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Ruhe bitte…! Ton ab für die Geschichte aus dem Land O!
Die Spieluhr beginnt. Eine alte kupferne Lochplatte aus Narbengelände, märchenhaften Steinen und verwunschenen Flüssen purpur fängt plötzlich an sich zu drehen. Und siehe, es schwingt sich ein Ton in die Lüfte! Sonnenglanz reichlich, ruhig auch das Meer, doch stürmt es in der Seel.
Marco De Haunt und Hendrik Winter mit ihren Akkompagnisten nehmen uns mit auf jenes sagenhafte Eiland. Orph singen mit uns, tanzen mit uns und blicken staunend auf uns. Und sie schauen länger auf, als wir es gewohnt. Und so dauert auch ihr Lied, das sie singen, länger als wir tanzen. Und es ist gut so! Zwischen all den mikroskopisch kleinen Geschichten und Welten entspringt links und rechts des Weges, wie Farben des Kaleidoskops, immer wieder ein neuer Klang. Nimmt uns mit, hält uns an, reicht uns seine Hand! An Heimreise ist vorerst nicht zu denken. Und auch das ist gut so! Denn im ersten Songzyklus "Poems For Kui" schicken Orph in verwundernd feinsinnigen Tonlithografien unsere Gedanken auf Wanderschaft. Ja, beschreiben genau das, was zu wecken es wert war, was in uns schläft, jeden Tag.
Eine wunderbare Reise ist entstanden. Orph sind, während die Aufnahmen zu ihrem Debüt entstanden, selbst ein Stück aus der Zeit gefallen. "Da war diese Lücke, durch die wir sprangen. Und die gestohlenen Wolken schenkten uns einen fünfzehn sekündigen Traum, Verblendung, Mühsal, Irrglaube und Liebe waren von nun an unsere Gefährten. Am siebenundzwanzigsten Tag unserer Odyssee, des Ozeans schlechtes Benehmen hinter uns, nannten wir diesen Ort Kui. Und da war nichts was da wa(h)r – nur der Versuch und die Reise…", heißt es da im Begleittext zur Platte. Es beschreibt ganz zauberhaft den eigenen Blick auf das Vollbrachte und die zurückliegenden drei Jahre, in denen man das Orph-Schiff bis zu diesem Punkt navigierte. Und ehe man sich versieht, weiß keiner mehr, was nun grad wa(h)r – oder war's nur Traum?
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Interview
Wann und wie habt ihr angefangen gemeinsam zu musizieren?
Die Sonne bricht sich durch allmählich müder werdende Bäume, und in einem bezaubernden Glitzern bedecken abertausende Spinnweben die vom Morgentau noch feuchten Autospiegel, Fahrradständer und Gartenzäune von Weimar. Es ist Mitte September und gerade hat die Band Orph eine kleinere Club-Tour, unter anderem im Vorprogramm von Phillip Boa and the Voodooclub, erfolgreich hinter sich. Drei Jahre sind vergangen seit sich die Band im Frühsommer 2007 gegründet hat. Zeit genug einen Blick zurückzuwerfen und dabei auch nach der Zukunft zu fragen.
Was ist das Besondere / Eigene an eurer Musik?
