da wackelt die oase

Musikpreis Heppenheim

Review/Bericht vom 12.11.2006 | Autor: Maria Schulz

Tags: Musikpreis Heppenheim  

Location: Oase Heppenheim, Anlass: Der 2. Vorentscheid für
den Musikpreis Heppenheim in der Sparte Rock / Pop. Vier Bands. Keine Cover-Songs. Jede Band hat 30 Minuten, um das Publikum für sich zu gewinnen und die Jury von sich zu überzeugen.

vermilion
Location: Oase Heppenheim, Anlass: Der 2. Vorentscheid für den Musikpreis Heppenheim in der Sparte Rock / Pop. Vier Bands. Keine Cover-Songs. Jede Band hat 30 Minuten, um das Publikum für sich zu gewinnen und die Jury zu überzeugen. Mit dabei: n’Rok aus Bensheim, Vermilion aus Hemsbach, Entweder/Oder und Leaving Society aus Heppenheim.

Die relativ kleine Location füllte sich nach und nach, und war gut ausgelastet, als die zwei Moderatoren die Regeln und die Bands bekannt gaben. Danach ging's auch direkt los. Die erste Band, die antreten durfte, war Leaving Society. Die vier Jungs hatten Premiere - es war ihr erster richtiger Auftritt - und dementsprechend gaben sie alles. Die Melodien eingängig und rockig, allerdings konnte die Stimme des Sängers, die vor allem bei Balladen ziemlich schräg klang, (noch?)nicht vollständig überzeugen. Das Publikum war aber guter Laune, und die vier Heppenheimer Jungs beendeten ihren Gig sichtlich zufrieden und bedankten sich herzlich beim Publikum.

eooasefans.jpgLive...

Als nächstes stand Vermilion auf dem Programm. Bei dieser Band sollte es nun mehr als nur eine Spur härter werden. Emocore der vollen Bandbreite war angesagt. Nach einer kurzen Umbaupause und einigen Problemen mit der Lautstärkeregelung konnten Vermilion endlich loslegen. Und das taten sie auch. Die Crowd war schon nach den ersten paar Tönen wild am moshen. Haare wirbelten, Scheinwerfer wackelten - Pogo war angesagt, und zwar so wild, dass der Security-Mensch sich in die Menge stellen und schlichten musste. Auch wiederholte Aufrufe des sympathischen Frontmanns, dass sich doch bitte alle lieb haben sollten, tat dem Treiben keinen Abbruch. War ja aber auch kein Wunder bei so einer energiegeladenen Show.

Entweder/Oder waren die dritten im Bunde, und genossen auf jeden Fall Heimvorteil. Ihr Motto lautete “rock it baby“ auf deutsche Art, und zwar gewaltig. Der bärige Frontmann verstand es, dass Publikum zu unterhalten und super Stimmung zu verbreiten. Er bezog das Publikum immer wieder mit ein und forderte es zum Mitsingen auf. Die Melodien und Texte waren sehr eingängig, und es schien als hätten sie die größte Fangemeinde mitgebracht. 

Abgerundet wurde der Wettbewerb von n’Rok, die sich dem Punk’n’Roll verschrieben haben. Mit den sechs Jungs, die alle noch recht jung (zwischen 16 und 17,) waren, war die winzige Bühne geradezu überfüllt. Auch sie schafften es die Menge zu rocken, auch wenn sie stimmlich keinesfalls die Nase vorn hatten.

Nachdem die Jury sich beraten hatte, wurden dann die beiden Gewinnerbands verkündet: N’Rok und Entweder/Oder ziehen mit den beiden anderen, bereits feststehenden Gewinnerbands, Surrealage und Jimy FX, aus dem 1. Vorentscheid ins Finale ein.

Ein gelungener Abend, in angenehmer Umgebung, mit Musik, die aufweckte. Doch nach der Verkündung der Gewinner blieb in manchen Gesichtern ein kleines Fragezeichen zurück. Während Entweder/Oder klare Favoriten waren und auf jeden Fall verdient gewonnen haben, stellt sich im Bezug auf n’Rok die Frage, ob diese im Vergleich zu Vermillion wirklich die Nase vorn hatten oder nicht doch eher nur "massenkompatibler" sind. Was die vier Vermilionäre aus Hemsbach nicht weiter störte - als Metalband hat man's bei Bandwettbewerbeneben meist nicht leicht.

Die Siegerbands aus den beiden Vorrundenkonzerten treten nochmals bei der Endausscheidung am 24. November in der Schloßberghalle Hambach auf.

 

Maria Schulz

Kommentare

Kontakt | Über regioactive.de | Jobs | Backstage | Partner | Mediadaten | Presse