pusher meeting part 2 PopNetz-Meeting - der Musik-Branchentreff in Karlsruhe

Von Gerald Merkel. Veröffentlicht am Montag, 13. Dezember 2004
Abonnierbare Themen: popnetz

Das Karlsruher PopNetz lud, wie schon im Vorjahr, zu einem Meeting und Branchentreff ein. Diesmal unterirdisch, nämlich im Substage. Eine gute Möglichkeit zur Präsentation und zum Kennen lernen anderer "Musikschaffender".


Abgerundet wurde das Angebot von einem abschließenden Konzert der drei Bands, die dieses Jahr das Bandpusher-Programm des PopNetzes durchlaufen haben: Aka Frontage, Moccacino und Collabier. Wie bei der ersten Veranstaltung dieser Art 2003, wurde das Angebot des Popnetzes gut aufgenommen. Das Substage bietet als ehemalige Fußgängerunterführung für eine derartige Veranstaltung natürlich einen erdigeren Rahmen das Jubez. Dort wird das Meeting im nächsten Jahr wieder stattfinden. Der jährliche Wechsel ist eine logische Konsequenz, denn beide Clubs sind im PopNetz vertreten und sind die Institutionen, in denen sich Karlsruher Musiker von der Pieke auf sozialisieren.

Das Popnetz selbst bietet unter den Stichwörtern "Beraten. Fördern. Starten." eine breite Palette an Hilfestellung für interessierte Musiker in Form von Workshops und Seminaren. Zusammengefasst in dem Thema "Bandpusher", einem Programm in dem jedes Jahr drei Bands die Möglichkeit erhalten alle Angebote des Popnetzes zu nutzen und als Abschluss das PopNetz-Meeting mit einem Konzert zu krönen.

Das Substage ist jedenfalls eine Location, in der man keine Sekunde vergisst, dass es letztendlich um R'n'R geht. Der weit über die Karlsruher Stadtgrenzen bekannte Club bietet eines der besten Programm in Südwestdeutschland mit einer vorbildlichen und qualitative hochwertigen Mischung aus international bekannten Acts und lokalen Newcomern. An den Ständen war eine bunte Mischung vertreten: Booking Agenturen (z. B. Swampscene, Buffer/ Electrobaby), Plattenlabels (u.a. e.motion-music), der Rock Shop sowie natürlich die drei Bands des Bandpusher-Programms. Nachdem das PopNetz als solches bereits im Vorjahr vorgestellt wurde, stand dieses Jahr die neue Website des Netzes im Mittelpunkt. Dank Support von regioactive.de ist diese nun keine reine Präsentation mehr sondern bietet mit Artist- und Termineinträgen hinlänglich bekannte Interaktionsmöglichkeiten.

In einer entspannten und lockeren Atmosphäre, die vom Rock-Shop-Stand musikalisch untermalt wurde, bestand die Gelegenheit sich zu beschnuppern und Kontakte zu knüpfen, was reichlich genutzt wurde. Musikalisches Highlight vor dem eigentlichen Konzertprogramm: Die Band Socialplastic, die drei ihrer Songs im Vorraum des Substage zum Besten gab. Da Socialplastic ohnehin auf "unplugged" ausgelegt ist, kein Problem für die drei Musiker und zwei Sänger, die schon Burkina Faso konzertan bereisten und momentan mit dem Projekt "AmpUp" versuchen, der Band T-Project aus Krasnodar, der Karlsruher Partnerstadt in Russland, Verstärker und Mikrofone zukommen zu lassen. Eine schöne Note am Rande des Meetings – angereichert mit Wodka.

Das PopNetzmeeting ging dann langsam aber sicher in den Konzertabend der drei Bandpusher-Bands über. Ein Abend, der wieder zeigte dass die Karlsruher Szene sich auf entspannter Ebene zu vernetzen versteht, ohne das wesentliche aus dem Auge zu verlieren: Die Musik.

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