Bohren & der Club of Gore riefen im Karlstorbahnhof zum Tanz

Am 12.10. gaben sich BOHREN UND DER CLUB OF GORE im Karlstorbahnhof ein Stelldichein. Angezogen vom EnjoyJazz-Festival präsentierten die vier (laut Eigendefinition) Trashjazzer aus dem Ruhrpott neues musikalisches Material aus der Unterwelt. Zu diesem Zweck wurden die Bühne und die Halle des Karlstorbahnhofs komplett abgedunkelt, nur ein kleiner Spot vor den Akteuren beleuchtete spärlich deren Hände und Instrumente während ihres Einsatzes. Das passende Ambiente für den neuen Stoff, aus dem Alpträume gestrickt sind.

Noch düsterer, noch schleppender und noch tiefer entführten sie in Klangwelten, die der Intention nach bisher nur von NEUROSIS betreten wurden, musikalisch (scheinbar) aber erst im Gegenteil zur vollen Erfüllung finden. Aufgelockert wurde die Atmosphäre durch zynische Seitenhiebe auf das Frankfurter Jazzpublikum und durchdachte, "lebensbejahende" Songansagen. Fazit: Ein wunderbares Horrorkomplettpaket, wie die Alien-Reihe, aber leiser und unterschwelliger! Wer´s verpaßt hat ist leider selbst schuld, kann sich aber dank des neuen Albums "BLACK EARTH" doch noch persönlich von deren Fertigkeiten überzeugen. Bei weitem schwärzer und subtiler, als sein Vorgänger "SUNSET MISSION" weist der neue Longplayer gen Weltuntergang und ermöglicht so eine erfrischend neue negative Sicht der Dinge.

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