Was hat der HipHop-Olymp mit der Tiergartenstr. 13 in Heidelberg zu tun? Und was versteht ein Therapeut unter 'Anerkennung'? Die Antworten gibt Smudo von den Fantastischen Vier.

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Das reguläre Ziel vieler Bands formuliert sich recht einfach: "Ganz nach oben" will man. Aber wo ist dieses "ganz oben"? Im Madison Square Garden? In Hugh Hefners Poollandschaft? Auf der Backstage-Party der Beastie Boys? Für Smudo (alias Michael Bernd Schmidt) und Die Fantastischen Vier war diese Antwort klar: "Wir wollten nur das eine: die Mädchen. Mein Therapeut würde das heute wahrscheinlich mit 'Anerkennung' gleichsetzen." Anerkennung im eigentlichen Sinne erspielten sich die Jungs am Jahrenende 1992. Der Durchbruch mit Die Da!? war abzusehen und schon bald fanden sich die vier Stuttgarter dort wieder, wo alle gerne wären: Ganz oben. Das ging ihnen nicht in New York oder Los Angeles, sondern im Schwimmbadclub in Heidelberg auf. "Der Club war schon rappelvoll, ungefähr 500 Leute warteten auf unseren Auftritt. Wir guckten zufällig aus dem Fenster – und da standen immer noch 1500 Menschen in der Schlange. Viel zu viele, die konnten unmöglich alle in den Laden reinkommen. Ein warmes, aufgeregtes Gefühl durchwehte uns: Die wollen zu uns!"

Der Rest dieser Geschichte, die im Schwimmbadclub ihren Anfang nahm, ist hinlänglich bekannt. Songs wie Picknicker, Sie Ist Weg oder Tag Am Meer sind im schnelllebigen Veröffentlichungskarussel noch lange nicht ausgemustert und die Fanta 4 im kollektiven Gedächtnis vielleicht die deutsche Band der 90er Jahre.  "Ganz oben" fing für Smudo in Heidelberg an, als ihm ein "wir haben ein Publikum, wir haben es geschafft" durch den Kopf schoss. Was noch alles folgen sollte hätte er sich vermutlich auch damals im Schwimmbad Club noch nicht träumen lassen. Mehr über die Anfänge der Fantastischen 4 und Smudos musikalisches Schaffen findet ihr auf Spiegel Online.

Henning Köhler

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