THE DOTS on the Road. Die Volkswagen Sound
Foundation lud zum Wochenend-Workshop in die Popakademie Mannheim. Die
Sphinx Musikbiz sollte in zwei Tagen, wenn nicht enträtselt, so doch
vielseitig beleuchtet werden. Professor Udo Dahmen stellte dafür ein
erlesenes Dozententeam zusammen. Das gemeinsame Fazit der verschiedenen
Vorträge ließe sich, in unseren Worten, etwa derart zusammenfassen:
Kunst nur um der Kunst willen zu machen, das ist keine Kunst.
Tagesgeschäft Marktpolitik - Realisten waren klar im Vorteil. Eine
andere Botschaft des Workshops könnte auch lauten: wir sind allein.
Freunde im Business hat man nur, wenn man Erfolg hat, und den muss man
am Anfang erst einmal selbst zwingen.
Endlich waren die Bands gefragt. Showtime. Kann man Musik bewerten?
Die Frage macht keinen Sinn, sie wird es ja. Ein großes Wort Mozarts
ging wie folgt: “Euch Dilettanten muss man schelten, denn es finden bei
euch gewöhnlich zwei Dinge statt: entweder ihr habt keine eigenen
Gedanken, und da nehmt ihr fremde; oder wenn ihr eigene Gedanken habt,
so wisst ihr nicht damit umzugehen.” Insonders in dieser Rücksicht galt es, die Expertenjury vom Gegenteil zu überzeugen. Am späten
Samstagabend schließlich mühten sich die Bands darum, Corporate Identity an der Hotelbar zu verwirklichen. Hier verdienten wir uns wie immer beste B-Noten.
Der zweitägige Abstecher an den Rhein war letztlich auch ein
stimmungsvoller Vorgeschmack auf unsere rund 4000 Km lange Tour im Mai.
Sonntag, spätnachts, hatte uns Dresden dann wieder zurück. Noch immer auf dem Rücksitz der Musikgeschichte, aber in durchaus komfortabler
Pose.
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