Kontakt
Mitglieder/Line-Up
DJ Phoney - instrumentals/beats/riddims (turntables, drumcomputer, sampler, bass, guit, keys, (few) vocals)
Musiker mit denen DJ Phoney in den letzten Jahren zusammenarbeitete: EmCee Lynx, Drumboy, Eduardo (Eins zu Eins-Band), Rich, Stephanie Standerwick, Cheese & Highsnow/D3Z`s, Mr. Kato, Paul 'Grace' Smith (Dumbell), S.O.N. of Nun, International Criminal
Bio
DJ Phoney ist sowohl Producer, Musiker und Labelbetreiber als auch DJ, Radiomoderator, Journalist und Plattenladenbesitzer.
Seine aktuelle Single "The Rise & Fall" ist gerade erschienen und zum Download über juno.co.uk erhältlich oder über discogs bzw. sein Label Drake Records als streng limitierte 7" Vinyl-Single.
Die drei daraif enthaltenen Stücke sind als Tribute an Suspense Soundtracks und Library Funk zu verstehen und gehen Rare Groove-Liebhabern runter wie Öl.
Zwischen 2001 und 2005 spielte er an die 400 DJ-Sets live und veröffentlichte eine Unmenge Mixtapes.
Ab 2005 änderte sich die Gewichtung seiner Arbeitsgebiete deutlich in Richtung Produktion (z.B. EmCee Lynx, Cheese, Eduardo, Rich u. International Criminal).
Die Arbeiten an seinem Album "Dead Fingers Talk", mit dem kanadischen MC 'International Criminal', sind abgeschlossen jedoch ist das Werk bisher noch unreleased.
Schon seine Kindheit verbrachte der Music Maniac bereits zu beträchtlichem Teil mit dem Auflegen von Schallplatten.
Zwischen 1989 und 1997 verschwendete Phoney seine Jugend energisch in Gitarrenbands (u.a. Man Ray und Think Again) - allerdings schon damals mit einem Ohr auf Sounds von Soul bis Jazz und Electronic. Zu dieser Zeit bereits ebneten Homerecording-Experimente den Weg zum späteren Beatbuilding.
Bevor Phoney 2001 das Label Phoney Tapes in´s Leben rief, sammelte er bereits Erfahrungen mit dem Punk-Label Red Flag.
2008 eröffnete Phoney den Drake Records-Plattenladen in Köln-Kalk, der dann schließlich auch zum Label wurde, als die Ernest Drake Vinyl 12" 'Guilty Of Thoughtcrime' erschien.
Mit twila.too zusammen formt DJ Phoney erwähntes most exciting and wild Electro-Duo Ernest Drake.
Soziale und politische Hintergründe jeder musikalischen Bewegung spielten für ihn immer eine wichtige Rolle und tun es bis heute. Die Tiefe in seiner Musik stellt den entscheidenden Faktor dar, in dem sich DJ Phoney von einer Menge aktuellem Zeug da draussen unterscheidet. Bloßer Musik-'Konsum' ist ihm ein Greuel. Prestige-Gehabe genauso sehr.
"Rock`n`Roll has been domesticated for profit. But music must give birth to orgasm and revolution!"
Releases
Interview
Wann und wie habt ihr angefangen gemeinsam zu musizieren?
Nachdem ich die alte Akustikgitarre meiner Großmutter lange genug gequält hatte und eine elektrische folgte, wurde ich Gitarrist einer lokalen Punkband namens "Burning Bibles". Darauf folgend kam die Hardcore-Band 'Think Again', innerhalb der ich bald zum Mikro wechselte.
Eigene Recordings, erst auf 4-Spur-Bändern, dann mit digitalem 8-Spur, folgten. Drumcomputer waren recht schnell involviert, Sampler und Keys kamen alsbald hinzu.
Produktionen
Das Deejaying begann ich eigentlich schon als Junge - allerdings ohne mir so recht dessen bewußt zu sein. Aber wer 50% seines Tages mit dem Auflegen von Platten bestreitet...
Aktiv als 'DJ Phoney' unterwegs bin ich seit 1999. Was in der Praxis seit dem gut 400 Auflege-Termine bedeutet.
Bisher habe ich mit Künstlern bzw. Sängern oder MC´s wie etwa International Criminal, EmCee Lynx, Eduardo, Rich, Stephanie Standerwick, Drumboy, Olivia Steyaert, Ernest Drake, Son of Nun, Mr. Kato gearbeitet.
Was ist das Besondere / Eigene an eurer Musik?
Musikalische Ausdrucksstärke und Tiefe. Ich mache keine Musik, weil mir langweilig ist. Inhaltliche Stärke, wenn Tracks Gesang beinhalten.
