Am 31.3.1685 ist Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren worden, und sollte durch seine Kompsitionen unsterblich werden, sodass auch heute noch Leute von seinem Schaffen verzaubert werden. Nach seinem tragischen Tod 1750 schien die musikalische Welt dem Untergang verdammt... Erst am 18.6.2009, als die - sich damals noch Ignition nennende - allmächtige Band FAT GUY ON THE RUN ihren ersten bescheidenen Auftritt vollführt, gibt es 259 Jahre nach dem Tode Bachs wieder Hoffnung auf eine Wendung zum Guten.
An jenem schwülen Sommertag kann die Band eine Hand voll Freunde dazu überreden, ihren Gig anlässlich eines Sommerfests eines nicht näher genannten Vereines beizuwohnen - leider sehr zum Leidwesen dieser, da noch einige Coversongs aus dem Repetoire der früheren Inkarnation der Band auf dem Programm stehen, die in dieser Formation nicht ganz harmonieren. Mit zwei ersten eigenen Songs, die zweifelsohne das Highlight dieses Konzert darstellen, zeigt die Gruppe jedoch schon zu diesem frühen Zeitpunkt Potential, ihr eigenes Ding durchzuziehen.
Für den zweiten Auftritt auf einer Faschingsfeier am 15.2.2010 im Rolf-Engelbrecht-Haus Weinheim hat man aus seinen Fehlern gelernt, und sowohl die Bühnenshow als auch die Setlist verfeinert, zwei weitere eigene Songs krönen den Abend, darunter die beliebte mitsing-Ballade "Sleepless". Leider stößt die Musik bei den jungen Partygästen nicht auf viel Resonanz, aber treue, "mitgebrachte" Fans sorgen vor der Bühne für ordentlich Stimmung. Als zugabe wird zum ersten mal der - in Sachen politische Korrektheit fragwürde - Hit "Gaybar" angestimmt, der heutzutage noch als Zugabe nicht mehr wegzudenken ist.
Kurz auf diesen Auftritt folgt ein Gig im JUZ Hemsbach, das Publikum tobt förmlich. Da lacht das Musikerherz! Das neu präsentierte "Dead and Gone" weißt durch seine Offbeat-Strophen schon auf die experimentellere Richtung hin, die die Band im nächsten Jahr eingeschlagen haben wird. Eine weitere Ballade wird uraufgeführt, aber da die Band nicht "Sentimental Guy on the Stage" heißt, wird diese einstimmig wieder weggelassen.
Im Sommer ist die Band mit dem Präsentieren ihres bisherigen Songmaterials beschäftigt, und nimmt vier ihrer Songs im Studio als Demo-CD auf.
Neben dem Weinheimer Weststadtfest und dem ersten grandiosen Auftritt im angesagten Café Central spielt die Band bis Ende des Jahres noch in Mannheim und Oberflockenbach, es erfolgt nur eine Premiere - "From Your Mind".
Am 17.12.2010 wird als letzter Termin des Jahres der Muddy's Club unsicher gemacht, der neuste Song "Deep Breath" weißt eine bisher noch nie dagewesene Atmosphäre auf und ist richtungsweisend für den Pfad, den die Band jetzt einschlägt. Vor einer zweimonatigen Konzertpause wird noch feierlich der neue Bandname verkündet: FAT GUY ON THE RUN.
Im Frühjahr wird das Café Central dann gleich zwei Mal heimgesucht. Am 18.2.2011 wird bei einem selbstständigen Auftritt untere anderem zum ersten mal das gesellschaftskritische "Burn Bitch Babylon" gespielt, ausserdem gibt es nun nicht mehr nur etwas auf die Ohren, dem Publikum wird sogar eine mehr oder weniger improvisierte Lightshow kredenzt - ein Schmauß, den es bis heute noch in unregelmäßigen Abständen gibt. Der Sieg beim wohlbekannten Newcomerfestival bleibt der Band im März verwehrt, im Mai und August wird in Lautern vergeblich um den Sieg beim Bandcontest gespielt.
Mit dem Schulfest der DBS Weinheim untermalt die Band eine weitere Festlichkeit musikalisch, im September gibt sie sich mit anderen Bands aus der Regin in der Kiste in Ladenburg ein Stelldichein. Überraschenderweise steht lediglich einen Monat später schon eine Serie von Auftritten in Sardinien an, die dank des Stadtjugendrings möglich gemacht wurde. Währen dieser ersten Auslandstournee haben sich Fat Guy On The Run eine beträchtliche Fanbase in Italien geschaffen, ein weiterer Ausflug zu den Sarden wird von allen Seiten erhofft.
Fat Guy On The Run sind ein Kollektiv, das es in sich hat. Der charismatische Sänger Jonny überzeugt stets durch Gelassenheit und weiß stets kleine Verpatzer souverän wegzustecken. Der Gitarrist-Sänger-Songwriter Kevin steckt gemeinsam mit seinem enorm gutaussehenden Kollegen Luca (mit seiner prächtigen weißen Gitarre) hinter der Musik der Band, ein Team wie die beiden findet man kein zweites mal, auch wenn ihre chaotische Natur manchmal zu Komplikationen führt. Im Rhythmusbereich kooperieren die Bassistin Josy und der Schlagzeuger Max schon seit langem, ihr ausgefeiltes Bassspiel und Max kraftvolle Performance sind vitale Komponenten des Fat Guy Sounds.
Line Up
Kevin Moschner
Gitarre, Vocals/Gesang