rockten wie in alten zeiten Bericht der "Best of Decades"-Tour von Ufo in Siegburg

Anke de Weerth von Vettelhoven / Fotos: Thomas Galambos. Veröffentlicht am Freitag, 17. Juni 2011
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UFO (live in Siegburg, 2011)

Ende August 2010 ist "The Best of a Decade" von den Hardrockern Ufo erschienen, das zigste Album ihrer seit 1969 andauernden Karriere. Mit dabei in Siegburg hatten sie Ally The Fiddle, deren Musik nicht ganz die Hardrock-Schiene bediente, aber durchaus zu überzeugen wusste.


UFO (live in Siegburg, 2011)
Foto: Thomas Galambos
Ally The Fiddle ist eine Band, mit der sich die Rockgeigerin Ally Storch 2008 einen Traum erfüllt hat. Sie spielen eigene Arrangements und Kompositionen im Bereich Instrumentalen Folk Metal, interpretieren überzeugend Rocksongs unter anderem von Manowar und stellen eigene Songs aus dem Gothic-Bereich vor. Ally ist auch bekannt als Studiomusikerin für Haggard, ASP, Knorkator, Umbra et Imago oder die Apokalyptischen Reiter. "Eine Band wie Ally The Fiddle passt nicht recht als Rahmenprogramm für eine Hardrockband wie Ufo," lacht Ally, macht aber energiegeladen mit eigenen Songs weiter. Die Zuschauer sind von ihrem Auftritt begeistert und gehen voll mit, die Stimmung ist super, sodass es gar nicht wirklich auffällt, dass die Band 45 Minuten mit einem "etwas anderen Programm" einheizt.


UFO (live in Siegburg, 2011)
Foto: Thomas Galambos
Nach einer kurzen Umbaupause landet dann das Ufo im Kubana in Siegburg. Doch es entsteigen ihm keine unbekannten Außerirdischen, sondern Phil Mogg (Gesang), Vinnie Moore (Gitarre), Barry Sparks (Bass), Andy Parker (Schlagzeug) und Paul Raymond (Keyboard, Rhythmus-Gitarre) – bis auf Pete Way stehen damit die Original-Mitglieder der 1969 in London gegründeten Band auf der Bühne.

Die Menge tobt und klatscht und singt gleich zu Beginn Wild Willing aus voller Kehle mit. Die einstigen Superstars des Hardrock spielen wie gewohnt ihre alten Klassiker und die neu abgemischten Songs von ihrem Best-Of-Album The Best of a Decade. I'm a Loser, Hell Driver, Saving Me oder Ain't no Baby klingen energiegeladen wie einst und kein bisschen leise. Zwischendurch gehen sie auf die Wünsche der begeisterten Fans ein, ändern kurzfristig ihr Programm, um Try me, Lights Out oder Love to Love in anderer Reihenfolge zu spielen.

Mit einer fast 15-minütigen Interpretation von Rock Bottom und Doctor Doctor als Zugabe verabschieden sich Ufo nach knapp zwei Stunden von ihren fast 350 treuen Fans im Kubana in Siegburg.

Setliste:

Wild Willing | Mother Mary | Saving Me | Let it Roll | I'm a Loser | Hell Driver | Venus | This Kids | Ain't no Baby | Only you can | Try me | Love to Love | Lights Out | Shoot Shoot |

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Zugaben: Rock Bottom | Doctor Doctor

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