Es interessiert mich nicht, welchen Status ein Mensch hat, was zählt, ist seine Persönlichkeit und seine Skills. Deswegen ist das Spektrum meiner Kollaborationen recht weit und reicht von Artists, die bereits mehrere Alben veröffentlicht haben bis zu Debütanten.
Die bornierte Haltung der Major-Industrie und ihrer A&R´s ("zu jung", "zu alt", "zu unbekannt", "zu sperrig", "zu politisch", "zu langsam"...) geht mir, mit Verlaub, gesegnet am Arsch vorbei.
Ich arbeite gerne, nicht zuletzt gemäß der grenzenlosen Philosophie "One Nation Under A Groove", mit verschiedenen Artists aus der ganzen Welt zusammen.
Ich bin ein Sound- und Groove-Maniac. Irgendwelche Presets und fertig ist ein Track - nein danke. Das Vinyl-Digging und eigene Kreieren von Sounds und das Herausprägen eines Grooves sind für mich nicht ein Thema von "schnell erledigen und weiter", sondern beides braucht Liebe für´s Detail. Style und ein funktionierender Bullshit-Detector sind nicht zu ersetzen.
Meine Produktionen und meine DJ-Sets richten sich nicht danach, was gerade angesagt sein mag.
"Don`t drink from the mainstream".
Welche Liveclubs könnt ihr aus Musikersicht empfehlen? Warum?
Die, die faire Gagen bezahlen, angenehmes Personal haben, gutes Publikum, eßbares Catering, keine Mafia-Türsteher beschäftigen und die Nase nicht zu hoch halten natürlich... ;)
Wer ist euer prominentester Fan?
Die Frage ließe sich beantworten, widerspricht nur meiner Philosophie. Mit sowas hausieren zu gehen, ist wie Katastrophen-Opfern spenden und es an die große Glocke hängen.
Auf welchen Fan wärt ihr so richtig stolz? Warum?
Leo Trotzki, Malcolm X, Mumia Abu-Jamal, Beethoven, Curtis Mayfield, Muhammad Ali, Kurt Tucholsky - muß ich nicht wirklich erklären, oder...?
Was sind eure Lieblingsbands?
Lee Perry (für sein Produktionsweise)
DJ Shadow (früher für sein Digging und den Umgang mit dem Sampler)
Alec Empire (für Attitüde und fortwährende Innovation mit Rückgrad)
Scott Morgan (für den Soul und Arschtritt im Rock)
Etienne De Crecy (für elektronische Musik mit Herz und Groove)
Urban Waste (für die reinste Wut, die je in Musik gepackt wurde)
Ernest Drake (für das Verletzen aller möglichen Regeln und trotzdem auf den Punkt kommen)
Welche Alben betrachtet ihr als legendär?
DJ Shadow "Endtroducing..." (für die pure Sound-Ästhetik und den Umgang mit dem Sampler)
DJ Krush "Kakusei" (für den meditativsten und minimalsten Instrumental-Hip Hop ever)
The Hydromatics "Parts unknown" (für das Überleben des High Energy Rock`n`Roll mit Soul)
MC5 "Kick Out The Jams" (für den Rebel Spirit und den größten Orkan von einem Live-Debüt-Album ever)
Etienne De Crecy "Tempovision" (für das Zusammentreffen von gerader Bassdrum und Tiefsinn auf höchstem Niveau)
Gorilla Biscuits "Start Today" (für das Zusammenführen von unverfälschter Aggression und Harmonie)
Curtis Mayfield "Super Fly" (für ultimativen Funk-Groove, most soulful sprit, inhaltliche Stärke, hohen Spannungsbogen und Catchiness in Verbindung)
Welche Alben sehen nie das Innenleben eures CD-Players?
Jede Menge Chart-Schrott.
Seid ihr ganz zufrieden mit eurem aktuellen Songmaterial? Arbeitet ihr an neuem? Was wird anders?
Nicht still zu stehen und an allem zu feilen, ist mir eine Verpflichtung.
Bin ich mit Details an meinen Tracks nicht zufrieden, fliegen sie entweder raus oder aber sie werden solange ausgefeilt, bis alles rund ist.
Formen von Beats und Harmonien ist mein täglich Brot.
Nach dem Abschluß des "Dead Fingers Talk"-Albums mit International Criminal, wird dieses Ende 2011 erscheinen.
Das Electro Mini-Album "Guilty Of Thoughtcrime" auf Vinyl erschien jüngst bei Drake Records in Koop mit Soulplex (Vertrieb Pale Music Int.).
Zum 2-jährigen Geburtstag des Drake Records-Plattenladens hab ich dem Laden ein funky Theme auf den Leib geschrieben. Und überhaupt wird an Funk-Tunes (oft Library/Soundtrack-verdächtig) kontinuierlich gearbeitet.
An neuen Tracks wird fortlaufend gearbeitet - ganz klar.
