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Interview mit LOVE LINUS
Interview vom 03.03.2004 | Autor: Gerald Merkel
Tags: Love Linus Max Mury Hans Kaulbach Jim Kahr Band Rampenlicht
Interview vom 03.03.2004 | Autor: Gerald Merkel
Tags: Love Linus Max Mury Hans Kaulbach Jim Kahr Band Rampenlicht
Love Linus lassen's locker angehen. Max Mury und Hans Kaulbach betreiben eigene Studios und dort entsteht auch ihr erstes Album. Eigentlich ist Love Linus ein Duo, aber auch da sind die beiden offen. Diese Lockerheit überträgt sich auf die Musik, swingende Ohrwürmer, mit denen sich frühlingsfrisch mitpfeifen lässt.
RA: Ihr seid momentan im Studio und werkelt an eurer ersten CD?
Max: In Studios sind wir meistens, denn ich hab eins und Hans auch. Wir produzieren fremde und eigene Sachen. Im Studio machen wir auch so Industriesachen für die Brötchen, Jingles und so. Das Studio von Hans ist die Ton-Lounge, in der Industriestrasse. Meins heißt Marys Escape. Wir produzieren auch zusammen. Außer den Industrie-Geschichten machen wir natürlich auch gern andere Sachen. Letztes Jahr hatte ich z. B. die Boogaloo Kings.
RA: Das heißt, wenn eine Band ein Studio sucht, seid ihr ansprechbar?
Max: Liebend gern. Bands oder auch Firmen, die entsprechende Künstler am Start haben.
RA: Seit wann seid ihr beide "Love Linus"?
Hans: seit 1 ½ Jahren. Wir haben im Proberaum gejammt, ohne groß was vorzuhaben. Das war prima, also haben wir ein bisschen mehr daraus gemacht.
Max: Ich kannte Hans schon aus einer anderen Band, in der ich getrommelt habe. Da habe ich den Vorschlag gemacht, dass wir uns mal mit mir an der Gitarre treffen. So fing das an.
RA: Du bist Schlagzeuger der Jim Kahr Band?
Max: Richtig.
RA: Hans, machst du Musik außerhalb von Love Linus?
Hans: Im Moment nicht. Außer den Studiosachen. Ich habe in verschiedenen Bands gespielt, z. B. mit den Leuten, die jetzt bei den Jazzpistols sind.
RA: Max, du bist etatmäßiger Trommler. Ist es da erste Mal, dass du an Gitarre und als Sänger ins Rampenlicht gehst?
Max: Vor 15 Jahren habe ich schon angefangen auf der Gitarre rumzuklimpern und die ersten Songfragmente zu schreiben. Daraus sind auch unsere ersten Titel entstanden. Jetzt haben wir ein komplettes Programm und eigentlich auch schon ein ganzes Album. Muss natürlich noch daran gefeilt werden. In dieser Form spiele ich zum ersten Mal vor Publikum.
Hans: Wir hatten mal einen Auftritt mit einer Sessionband, zusammengestellt aus Musiklehrern aus der Musikschule in Fürth.
Max: Damals haben wir Covertitel gespielt. Ich hab dann auch schnell gemerkt, dass mir das Covern nicht so liegt. Nun spielen wir ausschließlich eigenes Material. Heute ist das erste Mal, dass wir unsere Sachen in Mannheim präsentieren. Sonst hab ich außer in dieser Sessionband nur auf der Strasse gesungen. Wir müssen auch erst mal testen, wie wir uns auf der Bühne präsentieren. Wenn wir eine Band zusammenstellen, dann kostet das gleich Geld. Ralf (an diesem Abend der dritte Mann am Saxophon) spielt heute mit, weil er mich von der Jim Kahr Band her kennt und weiß, es wird wohl nicht ganz blöd.
RA: Das heißt, ihr seid einer Vergrößerung auch nicht abgeneigt? Love Linus kann auch personell noch wachsen?
Hans: Wir sind zu zweit gestartet, im Studio ist das ja kein Problem. Wir haben die Songs auch so gehalten, dass sie zu zweit klingen. Wenn eine Reihe größerer Auftritte anstünden, wäre es ja kein Problem eine Band zusammenzustellen. Das ist eine Sache von drei Wochen, dann sitzt das.
RA: Also ihr seid prinzipiell offen für alle möglichen Entwicklungen, habt aber doch einen gewissen Zug hinter dem ganzen Projekt?
Max: So ungefähr. Wir treiben das schon nach vorn im Moment. Wir haben ein paar Titel, von denen wir meinen, dass sie im Radio funktionieren würden, und dann würde es auch Sinn machen etwas entsprechend zu veröffentlichen. Große Labels sind ja eher ein schwieriges Thema, insoweit werden wir das eher auf einem kleineren Label versuchen. Wahrscheinlich werden wir über das e-motion-Label eine Single veröffentlichen und schauen was passiert.
RA: So klingt eigentlich auch eure Musik, locker, gut gelaunt, aber mit einem gewissen Drive. Wenn man an Jim Kahr denkt, denkt man "Blues", das steht aber nicht so im Mittelpunkt.
Max: Was Jim angeht, der spielt ja auch keinen traditionellen Blues, das ist kein Shuffle-Ding von vorne bis hinten. Sein Songwriting hat mich schon beeinflusst.
Was unsere Stücke betrifft, ja, in diese Richtung geht's. Es sind natürlich auch ein paar bluesigere oder sphärischere Sachen dabei. Aber es ist schon immer unser Gesicht, nicht klischeehaft runtergespielt.
Gerald Merkel
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