heart-squeezin' vibrations Interview mit Ill Niño - Teil 2

Patrick Jung; Fotos: Christian Ludwig. Veröffentlicht am Mittwoch, 29. März 2006
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Laz Pina - Bass


Ahrue Luster - Gitarre
Im ersten Teil unterhielten wir uns mit Bassist Laz Pina über das aktuelle Album One Nation Underground, die Entwicklung der Band seit den Anfangstagen und ihres ureigenen Stils, politische Standpunkte und seine musikalischen Anfänge.

Lest im zweiten Teil, wie Laz Ahrue und die restlichen Bandmitglieder beschreibt und dabei nicht mit Superlativen geizt, außerdem spricht er über Charles Bukowski, europäisches Essen, die Fussball-WM, wie er einem Tauben die Musik von Ill Niño näher bringen würde, wer in seiner Traumband mitspielt und was die Jungs so treiben, direkt bevor sie auf die Bühne gehen.

Ich möchte dich bitten, jedes einzelne Bandmitglied zu charakterisieren. Was macht den Einzelnen aus, seine Persönlichkeit, was bringt er in die Band ein jenseits des Spielen des Instruments?

Nun, ich sag dir was, Mann, Ich spiele in einer Band voller Persönlichkeiten. Ich habe das Gefühl, ich bin der Geringste von allen. Ich lehne mich zurück und erfreue mich meiner Bandmitglieder. Ich fange mit Ahrue an, weil er gerade nebenan ist. Er hat eine sehr spirituelle, sehr interessante Ausstrahlung, die sehr in Einklang mit ihm selbst ist. Er hat einen schrägen Sinn für Humor.
Jardel Paisante - Gitarre

Er erscheint so mysteriös und ernst.

Ja, er ist sehr mysteriös, sehr ernst, sehr spirituell. Er hatte eine sehr interessante Kindheit. Das machte ihn zu einem Mann mit dem Kopf an der richtigen Stelle. Es gibt diese andere Seite von ihm, wegen der es eine Menge Spaß macht, in seiner Nähe zu sein: er hat einen schrägen Sinn für Humor. Dinge, die ich normalerweise nicht lustig finden würde, findet er lustig, und weil er sie lustig findet, versuche ich seinen Humor zu verstehen und sage, „Mann, du bist echt ein schräger Typ“. Er ist lustig und sehr, sehr, sehr charismatisch.

Dann ist da Jardel, unser anderer Gitarrist. Er ist wahrscheinlich der Ernsthafteste in der Band. Er hat sehr starke Werte und Moralvorstellungen, in gewisser Weise entgegengesetzt zu denen von uns anderen, die wir gerne feiern und eine gute Zeit haben. Er ist eher ein entspannter Mensch. Aber er hat auch diesen Sinn für Humor, seine Beobachtungen von uns... weißt du, er spricht nicht viel, aber wenn er spricht, ist es immer etwas, das du
Dave Chavarri - Schlagzeug (li); Danny Couto - Percussion (re)
dir gerne anhörst. Wenn er spricht, höre ich ihm zu. Er sagt die interessantesten Dinge und so hörst du schließlich, was in seinem Kopf vorgeht, was er über die Situation denkt. Für mich hat das etwas von einer Comedy-Show, weil er unbeabsichtigt vollkommen ernst ist, aber seine Interpretationen sind einfach urkomisch und sie treffen den Nagel auf den Kopf. Er ist sehr, sehr, sehr ehrlich und er wird dir immer genau das sagen, was er fühlt. Er hatte ebenfalls eine sehr interessante Kindheit. Sie hatten alle eine interessante Kindheit. Ich denke, ich auch, da ich in New York aufgewachsen bin. Diese Jungs, mit denen ich zusammenspiele, haben etwas Besonderes!

