands mit exakt dem gleichen Sound vor der eigenen Kombo, steckt man irgendwie in einer Misere. Und genau darin befinden sich Second Aid aus Mannheim, die wahrlich nicht schlecht sind, aber irgendwann vergessen zu haben scheinen, ihre eigenen Ideen in ihre Musik einzubringen. Das zeigt sich auf ihrer selbstbetitelten EP Second Aid, die anscheinend den schon langsam grau werdenden Hardcore-Esel reiten will, bis er tot zusammenbricht. Dabei ist die Band technisch gesehen erste Wahl und beeindruckt mit wunderbarem Gitarren- und Bassspiel, einem Schlagzeug, das einem teilweise den Atem nimmt und guten Vocals, denen man das Ganze wirklich abnimmt. Nur verliert das alles seinen Reiz durch einfallslose Arrangements, die man in dieser Art und Weise schon dutzende Male gehört hat und daher in- und auswendig kennt. Die Segel der Platte sind in Richtung klassische Gefilde gesetzt und dabei dürfen natürlich auch die traditionellen Elemente an Bord nicht fehlen. Sei es nun der Fliegeralarm im Opener oder die Filmschnippel mit launigen Sprüchen… irgendwas findet sich immer. Auch die typischen "Call and Response"-Spiele sind dabei, die dann aber leider in jedem Refrain auftauchen müssen: Abwechslung klingt anders. Am Ende steht der Eindruck von grundsolidem Hardcore, der sich keine Experimente gönnt und die Songs dadurch austauschbar macht. Das mag den genügsamen Hardcore-Fan ansprechen, wer Innovationen sucht ist hier aber am falschen Platz.

Wertung: + + (Stefan Berndt)

 

Friendly Rich Presents the Lollipop People – We need a new F-Word | Hazelwood

Lollipop
Friendly Rich presents... - We Need a New F-Word
© Hazelwood
Wo kramt "Hazelwood" aus Frankfurt ("Das Label für den toleranten Stoiker", wie sie sich selbst nennen) nur immer wieder solche Akrobaten und Artisten aus, wie Friendly Rich einer ist? Das wird das Label freilich für sich behalten und auch We need a new F-Word kann diese Frage nicht beantworten. Friendly Rich heißt eigentlich Richard Marsella und hat als Komponist und Musiker seine Brötchen bislang hauptsächlich mit Film- und Fernsehproduktionen in Amerika verdient. Schön, dass Hazelwood ihn von dieser Kette nehmen und verdientermaßen auch in Europa bekannt machen will. Bei den Lollipop-People handelt es sich dabei um seine Live-Band, mit der er jetzt kürzlich in Österreich und Deutschland unterwegs war. Der jugendliche Musikkonsument könnte schnell nörglerisch werden und einwenden: "Das ist doch kein Rock, das ist Kirmesmusik!" Man kann ihm dies weder verdenken noch verbieten, doch sollte man höflich die Gegenfrage stellen: "Na, da hast du wohl recht, aber kennst du nicht die Brecht-Weill-Kompositionen, so z.B. Die Dreigroschenoper?" Schon hat man ein bildungsgeleitetes Gespräch und kann die Frage aufwerfen, ob nicht Rock’n’Roll, wie wir ihn heute kennen, irgendwie nicht bloß auf die Zwanzigerjahre zurückgeht, sondern explizit im Brecht-Weill’schen Konzept eines engagierten Musiktheaters einen Vorläufer hat. Bei Friendly Rich und den Lollipop People liegt diese Frage nah, bzw. alles hängt dicht zusammen: We need a new F-Word hat die Dramaturgie eines Theaterstücks, es werden Geschichten erzählt, zumeist geht es um Leute, die großes versuchen und kaum etwas erreichen. Es ist die liebe- und mühevolle Vertonung solcher Erfahrungen des Scheiterns, denen in 10 rasanten Stücken eine Bühne geboten wird. Folkloristische Einflüsse und Musikzitate bilden unter Verzicht auf klassische Rockinstrumentierung ein hektisches, bisweilen auch dramatisches Gebilde. Wo beispielsweise "The World/Inferno Friedship Society" diesen Braten auch schon gerochen haben und sich aus unerklärbaren Gründen wohl dem Berliner Rotlichtmilieu der Dreißigerjahre hingeneigt sehen (was in etwa so unerklärlich ist, wie sich das Mittelalter zurückzuwünschen), aber eher ironische Selbstdarstellung als Weimarer Proleten betreiben, da hat Friendly Rich ein sensibles Gehör und einen wachen Sinn für den Umbruch, das gesellschaftliche und kulturelle Rutschen und die Bedrohung am Horizont der Geschichte, die auch von Brecht/ Weill ständig erzählt wurden.

