bis die burg in flammen steht
Rock die Burg
Review/Bericht vom 06.09.2005 | Autor: Charlotte Luther
Tags: Rock die Burg Television Timeout Fire In The Attic Days In Grief
Review/Bericht vom 06.09.2005 | Autor: Charlotte Luther
Tags: Rock die Burg Television Timeout Fire In The Attic Days In Grief
Die Burgruine Hardenburg in Bad Dürkheim wurde am 03.09. ein weiteres Mal zur Alternative-Rock-Location erklärt. Eine Bühne, ein Bratwurst- und ein Bierstand, zwei Merchendising-Stände und ein rollendes Restaurant mit vegetarischen Essen, auch Veganer-Bude genannt. „Klein, aber fein“ lautete die Devise.
Der Charme der Burgruine gepaart mit angenehmen 25 Grad in den Abendstunden und einen bliderbuchhaften Sonnenuntergang, machten das Ambiente perfekt. Rund 600 Musikbegeisterte fanden den Weg auf die Hardenburg, um sieben Bands zu beäugen. Los ging es bereits um 18 Uhr mit Red as Monkey, die sich bereits als Vorgruppe von No Use For A Name einen Namen in der Szene gemacht haben. Weiter gings mit den Lokalmatadoren Sugarbird und den Mindener (NRW) Emocore-Rockern Distance in Embrace. Special Guest waren dieses Jahr Television Timeout, die kurzfristig für Radio Free Flamingo einsprangen. RFF existieren seit März diesen Jahres nicht mehr. Hatten den Gig aber zugesagt, um noch einmal ein gemeinsames Konzert spielen zukönnen. Den Bad Dürkheimern hat es aber nicht sonderlich viel ausgemacht - sie empfingen Television Timeout mit offenen Armen.Um 22 Uhr war es dann endlich soweit, Fire In The Attic traten auf die Bühne. Die fünf Bonner hatten so viel Spaß auf der Bühne oder so viel Alkohol im Blut (aber das weiß wohl nur die Band), dass einer der beiden Gitarristen filmreif über ein Kabel stolperte, was einen Instrumentenaustausch zur Folge hatte. Abgesehen von dieser kleinen Unterbrechung, die sich in ähnlicher Manier auch bei Days In Grief wiederholen sollte, ließen sich Fire In The Attic gebührend von dem begeisterten Publikum feiern. Nach knapp einer Stunde verließen sie das Musikpodest, um Platz für Days In Grief zu schaffen. Und somit fand auch die dritte Band aus Nordrheinwestfalen ihren Weg auf die Bühne, auch wenn man es dem einen Gitarristen eher nicht zugetraut hätte. Dieser sah nämlich so aus, als hätte er sich vor zwei Minuten nach unsanftem Wecken aus dem Bett erhoben. Den Zuschauern gefiels.
Einen perfekten Ausklang des Abends und als Nach-Hause-Begleiter (zumindest bis zum Shuttlebus) gab es noch eine kleine Acoustic-Session. Abgesehen von den Nazis, die auf dem Sportplatz der Hardenburg eine Art Gegenveranstaltung zelebriert hatten, verlief der Abend nahezu perfekt. Ein großes Lob an die Veranstalter, die ja eigentlich keine richtigen „Veranstalter“ sind, sondern Jungendliche, die für Alternative-Fans ein Event der besonderen Art schaffen wollten. Da kann man sich nur auf das nächste Jahr freuen.
Charlotte Luther
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