Danny, unser Perkussionist, kam zu uns während des „Confession“-Platte. Er spielte in einer Band mit Jardel, also sind wir bereits Freunde gewesen. Ich kannte Danny, aber nicht gut genug um zu wissen wie er so drauf ist, weil immer, wenn ich Danny sah, war er betrunken. Mein Eindruck war also, „wow, dieser Typ, der immer betrunken ist, von dieser anderen Band, kommt zu uns, um möglicherweise bei uns mitzuspielen“. Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte, „wow, ich hoffe, er versteht, dass wir nicht trinken, proben, trinken werden. Wir machen eine Platte!“ Wie sich herausstellte, trinkt er wohl jede Nacht, aber nicht tagsüber! (lacht)

Dann nüchtert er aus!

Er ist eine weitere Persönlichkeit, sehr lustig, er kann ruhig sein, wenn er nicht trinkt, aber er erwacht zum Leben, wenn er trinkt. Manche Leute trinken und dann ist es unangenehm, in ihrer Nähe zu sein. Ihn in der Nähe zu haben, ist wirklich sehr angenehm, er lacht mit. Ihm ist eine gewisse Unschuldigkeit zu eigen. Er hat einen „Street Sense“, aber sein Sinn fürs Menschliche ist sehr unschuldig und so pur und so aufrichtig, eine fast kindliche Unschuld. Ich weiß auch, dass ich eine Person bin, zu der er aufschaut. Er sucht bei mir Rat und die Situtationen, in denen er sich wiederfindet, sind immer brüllend komisch. Er ist definitiv für jede Party an jedem Tag der Woche zu haben.

Dave war immer so, wie er heute ist. Dave war immer der Anführer. Er ist der Leader dieser Band und managed sie auch. Er hat die Band zusammengestellt. Er hat kein Problem damit, für das zu kämpfen, an das er glaubt, besonders was die Band angeht. Er nimmt das Band-Business sehr persönlich. Er ist üblicherweise beleidigt durch die Handlungen anderer Leute, wenn er denkt, dass sie gegen die Band gerichtet sind. Er ist wirklich überfürsorglich, was die Band angeht. Er wird es nicht zulassen, dass die Band in irgendeiner Weise schlecht behandelt wird. Für ihn ist die Band die Familie. Sehr smart, sehr geschäftstüchtig. Gleichzeitig ist er sehr streng und trägt Sorge, dass wir alle Essen und gut angezogen sind. Er hält definitiv unsere Karriere am Laufen. Eine Menge Bands fallen auseinander und sind sich nicht bewusst, was hinter den Kulissen, Plattenfirmen, Managements und Promotern vorgeht. Er hat mit Typen zusammengespielt, die die selben Qualitäten haben, Gary Meskil von Pro-Pain, Billy Milano von M.O.D. Da hat sich eine Menge auf ihn übertragen, obwohl er es schon in sich hatte. Er ist zweigeteilt: die andere Seite von Dave liebt es zu lachen. Und die Art und Weise, wie wir uns zum Lachen bringen, ist durch gegenseitige Beleidigungen!
Christian Machado - Gesang

Das machen alle Musiker.

Das ist, wie wir unsere Liebe zueinander ausdrücken. Wir machen uns permanent übereinander lustig, und Dave hat damit angefangen und alle machen mit. Ich habe beschlossen, nicht so zu sein, aber manchmal kannst du einfach nicht anders. Wenn du die Gelegenheit vor Augen hast, musst du sie einfach nutzen. Dave hat also diese unglaublich komödiantische Seite. Und die andere Seite ist der unglaubliche Geschäftssinn.

Die Bulldogge und...

