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Kuddelmuddel bei YouTube - GEMA macht Druck

News vom 06.11.2006 | Autor: Jenilee Asare-Bediakoh

Tags: YouTube  

Ratlos! Das ist wohl, das richtige Wort um die Gemütsverfassung des YouTube- Geschäftführers Chad Hurley dieser Tage zu beschreiben. Passend dazu, hat sich jetzt auch schon die GEMA mit Abmahnungen gemeldet und fordert für die tantiemenpflichtige Nutzung ihres Repertoires Vergütung von Google.

Wie Hurley dem „Wall Street Journal“ mitteilte, sei der Weg zu Lizenzen ein regelrechter Verhau und es müsste zuerst ein riesiges Kuddelmuddel entwirrt werden um an alle nötigen Rechte für die einwandfreie Nutzung des Videostreamingportals zu gelangen. Passend dazu, dass laut jüngster Meldung bei Musikwoche.de sich hierzulande die GEMA mit Abmahnungen gemeldet hat und für die tantiemenpflichtige Nutzung ihres Repertoires Vergütung von Google fordert. Parallel laufen bereits Verhandlungen, die die GEMA jedoch nicht abwartet. YouTube wurde bereits aufgefordert Videos mit nicht lizenzierter Musik umgehend zu entfernen.

Beim Hochladen von Videos durch die YouTuber kommt es mehrfach zu Urheberrechtsverletzungen, da das Hochladen von Videos von YouTube weder unterbunden noch die Videos entfernt werden. Nach der geltenden amerikanischen Rechtsprechung muss YouTube solche Inhalte allerdings erst nach einer Abmahnung durch die Rechteinhaber löschen.

Musikwoche.de führt als Beispiel den Hit „Smack that“ von Akon featuring Eminem an. Dieser wurde auf der Website bereits mehr als 500.000 Mal von den YouTubern angesehen und weder Komponist noch Künstler werden für diese unfreiwilligen Ehrenrunden entsprechend vergütet. Man geht davon aus, dass dies bis zu 90 Prozent des hochgeladenen Materials betrifft.

Wie diese Auswertung der Komposition nun zu vergüten ist, versuchen die Anwälte von YouTube, laut musikwoche, mit den Anwälten der Musikfirmen derzeit zu definieren. Erschreckend ist jedoch, dass solch ein Prozess, nach Ansicht von Experten, noch Jahre dauern könnte. Im Falle eines Videoclips wie „Smack that“ könnte eventuell auch das Label als alleiniger Rechte-Vertreter gesehen werden. Sonst müsste YouTube sich mit jedem der vier Urheber, sprich Akon, Eminem, Swift und Mike Strange, in Verbindung setzen, was den Verhandlungsprozess extrem verlangsamen und erschweren würde.

Urheberrechtsverstöße dieser Art, sollen zukünftig mit einem Filtersystem, dass von Youtube noch vollständig auf Funktionsfähigkeit geprüft werden muss, vermieden werden.

Jenilee Asare-Bediakoh

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