Am letzten Samstag feierte die Mannheimer Band Texas Funeral (ehem. Rapture) die Release ihrer neuen CD "Primitive Scream". Die beschauliche Location, in welcher man eher Musik der Siebziger vermuten sollte, bewies, dass sie das Prädikat Musik-Kneipe verdient hat und offen für viele Genres ist. Stoner Rock war an diesem Abend angesagt. Wer Kyuss kennt und die ersten Klänge der Band vernahm, wusste sofort wohin die Reise gehen sollte.
Andreas Aderholds treibende Gitarren Riffs, die wummernden Bass Sounds von George Hannibal Kelly, Stefan Kurz minimalistische Drumpatterns und die rauhe, kratzige Stimme des Shouters Markus Balmert bündeln sich bei Texas Funeral zu einem kraftvollen Paket, welches sich druckvoll entlädt und das Publikum unweigerlich in seinen Bann zieht. Texas Funeral sind würdige Vertreter ihres Genres, auch wenn der Abend im Woodstock weder staubig noch trocken verlief, und auch an keine Beerdigung erinnerte.
Die Band bringt sich selbst ohnehin nicht unmittelbar mit dem Begriff "Stoner Rock" in Verbindung (wer steckt sich schon gerne selbst in eine Schublade?), aber der kompakte Sound stellt am ehesten Bezüge zu der Posse der Garcias und Olivieris her. Die Band ist allerdings keine platte Kopie dieser Vorreiter, sondern hat ihren eigenen Wiedererkennungswert. Wie sich das anhört, zeigt die aktuelle EP, die 5 Songs (u. a. einen Instrumentaltrack) beinhaltet.
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