... der verspielte Welpe. (lacht). Dann haben wir da Christian. Er ist auch eine sehr interessante Persönlichkeit. Er ist sehr, sehr emotional, sehr empfindsam. Musik ist sein Leben. Für uns alle, wir würden alle Musik machen, egal was kommt. Aber da ist etwas an Christian. Christian hat lange Zeit Musik gemacht und er war derjenige mit der wenigsten Bühnen- und Auftrittserfahrung, bevor wir zusammen spielten. Er hat lange Zeit zu Hause Musik geschrieben. Immer wenn ich an Christian denke, wie er in den Anfangstagen Musik schreibt, stelle ich ihn mir in einem dunklen Raum vor, mit einer Gitarre und einem kleinen Tonbandgerät, wie er Songs zusammenbastelt. Er hat eine Leidenschaft dafür. Von uns allen ist er wahrscheinlich derjenige, der sich am meisten in sich zurückzieht. Ich denke, wenn er niedergeschlagen ist, fällt es ihm nicht leicht, es mit anderen Leuten zu teilen. Nicht, weil er sich nicht mitzuteilen weiß, sondern weil er das Gefühl hat, dass er seine negative Energie anderen nicht aufladen will. Also behält er es für sich. Ich habe das schon in der Vergangenheit gesagt: richtig kennen gelernt auf persönlicher Ebene habe ich Christian durch seine Musik. Ich habe wirklich aufmerksam zugehört, was er gesagt hat und mir gesagt, „warte eine Sekunde, ich habe nur eine leise Ahnung wie dieser Typ drauf ist und warum er so ist und wie diese Dinge sein Leben beeinflussen“. Das ist irgendwie bewundernswert, dass eine Person ihre negativen Gefühle nicht anderen aufladen will. Er wird also immer versuchen dein Freund zu sein und der Typ, zu dem du kommen kannst, aber...

Er wird dich nicht als sein Outlet benutzen.


Nein, überhaupt nicht. Er ist überhaupt nicht weinerlich. Eine Menge Leute weinen und beschweren sich gerne. Er hat beschlossen sich auf unseren vergangenen Platten auszuweinen (lacht), was wiederum ein Outlet ist und daran ist nichts auszusetzen. Er ist auch ein Typ, mit dem man gut rumhängen und Zeit verbringen kann.

Sie sind alle solch interessante Persönlichkeiten, es ist nicht nur eine große Freude mit ihnen Musik zu machen sondern auch das Leben gemeinsam zu verbringen. Dies ist eine Band mit engem Zusammenhalt. Wenn wir zuhause sind, hängen wir zusammen rum. Wir halten sehr eng zusammen, wir haben wirklich familiäre Bande untereinander geknüpft.

Typisch lateinamerikanisch?

Sehr typisch lateinamerikanisch! Sehr typisch lateinamerikanische Kultur, diese Bande und diese Leidenschaft zu haben. Latinos sind sehr leidenschaftlich, sie werden dich lieben und für dich töten, aber in der Sekunde, in der du sie betrügst, werden sie dich zuerst töten. (lacht)

Von dir weiß man, dass du Charles Bukowski liest. Wie bist du auf ihn gekommen?

Ich war mit einem Mädchen aus, das ein Buch von ihm hatte. Die Worte sind einfach herausgesprungen und ich konnte etwas damit anfangen. Er war ein sehr stiller Mann und hat ein sehr interessantes Leben für sich allein. Wenn man darüber nachdenkt, stellt man sich das sehr, sehr einsam vor, so zu leben.

Aber ihm wir auch nachgesagt, dass er so einiges davon erfunden hat.

Gewisse Dinge, aber sie waren nicht weit hergeholt. Natürlich sind Schriftsteller kreativ. Er hat eine Menge erfunden, aber die Art wie er es ausgearbeitet hat, wie er dargestellt hat, wie er schrieb, immer mit klassischer Musik und der Schreibmaschine. Und er hatte eine Beziehung mit seiner Schreibmaschine während er trank ... er war nicht einsam! Ich fand es sehr interessant, dass Personen, die einem einsam und elend vorkommen, solche tiefgründige Welten in ihren Gedanken haben. Ihr Leben ist exakt so wie sie es haben wollen, sogar wenn sie nur in einem einzigen Raum leben mit einer Schreibmaschine und klassischer Musik, oder als Bettler aus Hollywood ... Ich weiß, dass er ein deutscher Schriftsteller ist, seine Mutter war Deutsche. Ich glaube, er wurde in Andernach geboren.

Ich dachte, er wäre Pole?

Er hatte einen deutsch-polnischen Vater, der beim amerikanischen Militär war und seine Mutter [also Charles’ Mutter; d. Verf.] traf, während er in Andernach stationiert war. Er [Charles] wurde dort geboren und lebte in Deutschland bis er drei Jahre alt war bevor er nach Kalifornien umzog. Sein Vater brachte seine Mutter und ihn nach Kalifornien.

Ich habe auch gelesen, dass du Schwierigkeiten hast, in Europa etwas Anständiges zu Essen zu finden?