Vorab die nicht ganz unwesentliche Frage wie man Orph eigentlich in all der Flut »neuer« Musik entdeckt – eigentlich hat man keine Chance. Es sei denn man hat einen guten Freund und »Musikliebhaber« und tauscht sich in regelmäßigen Abständen über gute Musik aus. So geschehen vor ca. einem Jahr, als mir ein ebensolcher Freund von einer Band aus Weimar mit dem eigenartigen Namen Orph vorschwärmte. Schaut man nun auf die Myspace Seite ist das erste was einem auffällt der seltsam anmutende Stil in einer surrealphantastischen Waldkulisse. Alles wirkt etwas entrückt – neben der Zeit. Das ist durchaus gewollt: »In unserer Musik vollziehen wir immer auch ein Stück weit eine Reise. Die einzelnen Songs können so als Kapitel einer »Fiktion« im musikalischen Sinne verstanden werden. Auf der visuellen Ebene illustrieren die Fotografien für uns dieses Moment.« Schön, daß wenn man nun den Player startet, einem dieses Gefühl nicht wieder verläßt. »Lovesong For Kui«, der erste Song, erscheint als Hommage an die „eigene Biografie des Hörens“: Am Anfang stehen die Klänge einer Spieluhr, die den Zauber der kindlichen Vernarrtheit als Stafette zarter Töne aufgreift und sich in dem Moment in ein Wunschbild verwandelt, als die Melodie vom Klang eines Klaviers aufgenommen und transformiert wird, überschattet vom Gesang welcher die Erzählung des Gehörten spiegelt. Alles endet mit der großen Melodie der Bläser, die etwas vom Charme eines Zirkus’, dem großen Fest.
Seid ihr ganz zufrieden mit eurem aktuellen Songmaterial? Arbeitet ihr an neuem? Was wird anders?
Anfang 2009 ging die Band ins Studio (Rape of Harmonies) um einen Longplayer einzuspielen. Herausgekommen sind, nach nicht ganz einem Jahr Studioarbeit, 12 wunderbare Stücke, die Zeit und Raum verlassen haben und eine Band hervorbringen, die Erwachsen geworden ist. „Poems For Kui“, der Name dieser Reise und zugleich Titel des noch nicht veröffentlichten Debüt Albums. Ebenso ist es das Ergebnis der hervorragenden Teamarbeit zwischen Produzent Z.A.P. (Sandow, Harry Coltello, Mutter), dem Studioleiter Ralf Müller (Heaven Shall Burn, Fall of Serenity) und der Band.
Wann würdet ihr sagen "Wir haben es geschafft?"
Marco De Haunt: "Dinge die einem unglaublich groß und wichtig erscheinen, sollte man mit Leichtigkeit angehen. Ich denke der Musikmarkt ist sehr aggressiv und kommerziell ausgerichtet. Der romantische Gedanke hat hier kaum Platz. Wir wollen schauen, dass wir diese Lücke finden!"
Wie ist eure Meinung zu regioactive.de? Was müsste eurer Meinung nach die ideale Plattform im Netz bieten?
Wir sind neu hier und gespannt...!
Auf welchen Internetplattformen seid ihr sonst noch vertreten? Welche nutzt ihr bevorzugt und warum?
http://www.myspace.com/poemsforkui
http://www.facebook.com/pages/ORPH/106970122660938
http://www.youtube.com/watch?v=ZQbVsjnJMMo
Live/Resident History
Kaffee Burger | Berlin
Gaswerk | Weimar
Kulturfabrik | Krefeld (Orph supports Phillip Boa And The Voodooclub)
Altes Wettbüro | Dresden
Rosenkeller | Jena
Knust | Hamburg
Fabrik | Potsdam
Cassablanca | Jena
Kohi | Karlsruhe
Bautzener Tor | Dresden
Lokal | Berlin
F-Haus | Jena (Orph supports Phillip Boa And The Voodooclub)
Bilder
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Videos
Downloads / Pressematerial
Kulturjournal Mittelthüringen
presse___kulturjournal_mittelth_ringen.pdf (8671 KB)
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Tech Rider
orph_technical___hospitality_rider.pdf (642 KB)
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Robert Jakschütz
von Sly Dogs am Mittwoch, 25.01.2012
Wir "Beobachten" Euch. Rockige Grüsse aus Wien!http://backstagepro.regioactive.de/slydogs
Annika R
von Annika Rotundo am Samstag, 22.01.2011
Ich komme gerade aus dem Staunen nicht mehr raus, eure Musik ist der WAHNSINN!
Grüße, Annika
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