karaoke extrem Motörhead: Schippe Ass sticht!!

Von . Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Oktober 2005
Abonnierbare Themen: motörhead

In einer Zeit in der sich alles rasant ändert, Frauen BundeskanzlerInnen sind und Zugvögel Viren importieren, ist  es doch beruhigend, wenn wenigstens der Rock `N Roll noch Konstanten vorzuweisen hat, an denen man sich festhalten kann. Namen wie Lemmy und Motörhead sind Synonyme für ebendiese Konstanten. Drei Dekaden treibt diese Band nun ihr Unwesen. Dabei hat sich das brachiale, druckvolle und natürlich extrem laute Auftreten der Band ebenso wenig geändert wie das Erscheinungsbild des Frontmans Lemmy. Im Wiesbadener Schlachthof konnte man sich erneut ein Bild des wohl lautesten Trios der Welt machen. Während sich im Publikum lauter Lemmyleins tummelten und der Schlachthof zum großen Teil einem Biker Treff glich, attackierten die Rock Urgesteine so dermaßen das Trommelfell, dass jeder Tinnitus nur noch belächelt werden kann. Zumindest für die folgenden drei Tage.

Die Band lieferte einen Querschnitt ihres 30jährigen Schaffens und beendete den Gig mit ihren Klassikern (Ace of Spades, Iron Fist), die von Lemmy liebevoll als „Karaoke Songs“ bezeichnet wurden, da spätestens zu diesem Zeitpunkt jeder mitsingen konnte. Einen kurzen Dezibeleinbruch verursachte der  „Whorehouse Blues“ – vielleicht ein ironischer Wink des erst kürzlich dehydrierten Lemmy, dem vorgeworfen wurde, er habe eine Prostituierte über drei Tage mit Handschellen an sein Bett gekettet. Seine Antwort: "Es waren keine drei Tage und sie war nicht mit Handschellen ans Bett gekettet. Es waren sieben Tage und sie hing von der Zimmerdecke." Tja, so bleibt man sich treu.

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Motörhead - Ace of Spades (Live)

Motörhead - Hellraiser

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