Ja, Mann, weißt du, ich bin groß geworden mit Reis und Bohnen und einem bestimmten Gewürz namens Sazon Goya Adobo. Wenn ich kochen könnte, würde ich diese Sachen mitbringen und selbst kochen, aber leider kann ich das nicht. Ich mag geschmackvolle neue Gerichte.

Hast du hier auf Tour auch schon ein paar traditionelle Gerichte probiert?

Ich habe viele traditionelle Gerichte auf der ganzen Welt probiert. Manchmal hast du Glück, und vielleicht haben wir heute Abend hier in Deutschland ein gutes Abendessen. Morgen sind wir immer noch in Deutschland und vielleicht erzählt man uns, dass es ein sehr leckeres Essen gibt und es wird nicht das selbe sein. Es ist wie ein Glücksspiel. Manche Gerichte bin ich einfach nicht gewohnt, deshalb leide ich ganz schön hier. Ich esse eine Menge Süßigkeiten, Schokoriegel sind verdammt gut hier! Und das Brot und der Kaffee! Aber wenn du öfters hierher kommst, denkst du, du weißt wo es gutes Essen gibt. Weißt du, McDonald’s ist nicht schwer zu finden. (lacht sich halbtot angesichts des entsetzten Gesichts des Interviewers)

Hast du schon mal Schweinsbraten mit Knödeln probiert, ein typisches Gericht hier in der Gegend?

Nein, habe ich nicht.

Das ist gebratenes Schweinefleisch mit Kugeln aus Kartoffelteig. [„roast pork with potato balls“; d. Verf.]

Potato balls? Das liebe ich, mit Fleisch innen drin! Das hatte ich hier noch nie, aber ich liebe das, weil es das bei mir zu Hause gibt. Meine Familie kommt aus der Dominikanischen Republik, meine Mutter ist Halb-Puerto Ricanerin. Meine Mutter isst diese Dinge. Sie nennen es „Pappa Rellenas“, gefüllte Kartoffeln. Ich wünschte, ich könnte die hier kriegen, ich wünschte es gäbe die hier im Catering!

Dann solltest du mal mitkommen in das Dorf, aus dem ich stamme. Da haben wir genau so etwas, es wird Herzdrigger genannt, Heart Squeezers. Wir haben sogar einen Brunnen mit der Steinfigur eines Mannes, der auf vier riesigen „Kartoffelkugeln“ sitzt und ein Herz drückt.

(Lacht) Ist es gut?

Oh ja! Mit Specksauce!

Hm, lecker!

Deutschland wird dieses Jahr Gastgeber der Fußball-WM sein. Ihr seid Latinos, interessiert Ihr euch für Fußball?

Ich nicht, aber die Brasilianer in der Band, die lieben Fußball, aber sie haben allen Grund dazu, sie gewinnen jedes verdammte Mal.

Diese Jahr nicht.

Ich bin mehr der Typ für Baseball und Boxen. Aber ich weiß, dass Fußball den Leuten in Europa eine Menge bedeutet, und ich denke, es ist schön die WM in Deutschland haben. Ich denke, Deutschland ist ein großartiges Land, um Gastgeber der WM zu sein und es ist ein großartiges Land um als Band aufzutreten. Wir haben immer eine gute Zeit, wenn wir hier sind. Wir kommen nach Deutschland und spielen wahrscheinlich jedes Mal die meisten Shows pro Land in ganz Europe. Dieses Mal spielen wir acht Stück. Deutschland ist also ein wunderbarer Ort um aufzutreten, und ich bin mir sicher, dass es ein wunderbarer Ort für eine Weltmeisterschaft sein wird, was cool ist, weil Deutschland ein sehr modernes europäisches Land ist. Wenn ich an internationalen Fußball denke, denke ich an Hooligans und Ausschreitungen...

Das ist genau, woran die Organisatoren auch denken, worauf sie aber lieber verzichten würden.

Ich kann mir vorstellen, dass man das hier in Deutschland sehr gut geregelt bekommt.

