Nach scheinbar jahrelangen Konflikten kam es zum Bruch zwischen dem zweiten Sänger der Söhne Mannheims und der Band. Claus Eisenmann habe „sich so weit von allen anderen in der Band entfernt, dass es einfach nicht mehr weiterging“, meint Michael Herberger, Produzent und der Mann hinter Xavier Naidoo und den Söhnen.

Statt „heiß“ sollte man diese News eigentlich eher als lauwarm bezeichnen, denn der Ausschluss von Eisenmann steht seit Dezember fest. Nicht zufällig kommt Eisenmann pünktlich zum eigenen Solo-Single-Release mit den zweiten Gesichtern der Söhne, dem Schrecken hinter der Fassade, der absoluten und reinen Wahrheit  oder wie theatralisch man es auch in Szene setzen mag, heraus. In seinem neuen Song heißt es: „Du verleugnest deine Brüder, Religion als Kapital…“. Kapische?

Die Begründung für den Rauswurf des Sängers betiteln die Söhne-Chefs Naidoo und Herberger mit „Verstöße gegen die Band-Philosophie“. Es heißt aber auch, ein nicht mit der Band abgesprochener Werbeauftritt Eisenmanns sei Urknall der Streitereien gewesen. Eisenmann soll sich der BILD gegenüber wie folgt geäußert haben:" Der wahre Grund ist ein anderer. Ich war der einzige, der Naidoo offen die Meinung gesagt hat. Alle anderen haben vor ihm gekuscht. Er führt die Band wie ein Diktator. Wir zwölf Musiker werden mit einem Hungerlohn abgespeist, Naidoo und Produzent Herberger kassieren den Großteil der Einnahmen."

Natürlich gibt es auch schon erste Spekulationen darüber, wer den im Bandbild doch erfrischenden Typen ersetzen könnte. Bisher wird allerdings eher mit dem Gedanken gespielt die Songs, in welchen der ausgebildete Tenor Claus Eisenmann eine tragendere Rolle gespielt hat, künftig weg zu lassen.

Andreas Borowski

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