Review Kaiserhalle 24.01.09 Part III

Artist-News vom 19.03.2009

News Nr. 28 von Scarlet Drawl, gesamt 41
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...Mir wurde nämlich 5 Sekunden vor dem Ende des Intros schlagartig bewusst dass meine Effekte nicht mehr mit dem so essentiell wichtigen Strom durchflutet wurde. Ich musste dann auf der Bühne robbend nach dem Fehler suchen und verpasste natürlich voll den Einsatz. So musste Why dann eben ohne mein unglaublich ausgefallenes Riff auskommen. Ich hoffe es verzeiht mir. Trotz der kleinen Panne kamen die ersten Lieder echt richtig gut an, sodass es vor der Bühne nur so von tanzenden Körpern wimmelte.
Die haben sich die Köpfe eingeschlagen, dass es eine Wonne war. Irgendwann meinte der sichtlich angetrunkene und leicht angeknockte Sänger mit italienischem Migrationshintergrund in dritter Generation, dass die nächsten Lieder alle ruhig werden und der geeignete Moment, seine Kehlen mit nem Bier zu befeuchten, jetzt gekommen sei. Die Tragweite dieser witzig gemeinten Ansage sollte uns erst später bewusst werden. Denn nach den angekündigten Balladen merkten wir, dass so gut wie niemand mehr vor der Bühne stand, an der Bar herrschte dafür Hochbetrieb.

In Zukunft sollte man seine Ansagen ein bisschen besser überdenken, denn es dauerte bis zum letzten Lied bis sich die Massen wieder vor der Bühne versammelten und zu unserer Freude den schönsten Pogo fabrizierten. Unser heutiger Kassenwart und Edelfan Sebbe „der Gott“ brachte es sogar fertig, sich ne schöne blutende Wunde am Rücken zuzufügen. Seine Eltern dachten dann nachts er hatte ne Schlägerei und wollten ihm Hausarrest aufbrummen.
Beim letzten Lied entschloss sich der leicht taumelnde Sänger dann zum Stagedive anzusetzen. Nach seiner Rückkehr war er so erfreut über das Gelingen, dass er sich spontan dazu entschied sein gesamtes Bier über meine Effekte zu gießen. Hatte echt Angst wie die Hosen im neuen Video zu enden…

Vor der letzten Zugabe namens Sunny Day beschloss der Sangesbarde dann auch noch spontan seine Gitarre einen Halbton tiefer zu stimmen. Die gute Rhythmusband erkannte diesen hinterlistigen Plan jedoch binnen Sekunden und so konnte das Konzert ohne weitere Zwischenfälle zu Ende gebracht werden.
Nach dem Konzert wurde dann noch mit den Fans bis zum bitteren Ende gefeiert. Dieses bittre Ende sollte sich so darstellen, dass wir um 4 Uhr nachts zusammen mit Zielscheibe aus dem Backstageraum der Zelle geworfen wurden, weil diese jetzt schließt. Fragt mich nicht wie wir da hingekommen sind.

In diesem Sinne, danke Reutlingen für den geilen Abend und bis zum nächsten Mal.

Beste Grüße Jan und die 4 Tenöre

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