Okay, stell dir jetzt bitte folgende Situation vor: du triffst eine Person, die taub ist. Du willst dieser Person ermöglichen, sich vorzustellen, wie die Musik von Ill Niño klingt. Und du sollst dich dafür irgendeiner Art bildender oder sonstiger Kunst bedienen. Wofür würdest du dich entscheiden?

Weißt du was? Ich würde es nicht durch bildende Kunst tun. Ich denke, ich würde es tun, indem ich ihm Stöcke gebe und Rhythmen spielen lassen. Und vielleicht Perkussion, so dass er die Vibrationen spürt. Und vielleicht würden ihm die Vibrationen helfen, den Rhythmus zu spüren und mitzumachen. Vielleicht eine Conga, auf die er draufhauen kann. Wir sind eine sehr perkussive Band. Ich denke, jemandem, der taub ist, würden die Vibrationen gefallen. Die Vibrationen würden solche Leuten bewegen. Ich würde sie an Musik mit einer Menge Vibrationen teilhaben lassen, sie direkt neben dem Bassverstärker stehen lassen. Du musst es nicht hören, fühle die Vibrationen mit deinem Körper wenn sie emporkommen. Das würde ich tun!

Wenn du dir Mitglieder für eine Traumband, abgesehen von Ill Niño natürlich, aussuchen könnest, wen würdest du auswählen, welche Art Musik würdet Ihr spielen und würdest du Bass spielen?

Ich würde definitiv Bass spielen in meiner Traumband, ohne Zweifel, Mann! Mein Traum besteht immer darin, nicht eine Band zu gründen, sondern in einer Band Bassist zu werden. Ich habe durchaus ein paar Traumbands. U2 ist definitiv eine davon. Sie sind so simpel aber doch so bewegend. Ich würde liebend gerne einen Tag lang den Bass bei U2 spielen.

Du müsstest dastehen und Kaugummi kauen, wie Adam Clayton.

Er hat den besten Job der Welt! Er steht da, jedes Mal, wenn seine Brille mal runterrutscht, schiebt er sie zurück... (lacht) Eine meiner Traumbands meiner Kindheit waren die Ramones. Noch so eine Band, sehr, sehr simpel und aber so getrieben und mit so viel Ausdruck. Die Ramones würden wahrscheinlich meine Traumband sein.

Und du könntest ganz einfach Laz Ramone sein.

Ja, genau. Ich würde da rauf gehen, mein Ding machen, mit meiner Lederjacke, meinen zerrissenen Jeans und meinen Chuck’s.

Gibt es bei euch in der Band irgendein Ritual, das Ihr zelebriert bevor, Ihr auf die Bühne steigt?

Dehnübungen. Jeder hat ein Stretch-Warmup. Christian macht Gesangs-Warmups. Wir alle dehnen uns. Weißt du, mein Rücken ist momentan im Arsch. Ich weiß nicht, wie ich das anstelle, ich habe mir vor ein paar Wochen den Rücken verletzt, es ist besser geworden und hier habe ich mir wieder wehgetan auf irgendeine blödsinnige Art. Wir wärmen uns alle auf und stretchen uns. Jeder hat seinen Moment. Einige meditieren, andere meditieren auf ihre Art ohne zu merken, dass sie meditieren. Das Aufwärmen ist definitiv ein Ritual und eine gute Vorbereitung für die Show Time. Das Aufwärmen ist mehr ein Ritual als dass es eine Gesundheitsgeschichte ist. Du kriegst dein Gehirn dazu sich auf die Show zu fokussieren. (Später, mit vollem Teller in der Hand, fügt er noch hinzu, dass ein weiteres Ritual sei, drei Stunden vor dem Auftritt zu essen.)

Okay, hast du noch irgendwelche abschließenden Worte, Weisheiten oder Messages zum Ende?

Als abschließende Worte möchte ich all unseren Fans danken, dafür, dass sie uns all die Jahre die Stange halten und an uns glauben. Wisst Ihr, wir spielen für Euch alle und hoffentlich werden wir Euch nie im Stich lassen. When it’s all said and done Ill Niño will be a band that you will always save with pride and I wanna thank you for that.

Vielen Dank, dass du dir so viel Zeit genommen hast.

Gern geschehen.

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