Genesis

Von Gerald Merkel. Veröffentlicht am Dienstag, 20. April 2004
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Von den Räumlichkeiten her ist das Genesis der Cousin des Soho. Seit Jahren eine Institution in Mannheim, was alternativere Musikrichtungen betrifft. Indie, Britpop und Alternative sind oder waren hier zu Hause, außerdem ist das Genesis quasi traditionsgemäß ein Platz für Dark Wave. Wie das Soho steht das Genesis unter den Fittichen Florian Antonettys.

RA: Im Genesis gab es die letzte Zeit auch einige Veränderungen, z. B. jeden zweiten Samstag Drum'n'Bass oder auch Techno eats Sunday. Wohin geht die Reise?

Florian: Wir Haben eigentlich ein ganz gut eingespieltes Konzept, an dem sich kurzfristig nicht viel ändern wird. Freitags werden wir häufiger Dancehall und Reggae-Sachen veranstalten. Da werden wir wohl in jedem Fall einen festen Termin im Monat etablieren. Davon unberührt gibt es ja schon den Thursday Bash unter der Woche, der sicher auch mal am Wochenende am Start sein wird. Der Samstag läuft insgesamt sehr gut, egal ob wir da Dark Wave- oder Drum'n'Bass-Veranstaltungen haben. Im Mai wird es auch eine Techno-Veranstaltung Samstags geben. Das wird von den Leuten von Techno eats Sunday veranstaltet werden. Marc Bean, in Mannheim eine feste Größe im Tech-House-Bereich, wird mit auflegen. Niemand hat uns zugetraut Sonntags eine Techno-Geschichte an den Mann zu bringen, aber das läuft richtig gut, mit manchmal an die 100 Gästen. Auch hier gilt, wie im Soho: Immer mal was Neues.

RA: Nichtsdestotrotz bleibt das Genesis ein Hort für Gitarrenmusik und deren liebe Verwandtschaft?

Florian: Gitarrenlastige Abende sind aus dem Genesis nicht wegzudenken. Aber wir stellen eben fest, dass selbst im Genesis Gitarren nicht mehr so gefragt sind.

RA: Obwohl das in dem Laden eigentlich fast schon Tradition hat?

Florian: Nicht so sehr Tradition wie Dark Wave- und Gothic-Sachen. Dieser Part ist seit jeher eine wichtige Größe im Genesis und das wird auch so bleiben. Diese Szene ist nach wie vor sehr groß und nimmt solche Gelegenheiten auch wahr. Das sind immer sehr erfolgreiche Abende. Das zeigt sich an zwei regelmäßigen Samstag-Veranstaltungen, der Black Planet Party und der Depeche Mode Party. Indie- und Altrernativerock ist einfach rückläufig. Wir hatten früher einen Tag unter der Woche an dem solche Sachen gut liefen, den mussten wir schon vor über einem Jahr kappen. Auch der Freitag, der ein bisschen in diese Richtung geht, leidet seit einiger Zeit. Deshalb bin ich ja dabei alternative Konzepte für den Freitag Abend auszuprobieren. Der typische Gitarrensound hat momentan ein Problem in Mannheim.

Unabhängig davon gab es vereinzelt Konzerte (Schwefel, Electrobaby) im Genesis mit Gitarrenbands?

Florian: Das ist richtig, die liefen auch recht gut. Aber das wird kein fester Programmpunkt im Genesis werden, sondern im Rahmen der Reihe "get rocked" hin und wieder stattfinden.

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