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Konzertbericht: Kraftklub live in Weinheim
Review/Bericht vom 25.11.2011 | Autor: Dorothee Nickel
Tags: Kraftklub
Review/Bericht vom 25.11.2011 | Autor: Dorothee Nickel
Tags: Kraftklub
Kraftklub sind eine der gehyptesten deutschen Bands in diesem Jahr, vor allem die Anti-Hymne "Ich will nicht nach Berlin" hat große Wellen geschlagen. Im Januar 2012 wird ihr Debütalbum "Mit K" erscheinen, das sie auf ihrer gerade laufenden "Autobahn zur Hölle"-Tour vorstellen. Im Weinheimer Café Central zeigten die Chemnitzer, dass der Wirbel um sie so bald nicht aufhören wird - volle und ausverkaufte Clubs standen bisher auf der Tagesordnung.
Kraftklub sind eine der gehyptesten deutschen Bands in diesem Jahr, vor allem die Anti-Hymne "Ich will nicht nach Berlin" hat große Wellen geschlagen. Live war der Titel der absolute Höhepunkt des Konzertes.
Nur mit der EP "Adonis Maximus" bestückt haben sich Kraftklub als Support der Beatsteaks und von Fettes Brot eine Fanbase erspielt. Anfang 2012 erscheint dann ihr erstes Album "Mit K".Dass man die Indie-Rapper deshalb nicht gleich als Nonsens-Band abstempeln sollte, zeigen ihre raffinierten und auch kritischen Texte wie zum Beispiel in Zu Jung. Als "DeutschPoeten" werden sie betitelt, was zu einem gewissen Grad auch attestiert werden kann – es lassen sich viele schöne Wortspiele und sprachliche Finessen in den Texten finden. Dazu strahlen sie live noch eine Lockerheit aus, die sie in die Rolle des abgedrehten, aber nicht zu aufdringlichen Entertainers packt.
Das typische Kraftklub-Outfit, veranschaulicht an Rapper Felix Brummer: Schwarze (wahlweise auch graue) Röhrenhose, weißes Poloshirt und rote Hosenträger. Bei kälteren Temperaturen gibt's die Collegejacke zum drüber ziehen.Trotz des aktuellen Hypes um die Chemnitzer hat man in Weinheim den Eindruck gehabt, dass Kraftklub weit davon entfernt sind, ein zu großes Ego mit den passenden Allüren zu entwickeln. Durch die Verbindung zwischen Rap und Indie haben sie zwar auch nach dem Liveerlebnis noch immer nicht der Schwerkraft getrotzt – man kann aber mit großer Wahrscheinlichkeit behaupten, dass man in den kommenden Jahren noch mehr von Kraftklub hören wird. Und das Beste an ihren Konzerten: Man bekommt bei Kraftklub genau das, was man erwartet – es gibt sicherlich schlechtere Alternativen!
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