vertrag unter dach und fach [update] Musikvertrieb Indigo bringt "In Rainbows" von Radiohead
Das neue Radiohead-Album kann ab sofort online bestellt werden.,
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die regioactive.de-festivalgalerien Southside 2008 Fotos: Radiohead
Mit einem gewagten Konzept traten Radiohead Anfang Oktober den Kampf gegen den illegalen Download und gegen die Preispolitik der Major-Labels an. Sie bieten seit dem 10.10. ihr aktuelles Album In Rainbows auf ihrer Hompage als Download an. Der Clou: Jeder bestimmt den Preis selbst, für den er das Album kaufen möchte. Lange wurde auch hier wieder spekuliert, ob dieses Experiment gelungen ist. [Update: Laut einem Bericht auf ateaseweb.com distanzieren sich Radiohead von der in der Debatte und im folgenden Absatz auch angeführten Zahlen: "In response to purely speculative figures announced in the press regarding the number of downloads and the price paid for the album, the group’s representatives would like to remind people that, as the album could only be downloaded from the band’s website, it is impossible for outside organisations to have accurate figures on sales," they explained. **]
Die Konsumenten waren laut der Marktforschungsagentur comScore mehrheitlich nur ungerne bereit, Geld für die Musik auzugeben. Lediglich 38 Prozent zahlten etwas für den Download. So haben die restlichen 62 Prozent der Kunden ihren persönlichen Preis bei 0 Dollar ermittelt. Unklar bleibt indes, wieviele Hörer sich noch die Deluxe-Variante des Downloads oder das CD-Album zulegen werden. Es mag ein wenig wie beim Download via P2P zu sein: Man besorgt sich sein eigenes Prelistening/Promo-Album, um einen ersten Eindruck der Scheibe zu gewinnen.
Vielleicht sollte aber die Bereitwilligkeit der 38 Prozent und deren persönliches Preisempfinden für die Plattenindustrie, oder besser Download-Industrie, einmal einen kleinen Anstoß zu dem Versuch geben, die Preispolitik etwas anders zu gestalten. So zogen es 17 Prozent der zahlenden Kunden vor vier Dollar (~2,75 Euro), sechs Prozent zwischen vier und acht Dollar und zwölf Prozent sogar zwischen acht und zwölf Dollar zu bezahlen. So erste Hochrechnungen von comScore.
Wie viele Menschen inzwischen das Vinyl-Paket für 40 britische Pfund bestellt haben ist bisher noch nicht bekannt. Jedoch ist eins klar: Das Album kommt in die Läden. Radiohead haben jüngst einen Vertrag mit XL-Recordings abgeschlossen und Indigo werden die begehrte Platte in Deutschland in die Läden bringen. Und wieder fängt das Verwirrspiel von vorne an: Ein Veröffentlichungsdatum ist noch nicht bekannt. Spekuliert wird allerdings, dass sie mit dem Versand der Vinyl-Box am 11. November zusammenfallen soll. Diese Angaben sind jedoch nicht bestätigt worden, denn teilweise ist auch Anfang 2008 als möglicher Veröffentlichung des physischen Tonträgers im Gespräch. Mal sehen, was die Zukunft so bringt!
** ateaseweb hat noch mehr: Videos eines der Test-Webcasts auf radiohead.tv. Dort soll noch mehr folgen.