ein fast vergessenes genre Trip in Time Compilation Review

Von Clemens Schickel. Veröffentlicht am Dienstag, 12. September 2006

Vielseitig ist sie allemal, die Compilation des diesjährigen Trip in Time Festivals (präsentiert von regioactive.de) am 16.09.06. Den Fans von progressivem Psychedelic Rocks bleiben demnach keine Wünsche offen.

Vor allen Dingen stechen Bands wie „La Ira de Dios“ aus Peru heraus, die mit ihrem erdigen, eingängigen und kräftigen Spacerock beeindrucken. Genauso nachhaltig ist die Musik von i-H8 Camera (Beligen). Intensiv, improvisiert und sehr abstrakt präsentieren Gerg Ward und Rudy Trouvé (ex- dEUS und Dead Man Ray) ihre psychedelische Musik, die ebenfalls gut rockt und nur so vor Energie strotzt. Lokalmatadoren sind neben den Treacle People mit Sicherheit Ma-Nia aus Mannheim mit ihrem schnellen kraftstrotzenden Space-Heavy-Rock Styles. Die Spielweise ist exakt und gut gemacht. Abgerundet wird der Sound durch eine kompromisslose Frontstimme.

Erwähnenswert sind außerdem die musikalischen Beiträge von Treacle People aus Worms, Karmic Society aus Heidelberg und Vibravoid aus Düsseldorf. Die Treacle People präsentieren auf der Compilation eine beeindruckende Version von Pink Floyds Atom Heart Mother", live aufgenommen während einer Session im Kulturwerk Walldorf. Auf ihrer Debüt-CD spielen die People allerdings durchgehen eigenes Material.

Bemerkenswert außerdem, dass mit Stoned Circus und Dragonwyck auch zwei Bands, deren Gründung in den 60ern datiert auf dem Album vertreten sind.

Wer also vorab schon einmal einen Einblick in den Psychedlic Rock-Event bekommen möchte, ist mit dieser CD bestens beraten.

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