doin' it wild
Ladies Love Cool James Live
Review/Bericht vom 04.10.2006 | Autor: Andreas Margara
Tags: LL Cool J Cut Creator Afrob
Review/Bericht vom 04.10.2006 | Autor: Andreas Margara
Tags: LL Cool J Cut Creator Afrob
Vorgruppe ist der Stuttgarter Rapper Afrob aus dem Schoß der Kolchose, der mit Titeln wie Reimemonster oder der ASD Sneak Preview einigermaßen vergeblich versucht die Gunst des Publikums zu erwerben.
Nach kurzem Video-Intro auf den installierten Flatscreen Monitoren und der mittelgroßen Leinwand erscheint Uncle L dann in seinem glitzernden Bling Bling Outfit zum Hit Phenomenon auf der Stage. Darauf folgt gleich sein punchender Old School Track I Can't Live Without My Radio von seinem ersten Album, ehe er sich bepackt mit einem Strauß roter Rosen als Blumenkavalier im Stile des Bachelors präsentiert und damit die Ladies zu entzücken weiß. Genau das ist fortan auch roter Leitfaden der Show, bei der er zum Einen stets versucht den Abend als wechselnde Persönlichkeit zwischen Sexsymbol, mit seinem extrem durchtrainierten Body und seiner sukzessiven Pornostripshow, die für unentwegtes Frauengekreische sorgt, und Hardcore Rapstar zum Anderen zu gestalten, indem er eindrucksvoll seinen Mikrophonständer zu smashenden Beats umkickt.
Neben Rosen fliegen heute noch haufenweise eigens von ihm verschwitzte Handtücher und Ein-Dollar-Noten ins Publikum, die heiß begehrt sind und einmal mehr belegen dass die Ladies Cool James lieben. Begleitet von cholerischen „Du Drecksau“ Rufen greift sich LL Cool J dann mal wieder in den Schritt und lässt die Zunge dazu lasziv kreisen. Nachdem Mr. Smith dann nur noch spärlich mit heruntergerissenem wifebeater-Shirt bekleidet auf der Bühne posiert, leitet er mit einem zärtlichen „Ich liebe dich“ seinen Evergreen I Need Love ein, bei dem auch die letzten weiblichen Herzen dahin schmelzen. Nach den softeren Single-Auskopplungen All I Have und Control Myself, welche im Original noch Jennifer Lopez vom Block featuren, schließt er dann die pumpenderen Stücke Rock The Bells und I'm Bad an, mit denen er erneut das Gleis wechselt, um die härtere Schiene zu fahren. Flavor In Ya Ear markiert dann ein weiteres Schmankerl aus LL’s Anfangszeit, bevor Deejay Cut Creator die Atmosphäre mit Hey Lover wieder Richtung Schlafzimmer temperiert. Kein Hit scheint heute auszubleiben, fragt sich nur ob sich unter den Titeln vom neusten Album „Todd Smith“ kein Live-taugliches Material befindet. Also geht’s weiter mit
altbekanntem, es folgen die bewährten Hush und Loungin’. Über Mama Said Knock You Out kommt es dann zum letzten Höhepunkt der Show: Der Sexsong Doin’ It, in dem er immer noch eifrig Queens repräsentiert und dazu ausgiebig mit den Frauen in der ersten Reihen flirtet.Nach gerade mal einer Stunde Performance und ohne Zugabe endet dann die Powershow von LL Cool J. Was soll's, seine Hits hat er immerhin alle gespielt und auch die meisten Frauenaugen funkeln zufrieden beim Verlassen des Maimarktclubs in dieser verregneten Nacht.
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