"Busy making progress."
Wie würde der Titel eurer Bandbiografie lauten?
Deep and raw
Mit welchen Bands würdet ihr euch am ehesten in eine Schublade stecken lassen?
Gorillaz, David Axelrod, DJ Krush, Mr. Scruff, Curtis Mayfield, U.N.K.L.E. and a few more
Mit welchen Bands würdet ihr euch auf keinen Fall vergleichen?
50 Cent, Dieter Bohlen
Was war bislang euer größter Erfolg?
Wahrscheinlich der Vertriebsdeal mit Groove Attack für mein Label Phoney Tapes.
Wo und wann habt ihr euren besten Gig gespielt?
Zuviele zum Aufzählen. Sehr geil war aber mein DJ-Set im Messroom, Köln - Musikalische Grenzen reihenweise gesprengt und dabei ekstatisch tanzendes Publikum.
Basel, auf dem 550 Jahre Uni-Fest war von der Zuschauerzahl wohl das beeindruckendste bisher.
Wo und wann ging alles total schief?
Ein Gig mit meiner ersten Band - Gitarrenverstärker kaputt, Saite reißt, Monitoring funktioniert nicht, Sänger verletzt sich.
Wann würdet ihr sagen "Wir haben es geschafft?"
Jetzt. Vorher. Und in Zukunft. Solange ich von Musik irgendwie leben kann und kreativ erfüllt bin, würde ich behaupten "es geschafft zu haben". Das Verständnis von "Mainstream"-Erfolg ist eh nicht mein Bier.
Wie ist eure Meinung zu regioactive.de? Was müsste eurer Meinung nach die ideale Plattform im Netz bieten?
regioactive/Backstage Pro scheint sich zu entwickeln.
Die optimale Plattform braucht internationale Aufmerksamkeit, nicht bloß regionale oder bundesweite.
Eine innovativ-interaktive anregende Form der Präsentation, die den Benutzer und Hörer einfach nur umwirft ist ein Muß.
Kommunikation mit den Besuchern, als auch deutliche Zusammenarbeits-Förderungen unter den registrierten Musikern (acidplanet als Beispiel für Letzteres).
Daß erstens Künstler auf solchen Seiten zu sehr unter sich sind, ist nicht wünschenswert, aber meist der Fall (like'st Du mich, like'e ich Dich ist blanker Opportunismus und hat nichts mit künstlerischer Wertschätzung zu tun).
Dann kann ich es nicht mehr ertragen, daß sämtliche Artistseiten imer nur Gigs für Rockbands Mitte 20 offerieren und sich alles um "Nachwuchs" und "Newcomer" dreht.
Auf welchen Internetplattformen seid ihr sonst noch vertreten? Welche nutzt ihr bevorzugt und warum?
facebook (bei aller bedenklichen Datenanhäufung und penetranter Werbung als effektivste Social Networking-Site und Promo-Tool kaum mehr wegzudenken)
myspace.com (war mal Social Networking-Plattform No. 1, ist nicht mehr als eine Online Visitenkarte)
discogs.com (für DJ`s unerlässliches Recherche-Tool)
Google+ (bisher noch nicht wirklich verwendbar)
...und noch Unmengen weiterer Seiten
Live/Resident History
In den letzten Jahren hat DJ Phoney Locations wie etwa den Sonic Ballroom, Blue Shell, Station, Grünfeld, Westpol, Blue Note, das Savoy-Hotel, die Grauzone, das Hallmackenreuther, die Red Cat Lounge, den U-Club, das Trash Chic, den Messroom, das Parkside, die Wohngemeinschaft, das Tropenhaus des Kölner Zoos, diverse Brücken und Wiesen und zahllose andere mögliche und unmögliche Orte beschallt.
Mit den Schwerpunkten Musik und Politik hat er u.a. geschrieben für New Direction, das MAGAZIN, die Flamme, Özgür Ülke, Klassenkampf, Rude & Red, track4.de, Uptown Strut, 1beat.de und discogs.
Von 2008 bis 2010 sendete Soulsender die Radio-Show DEAD WAX MARKINGS - von Phoney und kleinski moderiert und mit zahllosen Gästen dekoriert. Seit 2011 wird die Show über Mülgrime Radio ausgestrahlt.
Phoneys Plattenladen DRAKE Records hat zudem am 2. Juni 2008 in Köln seine Pforten in der Nießenstraße 6 eröffnet.
Während sein Alter Ego DJ Phoney für eine grosse Bandbreite an eigenen Produktionen (die neue Single "The Rise & Fall" ist gerade erschienen) und DJ-Sets von Funk bis Punk und Prog bis Dub reicht, ist Ernest Drake für derben und eingängigen Electro (livehaftig oder auch an Turntables) zuständig.
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