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Panda Playschool
Review/Bericht vom 25.11.2004 | Autor: Gerald Merkel
Tags: Panda Playschool
Review/Bericht vom 25.11.2004 | Autor: Gerald Merkel
Tags: Panda Playschool
Panda Playschool erzeugen Zeitschleifen Richtung Sixties. Passt gut ins Cafe Old Vienna, in dem Zeit zumindest keine große Rolle spielt.
Sixties also, und zwar die mit krachig-garagigen Gitarrensounds einer ebensolchen Farfisa-Orgel und einer "beatigen" Rhythmusgruppe. Die Bandmitglieder der Pandas sind keine Unbekannten in der Mannheimer Musikwelt. Gitarrist Götzilla und Schlagzeuger Alexx gehen diesen Tätigkeiten auch bei Achtung Spitfire Schnell Schnell!! nach, die zur Zeit aus familiären Gründen einen Gang niedriger fahren, aber am kommenden Mittwoch als Support für den one & only King Khan und seine Shrines doch mal zwecks besonderem Anlass hochschalten.
Der Gig ist leider so ein Es–ist-Dienstag-und-morgen-müssen-alle-früh-raus-Ding, ein Timing Problem, denn die Playschool ist eine eindeutige Wochenend-Band. Die Tische und Stühle nicht in ihre atomaren Bestandteile zu zerlegen, war an diesem Abend ein Rat, an den sich das Publikum auch hielt. Was vom Drive her durchaus möglich gewesen wäre, aber dann hätte man die berühmten Vienna-Schinkennudeln zukünftig vom Boden essen müssen. Auch nicht das Wahre. Der Sound erinnert weniger an die aktuelle Gangart die Sixties zu verbruzzeln als an die Art und Weise wie das Anfang der 90er der Fall war. Fuzztones, um mal eine musikalische Vergleichsschublade zu öffnen. Scheuen brauchen Panda Playschool solche Vergleiche nicht, die Show ist aus einem Guss und hält 60 Minuten souverän das Tempo. Der "Schuss" im Cocktail ist dabei der trashige Orgelsound, der die fuzzigen Gitarren abrundet und eine schönen Kontrast zu Frontmann X-Rays rotzigem Gesang bietet. Ein kleiner Ausflug ins aktuelle Mannheimer "Pop-Metropolen"-Geschehen: Während der Show pinselt sich X-Ray einen schwarzen Strich auf die Backe – der in unserem Forum angemahnte Gedankenstrich. Die Ankündigung, dieser würde mit Stolz getragen, wurde zu 100 Prozent wahr gemacht und mit dem Klassiker "Jungbusch City Limits" gekonnt abgerundet. Soviel zur R'n'R-Highschool vs. Pop Akademie-Debatte, mehr muss auch nicht gesagt werden, it's Rock'n'Roll, Baby.
Mit Live Konzerten war's das leider schon wieder im Old Vienna, was wir sehr bedauern. An alte Dienstags-Zeiten anzuknüpfen gelang mit diesem frühen Tod natürlich nicht.
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