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Heute schon gerockt?: School of Rock III

Review/Bericht vom 22.05.2006 | Autor: Jonathan Cordero

Tags: School of Rock III  

Alle guten Dinge sind drei, sagt man so schön. Aber nach dem Erfolg am Samstag wird es sicherlich noch viele weitere School of Rock Konzerte geben. 5 Bands sorgen für die nötige Stimmung und dafür, dass das zahlreich angereiste Publikum alle Hüllen fallen lässt.

School of Rock III - Stilldrift

Die Bildergalerie von School of Rock III findet ihr hier

School of Rock III- Stilldrift
Pünktlich um 18 Uhr öffnet das Max-Planck-Gymnasium seine Pforten, um die bereits vor der Schule wartende Menge endlich hereinzulassen. Eine Stunde später haben die 4 Jungs von Stilldrift die undankbare Aufgabe als Opener der (noch) trägen Menge Feuer unter dem Allerwertesten zu machen. Dass Thorsten Heilig, Martin März, Patrick Otto und Steffen Schmitt keine Kinder von Traurigkeit sind, ist schwer zu übersehen: Rockig-punkige Gitarrenmusik mit Melodie und Mitsingcharakter. Spätestens ihre „Choreographie“ lässt alle Traurigkeit vom Publikum abfallen. Fast wie bei Lord of the Dance geht es einen Schritt nach rechts und dann zwei Hüpfer nach links. Albern findet das niemand und trotz einstudierter Choreographie distanzieren sich Stilldrift auch strikt vom Boygroup-Image. Obwohl eine Umfrage auf der Webseite der Jungs das Gegenteil beweist.
School of Rock III - Laxative

Bei so angeheizter Menge freuen sich Laxative wie die Schneekönige endlich die Bühne rocken zu dürfen. Was sie erwartet, hätten sich die 4 Jungs aus Ludwigshafen jedoch kaum träumen lassen: Schon beim ersten Lied springt die ganze Meute dicht gedrängt vor der Bühne zur Musik. Etwas irritiert sind Laxative dann besonders, als ihre Songs aus voller Kehle mitgesungen werden. Die Stimmung in der Schulaula kocht, was einige Damen und Herren dazu bewegt, sich auszuziehen: Gegen Ende ihrer Performance tummeln sich erstaunlich viele sehr, sehr knapp bekleidete Geschöpfe weiblichen Geschlechtes und oberkörperbefreite Jünglinge vor der Bühne. Zugabe als Nachschlag gibt es von Laxative auch noch obendrauf.

School of Rock III - Laxative

School of Rock III - soma
Kurz Verschnaufpause vor der Tür für das Publikum und schnelle Umbaupause für Soma. Mit gewohnt lässiger Professionalität gehen 4 Somaten auf die Bühne und kommen mit funkelnden Augen nach ihrer Show wieder zurück. „ Zu Hause ist es doch am Schönsten“ schreiben sie auf ihrer Webseite. Die vorwiegend weiblichen Fans kommen allesamt mit ihren Somashirts und klatschen, springen, und singen bei jeden Lied mit, sodass sich Sänger Steffen eigentlich auch bequem hätte zurücklehnen können. Zur Belohnung fürs Mitfeiern gibt’s auch noch Gummibärchen von den Somaten. Bei ihrem Song Insecure werden reihenweise Wunderkerzen angezündet; kurzum die 4 Ludwigshafener wollen eigentlich gar nicht mehr runter von der Bühne. Nach zwei Zugaben ist dann allerdings auch für Soma Schluss und Start frei für Parklane 7.
School of Rock III - Parklane 7

School of Rock III
Gute Bedingungen für Parklane 7, die extra für School of Rock 3 aus Bad Mergentheim angereist sind. Ihr eigenständiger und eingängiger Sound - Mischung aus Crossover, New Rock und New Metal, mit dem sie sonst die großen Bühnen dieser Welt u.a. als Support für H-Blockx, Die Happy und Sub7even beglücken - beeindruckt auch das Ludwigshafener Publikum. Pech allerdings, dass bei beiden Gitarren die Saiten reißen. Show must go on… auf den Ersatzgitarren. Unter Bandkollegen hilft man sich ja und so legt Stilldrift Sänger und Gitarrist Thorsten kurzerhand Hand an und zieht Backstage für Parklane neue Saiten auf. Von solchen „Malheurs“ lassen sich die 4 Jungs nicht unterkriegen und ziehen weiter ihre Show durch, denn auch das Publikum ist einfach nicht tot(müde) zu kriegen und rocken ihrerseits auf den Luftgitarren mit. Und von „Show“ haben Parklane 7 eine ganze Menge: Im Stagediving Wettbewerb zweier auch schon sehr leicht bekleideter „Gäste“ gibt es eine CD (natürlich von Parklane 7)  zu gewinnen und auch Beethoven lässt mit seiner Toccata in D-Mol in der Rockversion grüßen.
School of Rock III

Mit den 6 Musiker von VP-1, die berufsbedingt erst kurz vor ihrem Auftritt das Max-Planck-Gymnasium erreichen, geht der Abend lautstark zu Ende. Obwohl es hier um einiges härter zur Sache geht und der Sound nichts für schwache Gemüter ist, lässt das Publikum es noch mal richtig krachen: Moshen, Pogen und Headbangen im Akkord, dicke Lippen und blaue Augen inklusive. „Uns hat es sehr viel Spaß gemacht und wenn wir das sagen, meinen wir es auch so.“ war das Statement von Saitenzupfer Mathias. VP-1 stehen für Nu Metal Core vom Feinsten und gelten, trotz längjähriger Bühnenpräsenz als heißeste Newcomer im Nu Metal Bereich der Region.

Hauptverantwortlicher des mittlerweile im dritten Jahr mit wechselndem Line-UP stattfindenden Mini-Festivals Felix Wenz ist sichtlich zufrieden mit der Veranstaltung: „Wir hatten geile Bands im Haus und das Publikum war der Wahnsinn; was letztendlich in der Kasse bleibt, ist nebensächlich“

Jonathan Cordero

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