Wertung: + + + + (Alex Aßmann)

 

L.S.D. – Watch Out For The Third rail (The Dope Beat Edition) | Melting Pot Music

L.S.D.4
The Dope Beat Edition
© L.S.D.
Als die Achtziger Jahre sich langsam zu Ende neigen ist Rap-Deutschland noch jungfräulich und lediglich eine handvoll Breakdancer beginnen mit Mikro, Plattenspieler und C64 im Hinterstübchen zu hantieren. Die Rede ist unter anderem von Crews wie Rock Da Most aus Berlin, Too Strong aus Dortmund, Advanced Chemistry aus Heidelberg und der Frankfurter We-wear-the-Crown-Posse um Moses Pellham. Erst 1991 sorgen zwei komplett produzierte Alben für großes Erstaunen: Die Fantastischen 4 aus Stuttgart veröffentlichen Jetzt geht’s ab, ernten für ihre deutschen Texte allerdings mehr Spot als Ruhm, und die Formation L.S.D. – Lyrical(ly) Spread Dope – aus Köln releast das wenig später vom Untergrund gefeierte Album Watch Out For The Third Rail. Über das Jazzlabel "Rhythm Attack" erscheint die durch soundtechnische Komplexität verblüffende Scheibe und schlägt schnell hohe Wellen in der noch am Anfang stehenden Rap-Szene. In bester Public Enemy- und EPMD-Manier arrangiert Produzent Future Rock hier ein verstricktes Sampleratequiz, das in seiner verwendeten Anzahl problemlos mit dem im Guinessbuch der Rekorde verzeichneten DJ Shadow-Album Entroducing mithalten kann. Epochales Beatsampeling, bei dem ihm nicht nur James Brown oder Mandrill als Template dienten, sondern auch Snap und Modern Talking ihre Verwendung fanden. Neben der bahnbrechenden Idee, Textauszüge aus Filmen in die Tracks einzuschneiden, besticht besonders der mellow gehaltene Jazzgroove, der mit schnellrasselnden Hardcore-Breaks fusioniert und durch Scratchgewitter der beiden DJs Rick Ski und Defcon belebt wird. Einzig die monoton vorgetragenen Raps auf Englisch von MC Ko Lute wirken noch dilettantisch und wenig ausgefeilt, was kennzeichnend für den Standard der frühen Neunziger war. Die weltweit wegweisenden Produktionsskills der Scheibe hingegen beeindrucken noch heute. Watch Out For The Third Rail ist ein Masterpiece, das 2008 nun in einer Neuauflage erscheint. Die so genannte "Dope Beat Edition" von Third Rail umfasst 38 Titel und toppt damit sogar noch das vor Quantität schon strotzende Original von 1991 mit 27 Stücken und bietet nebenbei auf einer weiteren CD alle Instrumentalversionen. Flashs sind also vorprogrammiert wenn der CD-Player L.S.D. einnimmt!

Wertung: + + + + (Andreas Margara)

 

So werten wir:

+

schnell auf ebay damit, bevor es jemand merkt

++

hier mangelt es an so einigen Ecken und Enden

+++

das kann sich wirklich hören lassen

++++

ein TOP-Album

+++++

das hier kann dir die große Liebe ersetzen

regioactive.de

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